Die Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet ist. Sie wird oft in Gärten als Zier- und Heilpflanze, aber auch als Beikraut wahrgenommen, da sie sich leicht ausbreitet.

Die Schafgarbe ist eine wertvolle Pflanze im Garten, die sowohl als Wildkraut als auch als Heilpflanze genutzt werden kann. Sie ist nicht giftig, sondern bietet vielfältige Möglichkeiten in der Küche und als Heilpflanze. Da sie sich jedoch schnell ausbreiten kann, ist es wichtig, sie regelmäßig zu pflegen und zu kontrollieren, um ein Überwuchern des Gartens zu verhindern. In der Kräutermedizin wird sie aufgrund ihrer entzündungshemmenden, blutstillenden und verdauungsfördernden Eigenschaften besonders geschätzt.


Name (Deutsch): Schafgarbe 

Botanischer Name: Achillea millefolium 

Gattung: Achillea 

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae) 

Name im Volksmund: Gemeine Schafgarbe, Tausendblatt, Blutkraut 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 6-10 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Wildpflanze, Kulturpflanze (Kräuter) 

Kulturart: Wiesenpflanze, Heil- und Würzkraut 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juni bis September 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte, verträgt trockene bis mäßig feuchte Böden gut 

Bemerkung: Vielseitig in der Naturheilkunde und als Insektenweide wertvoll 

Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, Wiesen, Wegränder, lichte Wälder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Fördert Nützlinge, gut in Mischkultur mit Gemüse und Kräutern 


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis rosa Blüten in dichten, flachen Dolden (Körbchen) 

Blattbeschreibung: Gefiedert, fein zerteilt, grün bis grau-grün, aromatisch 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, verzweigter Stängel, 30–80 cm hoch, leicht behaart 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche Achänen mit Haarbüschel 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd mit Ausläufern 


Geruch der Pflanze: Aromatisch, leicht bitter-würzig 

Geschmack der Pflanze: Bitter, aromatisch 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Lockt Nützlinge an, wirkt abschreckend auf Blattläuse 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14–21 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: März bis Mai 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Wildblumenwiese, Trockenbeet 

Idealer Boden: Locker, nährstoffarm bis mäßig, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Sehr sparsam 

Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Kräuterdünger in kleinen Mengen 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildkraut, Heilpflanze, Würzkraut, Wiesenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, blutstillend, verdauungsfördernd, krampflösend 

Verabreichung: Trinken (Tee), Umschläge, Tinkturen, Bäder 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blätter, Blüten 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) und anderen Achillea-Arten, die ähnlich aussehen 


Verwendung in der Küche: Würzkraut für Salate, Suppen und Eintöpfe 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig 

Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht 

Das beste Rezept: Schafgarbentee bei Verdauungsbeschwerden 

Die beste Speise: Frischer Salat mit Schafgarbenblättern 

Das beste Getränk: Schafgarbentee 

Die beste Beilage: Kräuterquark mit Schafgarbe 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

  • 1.     Gemeine Schafgarbe – *Achillea millefolium* subsp. *millefolium* 
  • 2.     Wiesen-Schafgarbe – *Achillea millefolium* subsp. *sibirica* 
  • 3.     Korn-Schafgarbe – *Achillea millefolium* subsp. *pannonica* 
  • 4.     Strand-Schafgarbe – *Achillea millefolium* subsp. *ulei* 
  • 5.     Berg-Schafgarbe – *Achillea millefolium* subsp. *sudetica* 
  • 6.     Gelbe Schafgarbe – *Achillea filipendulina* (verwandt) 
  • 7.     Silber-Schafgarbe – *Achillea tomentosa* (verwandt) 
  • 8.     Schmalblättrige Schafgarbe – *Achillea narrowleaf* (varietät) 
  • 9.     Duftende Schafgarbe – *Achillea ageratum* 
  • 10. Rote Schafgarbe – *Achillea millefolium* var. *rubra* 

Drei häufig vorkommende Unterarten: 

  • -      Gemeine Schafgarbe (*Achillea millefolium* subsp. *millefolium*) 
  • -      Wiesen-Schafgarbe (*Achillea millefolium* subsp. *sibirica*) 
  • -      Korn-Schafgarbe (*Achillea millefolium* subsp. *pannonica*) 

Drei selten vorkommende Unterarten: 

  • -      Strand-Schafgarbe (*Achillea millefolium* subsp. *ulei*) 
  • -      Berg-Schafgarbe (*Achillea millefolium* subsp. *sudetica*) 
  • -      Rote Schafgarbe (*Achillea millefolium* var. *rubra*) 

Guter Nachbar: Tomate, Gurke, Kohl (unterstützt Schädlingsabwehr) 

Schlechter Nachbar: Fenchel (kann andere Kräuter hemmen) 

Beste Mischkulturen: Schafgarbe mit Gemüse und Kräutern, die Nützlinge anziehen (z.B. Ringelblume, Basilikum, Kapuzinerkresse) 


*Quellennachweis:* 

-      Botanische Fachliteratur, Kräuterlexika, Pflanzenführer Europa, Heilpflanzenratgeber