Johannisbeeren (Ribes) sind eine ausgezeichnete Wahl für Kleingärtner, da sie auf kleinem Raum angebaut werden können und sowohl dekorativ als auch produktiv sind. Johannisbeeren gibt es in verschiedenen Farben, darunter Rot, Weiß und Schwarz, wobei jede Sorte ihren eigenen einzigartigen Geschmack und Nutzen hat.

Der Anbau von Johannisbeeren erfordert mäßigen Pflegeaufwand, bietet jedoch erhebliche Belohnungen in Form von nahrhaften und vielseitigen Früchten. Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit können Johannisbeerbüsche über viele Jahre hinweg produktiv sein und sowohl frische Beeren für den direkten Verzehr als auch für Konserven und Säfte liefern. Die Pflegeanforderungen sind saisonabhängig und umfassen angemessene Bewässerung, Beschneidung und Schädlingskontrolle, um gesunde Pflanzen und reiche Ernten zu gewährleisten.

Die Johannisbeere ist eine beliebte, robuste Beerenpflanze, die in Europa weit verbreitet ist und aufgrund ihrer vielseitigen Verwendung in Küche und Naturheilkunde geschätzt wird.


Name (Deutsch): Johannisbeere 

Botanischer Name: Ribes spp. 

Gattung: Ribes 

Pflanzenfamilie: Stachelbeergewächse (Grossulariaceae) 

Name im Volksmund: Rote Johannisbeere, Schwarze Johannisbeere, Weiße Johannisbeere, Ribisel (regional) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 10-12 Unterarten und Arten, die natürlich vorkommen oder kultiviert werden 


Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze, gelegentlich Wildpflanze 

Kulturart: Obstgehölz 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juni bis August (je nach Art und Sorte) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Empfindlich gegenüber Mehltau und anderen Pilzkrankheiten; regelmäßiger Schnitt fördert Ertrag und Gesundheit 

Bemerkung: Winterhart, mehrjährig, gut anpassungsfähig; Blüte früh im Jahr, wichtige Nahrungsquelle für Insekten 

Bester Fundort in der Natur: Wälder, Waldränder, Hecken, lichte Gebüsche in Europa 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Kräutern und Gemüse, z.B. Knoblauch, Zwiebeln, Tagetes als Schädlingsabwehr 


Blütenbeschreibung: Kleine, glockenförmige, meist grünlich-weiße bis rötliche Blüten in Trauben 

Blattbeschreibung: Handförmig gelappt, gezähnt, grob behaart, aromatisch 

Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter, verzweigter Strauch mit dünnen bis kräftigen Zweigen, meist mit kleinen Dornen oder Stacheln 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen in den Beeren, rundlich, glatt 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd mit seitlichen Feinwurzeln


Geruch der Pflanze: Frisch, leicht aromatisch 

Geschmack der Pflanze: Beeren süß-säuerlich bis herb, je nach Art und Reife 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, bis zu 15-20 Jahre oder länger bei guter Pflege 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Einsatz von Nützlingen gegen Blattläuse und Pilzbefall; Mulchen und Fruchtwechsel empfohlen 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 3–6 Wochen 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Kaltkeimung (Stratifizierung) über 2-3 Monate notwendig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–4 Jahre


Aussaatzeitraum: Herbst oder Frühjahr nach Kaltkeimung 

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 60–80 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 80–100 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Gartenbeet, Strauchpflanzung, Freiland 

Idealer Boden: Humusreich, gut durchlässig, feucht aber nicht nass 

pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 (leicht sauer bis neutral) 

Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, Beerendünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Ja, fördert Wurzelwachstum und Feuchtigkeit 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Gartenpflanze, Obstgehölz 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Vitamin C, Flavonoide, Gerbstoffe, Anthocyane 

Anwendungsbereiche: Immunstärkung, Durchfall, Entzündungen, Hautpflege 

Verabreichung: Essen, Trinken (Saft), Umschläge, Tinkturen


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Beeren 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Stachelbeere (Ribes uva-crispa), die aber meist stacheliger ist 


Verwendung in der Küche: Frischverzehr, Marmeladen, Gelees, Säfte, Desserts, Backwaren 

Beste Haltbarmachung: Einfrieren, Einkochen, Trocknen 

Lagerung der Pflanze: Kühl und dunkel, im Kühlschrank einige Tage frisch haltbar 

Das beste Rezept: Johannisbeermarmelade mit Vanille 

Die beste Speise: Frischer Johannisbeer-Smoothie 

Das beste Getränk: Johannisbeersaft oder -likör 

Die beste Beilage: Passt gut zu Wildgerichten und Käse 


10 Unterarten/Arten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Rote Johannisbeere – Ribes rubrum 

2.     Schwarze Johannisbeere – Ribes nigrum 

3.     Weiße Johannisbeere – Ribes rubrum var. albidum 

4.     Stachelbeere – Ribes uva-crispa 

5.     Wald-Johannisbeere – Ribes sylvestre 

6.     Sibirische Johannisbeere – Ribes diacanthum 

7.     Kriechende Johannisbeere – Ribes petraeum 

8.     Alpen-Johannisbeere – Ribes alpinum 

9.     Sumpf-Johannisbeere – Ribes lacustre 

10. Glatte Johannisbeere – Ribes glandulosum 


Drei häufig vorkommende Unterarten in Europa: 

-      Rotes Johannisbeere (Ribes rubrum) 

-      Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) 

-      Weiße Johannisbeere (Ribes rubrum var. albidum)


Drei seltene Unterarten in Europa: 

-      Ribes diacanthum (Sibirische Johannisbeere) 

-      Ribes lacustre (Sumpf-Johannisbeere) 

-      Ribes petraeum (Kriechende Johannisbeere) 


Guter Nachbar: Knoblauch, Zwiebeln, Tagetes, Ringelblumen (Schädlingsabwehr) 

Schlechter Nachbar: Kartoffeln (fördern Krankheiten), Brombeeren (Wettbewerb um Nährstoffe) 

Beste Mischkulturen: Kräuter und Gemüse mit Schädlingsabwehr, z.B. Lauch, Kapuzinerkresse 


Quellennachweis: 

-      "Flora Europaea" 

-      Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 

-      Gartenbaulexika und Fachbücher zu Obstgehölzen 

-      Diverse wissenschaftliche Publikationen zu Ribes-Arten