Der Arbeitsaufwand hängt von den eigenen Ambitionen im Garten ab, ob man aufwendig Gemüse und Obst anbauen, oder einfach nur ein paar Stunden im Grünen verbringen möchten. Gartenenthusiasten können sich fast das ganze Jahr mit Aussäen und Pikieren, Vorziehen und Auspflanzen beschäftigen. Für ein Stück Rasen, ein paar Erdbeeren und eine Reihe Radieschen benötigen Sie wesentlich weniger Zeit.

 

Aber selbst für die Minimalvariante sollten Sie in der Gartensaison von April bis Oktober zwei Tage Arbeit pro Monat, besser pro Woche, einplanen. In Leipzig bilden 278 Kleingartenanlagen den bedeutenden Anteil mit 30 Prozent, der grünen Lunge. Neben Parkanlagen und Waldflächen sind die Kleingartenanlagen auch Erholungsräume. In vielen Kleingartenanlagen gibt es schöne Spielplätze.

 

Hier spielen die Kinder im Grünen, an der frischen Luft und abseits vom Straßenverkehr. In den Gärten lernen sie natürliche Zusammenhänge kennen, und dass man Natur auch riechen und schmecken kann. Kleingartenanlagen bieten für viele Kleintiere, Insekten und Pflanzen einen naturnahen Lebensraum. Zahlreiche Vogelarten finden hier in den Bäumen und Hecken Nistmöglichkeiten. Ob Igel, Frosch, Eidechse oder Singvogel - mit etwas Glück sind sie im Garten zu beobachten.

 

Ob Familien, Alleinerziehende, Kinder, Seniorinnen, ausländische Mitbürger oder junge Menschen - jede/-r ist im Kleingartenverein willkommen. Man kennt sich und hilft sich gegenseitig. Bei einem Schwätzchen über den Gartenzaum hinweg werden nicht nur kleingärtnerische Themen besprochen. Ob Frühjahrserwachen, Erntedank oder Altweibersommer, es gibt noch viele anderen Gelegenheiten für die Gartenbesitzer und ihre Gäste, gemeinsam zu feiern.

 

Im Bundeskleingartengesetz ist geregelt, dass ein Kleingarten maximal 400 Quadratmeter groß sein soll.

 

Die Pachtpreise sind von Region zu Region verschieden. Im bundesweiten Mittel liegen sie "seit Jahren konstant bei 0,18 Euro pro Quadratmeter", erklärte der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde erst März 2024. (400*0,18€ = 72€ Pacht)

 

Was darüber hinaus noch bedacht werden muss, sind Kosten für Strom, Wasser, Vereinsbeitrag und gegebenenfalls Versicherungen.

Verbrauchkosten bei ,65€/m² (400*0,65€ = 260€ pro Jahr Verbrauchskosten)

 

Gesondert geregelt in den Vereinssatzungen sind Umlagen zur Finanzierung von gesondert anstehenden Investitionen wie das Verlegen einer neuen Stromleitung, die über den Jahresbeitrag hinaus anfallen können. Hier gibt es jedoch eine Obergrenze. (50€/Parzelle pro Jahr Investitionsumlage)

 

Ständige Ausgaben, die eingeplant werden sollten, fallen je nach Bewirtschaftung auch für Saatgut, Pflanzen, Erde, Dünger und sonstige Pflegemittel und Anschaffungen an etwa 0,20€ / m². (400 * 0,2 = 80,00€)

 

Bei Abfällen und der Abgabe von 100l Gartenabfall in Wertstoffhöfen werden 0,70€ fällig. Die Faustregel sagt, dass Rasen- oder Hackenschnitt sowie Laub, einem 100l Sack pro 100m² und zweimal im Jahr ergibt. (Frühjahr und Herbst)

 

([400m²/100] *2 = 8 Säcke * 0,70€ = (Abfallgebühren 5,60€ im Jahr)

 

Auch die Ablösesumme, für Laube und Pflanzenbestand die an den Vorpächter gezahlt werden müssen, schlagen zu Buche. Je nach den Angaben des Schätzers auch schon mal bis zu 1000 Euro einmalig.

 

Positon/Kosten

Eurobetrag

Hinweis

Pacht

72,-

 

Verbrauchskosten

260,-

 

Investitionsumlage

50,-

 

2* Nichterbrachte Arbeitsstunden je/h

120,-

 

Abfallgebühren

5,60

 

Zwischensumme

507,60€

 

 

 

 

Ständige Ausgaben

80,-

jährlich

Summe

587,60€

 

 

 

 

Ablösesumme

1000,-

Einmalig

Bei 400m² Pachtfläche