Name (Deutsch): Knoblauchrauke, Knoblauchsrauke 

Botanischer Name: Alliaria petiolata 

Gattung: Alliaria 

Pflanzenfamilie: Kreuzblütler (Brassicaceae) 

Name im Volksmund: Knoblauchkraut, Knoblauchrauke 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Wildpflanze, Kulturpflanze (Wildkraut) 

Kulturart: Wildkraut, Küchen- und Heilpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: März bis Mai (junge Blätter) 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Stark wuchernd und ausbreitungsfreudig, kann in Gärten dominant werden 

Bemerkung: Bekannt für den milden Knoblauchgeschmack, gut als Wildgemüse nutzbar 

Bester Fundort in der Natur: Halbschattige bis schattige Waldränder, Hecken, feuchte Standorte 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Kräutern, kann aber andere Pflanzen verdrängen 


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße vierzählige Blüten in lockeren Trauben, Blütezeit April bis Juni 

Blattbeschreibung: Herzförmige bis dreieckige Blätter, rau behaart, mit langem Stiel 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, kantiger Stängel, bis 1 m hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche Samen in langen Schoten 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Knoblauchartig, frisch 

Geschmack der Pflanze: Mild-knoblauchartig, leicht scharf 

Lebenszeitspanne: Zweijährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, keine bedeutenden Schädlinge bekannt 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling oder Herbst 

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Halbschattiges Beet, Kräuterbeet, Wildkräuterbeet 

Idealer Boden: Humos, feucht, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Halbschatten bis Schatten 

Düngereinsatz: Gering bis moderat 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Küchen- und Heilkräuter, Wildkraut 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Senfölglykoside, ätherische Öle, Vitamin C 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, antibakteriell, schleimlösend 

Verabreichung: Essen, Tee, Umschläge 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blätter, junge Triebe 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Kreuzblütler, z.B. Knoblauchrauke kann mit anderen Alliaria-Arten verwechselt werden 


Verwendung in der Küche: Salate, Pesto, Suppen, Würzkraut 

Beste Haltbarmachung: Frisch verwenden oder einfrieren 

Lagerung der Pflanze: Kühl, feucht, kurzzeitig lagerfähig 

Das beste Rezept: Knoblauchrauke-Pesto mit Nüssen und Parmesan 

Die beste Speise: Frischer Wildkräutersalat mit Knoblauchrauke 

Das beste Getränk: Kräutertee aus Knoblauchrauke 

Die beste Beilage: Passt gut zu Kartoffelgerichten und Eintöpfen 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Knoblauchrauke – Alliaria petiolata subsp. petiolata 

2.     Alliaria petiolata subsp. amplexicaulis 

3.     Alliaria petiolata var. glabrescens 

4.     Alliaria petiolata var. dentata 

5.     Alliaria petiolata var. incisa 

6.     Alliaria petiolata var. alpicola 

7.     Alliaria petiolata var. macrocarpa 

8.     Alliaria petiolata var. minor 

9.     Alliaria petiolata var. latifolia 

10. Alliaria petiolata var. serrata 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

  • -      Alliaria petiolata subsp. petiolata 
  • -      Alliaria petiolata subsp. amplexicaulis 
  • -      Alliaria petiolata var. glabrescens 

Drei selten vorkommende Unterarten: 

  • -      Alliaria petiolata var. macrocarpa 
  • -      Alliaria petiolata var. minor 
  • -      Alliaria petiolata var. latifolia 

Guter Nachbar: Salbei, Thymian, Rosmarin (fördern gegenseitig das Wachstum) 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe stark beanspruchen 

Beste Mischkulturen: Knoblauchrauke mit anderen Wildkräutern und Gemüsepflanzen, die von Nützlingen profitieren (z.B. Ringelblume, Kapuzinerkresse) 


Quellennachweis: 

-      Botanische Fachliteratur, Heilpflanzenführer, Wildkräuterlexika, europäische Flora-Datenbanken