Die Pflanzenart Xylopia aethiopica aus der Familie der Annonengewächse (Annonaceae) liefert die Mohrenpfeffer, Selimskörner, Senegalpfeffer, Kanipfeffer oder Negerpfeffer genannte Frucht.
Der botanische Gattungsname Xylopia leitet sich von den griechischen Wörtern xylon für Holz und pikron für bitter ab; das Artepitheton aethiopica bezieht sich auf die „äthiopische“ Herkunft, meint aber die historische Bezeichnung weiter Gebiete Afrikas und nicht das Land Äthiopien.
Xylopia aethiopica ist ein tropischer Baum, der vor allem in Westafrika als Gewürz- und Heilpflanze bekannt ist. Seine aromatischen Früchte werden vielseitig genutzt.
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Name (Deutsch): Afrikanischer Pfeffer, Afrikanischer Schwarzpfeffer
Botanischer Name: Xylopia aethiopica
Gattung: Xylopia
Pflanzenfamilie: Annonengewächse (Annonaceae)
Name im Volksmund: Afrikanischer Pfeffer, Guineapfeffer, Ethiopian pepper
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine natürlichen Unterarten in Europa, da nicht heimisch und nur kultiviert
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Anbauordnung: Kulturpflanze, Waldpflanze (in Ursprungsländern)
Kulturart: Gewürzpflanze / Gehölz
Klimazone: Tropisch (in Europa nur als Kübelpflanze oder Gewächshaus)
Erntezeitraum: Herbst bis Winter (je nach Standort)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Früchte werden als Gewürz genutzt; Pflanze benötigt frostfreie Bedingungen
Bemerkung: Immergrüner Baum, wächst wild in tropischen Wäldern Westafrikas
Bester Fundort in der Natur: Tropische Regenwälder Westafrikas
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen tropischen Gehölzen; keine bekannten negativen Effekte
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Blütenbeschreibung: Kleine, gelbliche bis grünliche Blüten, einzeln oder in Gruppen, aromatisch duftend
Blattbeschreibung: Schmale, längliche, lederartige Blätter, dunkelgrün und glänzend
Stamm-/Stielbeschreibung: Holziger Stamm mit glatter bis leicht rissiger Rinde
Samenbeschreibung: Getrocknete, längliche, dunkelbraune bis schwarze Samenkapseln, würzig-aromatisch
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
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Geruch der Pflanze: Würzig, aromatisch, pfeffrig
Geschmack der Pflanze: Scharf, pfeffrig, leicht bitter
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebiger Baum
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Ätherische Öle wirken antibakteriell und insektizid in Extrakten
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 3–6 Wochen
Keimtemperatur: 22–28 °C
Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 24 Stunden in warmem Wasser einweichen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
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Aussaatzeitraum: Frühling
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1 cm
Abstand in der Reihe: 80–100 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 3–4 m
Samen pro Pflanzloch: 1–2
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Bevorzugte Beet Art: Gut drainierte, humusreiche Böden oder Kübel mit tropischem Substrat
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 (leicht sauer bis neutral)
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Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Regelmäßig während Wachstumsperiode
Empfohlener Dünger: Organischer Dünger für tropische Pflanzen
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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
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Krautzuordnung: Gewürzpflanze / Gehölz / Waldpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherische Öle, Alkaloide, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend
Verabreichung: Tee, Tinkturen, Gewürz in Speisen
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Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Getrocknete Früchte (Samenkapseln)
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Keine bedeutende Verwechslungsgefahr in Kultur
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Verwendung in der Küche: Gewürz für Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte, traditionelle afrikanische Speisen
Beste Haltbarmachung: Getrocknet, luftdicht lagern
Lagerung der Pflanze: Getrocknete Früchte in luftdichten Behältern
Das beste Rezept: Westafrikanischer Eintopf mit Xylopia-Gewürz
Die beste Speise: Afrikanischer Erdnusseintopf (Maafe)
Das beste Getränk: Gewürztee mit Xylopia
Die beste Beilage: Reis oder Hirse
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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
· Keine Unterarten in Europa, da nicht heimisch
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3 häufig vorkommende Unterarten:
o Nicht zutreffend
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3 seltene Unterarten:
o Nicht zutreffend
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Guter Nachbar: Andere tropische Gewürz- und Heilpflanzen
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe entziehen
Beste Mischkulturen: Kombination mit tropischen Kräutern und Gehölzen in Kübel- oder Gewächshauskultur
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Quellennachweis:
- "Flora of West Tropical Africa"
- "Medicinal Plants of Tropical Africa" (PROTA)
- Wissenschaftliche Artikel zu Xylopia aethiopica
- Tropische Pflanzenhandbücher