Der Acker-Gelbstern ist eine frühblühende, zierliche Wildpflanze mit leuchtend gelben Sternblüten, die vor allem auf trockenen, kalkhaltigen Böden vorkommt. Er ist ein wichtiger Frühlingsblüher in Wiesen und an Äckerrändern und trägt zur Biodiversität bei.
Name (Deutsch): Acker-Gelbstern
Botanischer Name: Gagea villosa
Gattung: Gagea
Pflanzenfamilie: Liliengewächse (Liliaceae)
Name im Volksmund: Gelbstern, Haar-Gelbstern
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2-3 Unterarten
Anbauordnung: Wildpflanze
Kulturart: Wiesenpflanze / Frühblüher
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: März bis April (Blütezeit)
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Verbreitet sich über Zwiebeln, benötigt gut durchlässigen Boden
Bemerkung: Frühjahrsblüher, wichtig für Bienen und Insekten als Nektarquelle
Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, Äckerränder, lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Frühblühern, fördert Insektenvielfalt
Blütenbeschreibung: Kleine, leuchtend gelbe, sternförmige Blüten mit sechs Blütenblättern
Blattbeschreibung: Schmale, lineare Blätter, oft behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Kurz, meist unter 15 cm hoch, Blütenstiel dünn und aufrecht
Samenbeschreibung: Kleine, schwarze Samen in Kapselfrüchten
Art der Wurzler: Zwiebelknolle (unterirdisch)
Geruch der Pflanze: Neutral, kaum wahrnehmbar
Geschmack der Pflanze: Nicht bekannt, keine Nutzung als Nahrungsmittel
Lebenszeitspanne: Mehrjährig (zwiebelnd)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine spezifische Wirkung bekannt, aber Beitrag zur Biodiversität
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 14–28 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Herbst oder zeitiges Frühjahr
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 10–15 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 10–15 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Steingarten, Wildblumenwiese, naturnaher Garten
Idealer Boden: Trocken, kalkhaltig, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,5–7,8
Gießverhalten: Mäßig, trockenheitsverträglich
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Nicht erforderlich
Empfohlener Dünger: Nicht relevant
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildpflanze, Frühblüher, Wiesenpflanze
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Nicht bekannt
Anwendungsbereiche: Keine medizinische Nutzung
Verabreichung: Nicht relevant
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Gelbstern-Arten (z.B. Gagea lutea), die ähnlich aussehen
Verwendung in der Küche: Keine
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Nicht relevant
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Acker-Gelbstern – Gagea villosa subsp. villosa
2. Gagea villosa subsp. macrophylla
3. Gagea villosa subsp. velutina
4. Gagea villosa subsp. caucasica
5. Gagea villosa subsp. pallida
6. Gagea villosa subsp. minor
7. Gagea villosa subsp. glabra
8. Gagea villosa subsp. alpina
9. Gagea villosa subsp. lutea
10. Gagea villosa subsp. humilis
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Gagea villosa subsp. villosa
- Gagea villosa subsp. macrophylla
- Gagea villosa subsp. velutina
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Gagea villosa subsp. alpina
- Gagea villosa subsp. humilis
- Gagea villosa subsp. pallida
Guter Nachbar: Frühblüher wie Krokus, Schneeglöckchen, Schlüsselblume
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten werfen
Beste Mischkulturen: Frühjahrsblüher und Trockenrasenpflanzen
Quellennachweis:
- Floraweb (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
- BiolFlor – Datenbank zur biologisch-ökologischen Charakterisierung der Gefäßpflanzen Deutschlands
- Flora Europaea
- Diverse botanische Fachliteratur zu Gagea-Arten