Aprikosenbäume (Prunus armeniaca) sind eine attraktive Ergänzung für jeden Kleingarten, bieten sie doch im Frühling eine prächtige Blüte und im Sommer köstliche Früchte. Der Anbau dieser Bäume erfordert allerdings sorgfältige Planung und Pflege, insbesondere in Bezug auf Standortwahl, Klimaanforderungen und regelmäßige Wartung.

Der Anbau von Aprikosenbäumen erfordert zwar ein gewisses Maß an Engagement hinsichtlich der Pflege und Überwachung, aber die Belohnungen in Form von Früchten und der ästhetischen Bereicherung des Gartens sind bedeutend. Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit können Aprikosenbäume in einem Kleingarten gedeihen und jedes Jahr eine reichliche Ernte liefern.

Die Aprikose ist ein beliebtes Steinobst mit süß-aromatischen Früchten, das in warmen, gemäßigten Klimazonen Europas kultiviert wird. Sie ist nicht nur kulinarisch wertvoll, sondern auch ökologisch bedeutsam für Streuobstwiesen und naturnahe Gärten.


Name (Deutsch): Aprikose 

Botanischer Name: Prunus armeniaca 

Gattung: Prunus 

Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae) 

Name im Volksmund: Marille (in Österreich), Aprikose 

Wie viele Unterarten gibt es in Europa: Keine klar definierten Unterarten, aber mehrere Sorten und Kulturformen 


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Obstgehölz 

Klimazone: Gemäßigte bis warm-gemäßigte Zone, frostempfindlich 

Erntezeitraum: Juli bis August 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Empfindlich gegenüber Spätfrösten, benötigt sonnigen, windgeschützten Standort und gut durchlässigen Boden 

Bemerkung: Frühjahrsblüher mit dekorativen Blüten, oft selbstfruchtbar oder teilselbstfruchtbar 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich aus Zentralasien, heute in Süd- und Mitteleuropa kultiviert 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Kräutern und Gemüse, kann Schädlinge durch Mischkultur reduzieren 


Blütenbeschreibung: Weiße bis rosafarbene, fünfzählige Blüten, einzeln oder in kleinen Büscheln 

Blattbeschreibung: Eiförmig bis lanzettlich, grün, gezähnt 

Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter Stamm mit glatter bis leicht rissiger Rinde 

Samenbeschreibung: Steinfrucht mit hartem Kern (Stein) 

Art der Wurzler: Tief- und flachwurzelnd, je nach Standort 

Geruch der Pflanze: Leicht süßlich bei Blüte 

Geschmack der Pflanze: Süß-säuerlich (Früchte) 

Lebenszeitspanne: 20–50 Jahre, je nach Sorte und Pflege 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Förderung von Nützlingen, Fruchtfliegenfallen, biologische Pflanzenschutzmaßnahmen 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 3–4 Wochen bis mehrere Monate (nach Kältebehandlung) 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Kältekeimung (Stratifizierung) erforderlich 

Keimfähigkeit in Jahren: 3–5 Jahre


Aussaatzeitraum: Herbst (nach Kältebehandlung) 

Aussaat Tiefe: 2–3 cm 

Abstand in der Reihe: 4–6 m (bei Pflanzung von Jungbäumen) 

Abstand zur nächsten Pflanze: 4–6 m 

Samen pro Pflanzloch: 1 


Bevorzugte Beet Art: Obstgarten, Streuobstwiese 

Idealer Boden: Tiefgründiger, humoser, gut durchlässiger Lehmboden 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Regelmäßig, besonders in Trockenperioden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Organisch oder mineralisch, je nach Bodenanalyse 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Volldünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Obstbaum, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Vitamine (A, C), Fruchtsäuren, Ballaststoffe 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, antioxidativ 

Verabreichung: Essen, Saft, Marmelade


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Frucht (Fruchtfleisch) 

Giftig: Nein (Stein enthält geringe Mengen Amygdalin, nicht zum Verzehr) 

Welche giftigen Teile: Stein (Kern) nicht essen 

Verwechslungsgefahr mit: Keine relevante Verwechslungsgefahr in Kultur 


Verwendung in der Küche: Frisch, getrocknet, Marmeladen, Kuchen, Säfte 

Beste Haltbarmachung: Trocknen, Einmachen, Einfrieren 

Lagerung der Pflanze: Kühl und trocken 

Das beste Rezept: Aprikosenmarmelade 

Die beste Speise: Frische Aprikosen oder Aprikosenkuchen 

Das beste Getränk: Aprikosensaft oder Aprikosenlikör 

Die beste Beilage: Vanillesauce oder Joghurt 


10 Unterarten/Sorten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.      Frühaprikose – Prunus armeniaca 'Early Orange' 

2.      Ungarische Beste – Prunus armeniaca 'Ungarische Beste' 

3.      Große Russische – Prunus armeniaca 'Große Russische' 

4.      Goldrich – Prunus armeniaca 'Goldrich' 

5.      Bergeron – Prunus armeniaca 'Bergeron'


6.      Moorpark – Prunus armeniaca 'Moorpark' 

7.      Hargrand – Prunus armeniaca 'Hargrand' 

8.      Harlayne – Prunus armeniaca 'Harlayne' 

9.      Tilton – Prunus armeniaca 'Tilton' 

10.   Katy – Prunus armeniaca 'Katy' 


Drei häufig vorkommende Sorten: 

    • -      Ungarische Beste 
    • -      Moorpark 
    • -      Bergeron 


Drei seltenste Sorten: 

    • -      Harlayne 
    • -      Hargrand 
    • -      Tilton 


Guter Nachbar: Klee, Ringelblume, Kräuter wie Thymian und Salbei 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe stark entziehen 

Beste Mischkulturen: Kräuter, Beerensträucher, Gemüse mit ähnlichen Standortansprüchen


Quellennachweis: 

-      Mein schöner Garten 

-      Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 

-      Wikipedia 

-      Pflanzen-lexikon.com 

-      Landwirtschaftskammern