Bamberger Hörnchen ist eine alte Kartoffelsorte, die ihren Ursprung in der Region um Bamberg in Deutschland hat. Diese Sorte ist bekannt für ihre charakteristische, hornförmige Gestalt, ihren nussigen Geschmack und ihre herausragende Kochqualität. Sie gehört zu den sogenannten Speisekartoffeln und ist besonders bei Kennern und Liebhabern traditioneller Sorten beliebt.

 

Bamberger Hörnchen ist eine faszinierende alte Kartoffelsorte, die aufgrund ihres einzigartigen Geschmacks und ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche geschätzt wird. Der Anbau dieser Sorte fördert nicht nur die Erhaltung von traditionellem Saatgut, sondern bietet auch die Möglichkeit, die kulinarische Vielfalt zu erleben.

 

Durch die Beachtung der spezifischen Anbaubedingungen und Pflegehinweise kann jeder Gärtner diese köstliche Sorte erfolgreich kultivieren und genießen.

 

Das Bamberger Hörnchen ist eine traditionelle, regionale Kartoffelsorte aus Franken, die für ihren besonderen Geschmack und ihre charakteristische längliche, leicht gebogene Form bekannt ist. Sie gilt als Delikatesse und ist besonders bei Liebhabern von alten, seltenen Sorten beliebt.


Name (Deutsch): Bamberger Hörnchen 

Botanischer Name: Solanum tuberosum (Kartoffel) 

Gattung: Solanum 

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae) 

Name im Volksmund: Bamberger Hörnchen, Fränkische Kartoffel 

Wie viele Unterarten gibt es in Europa: Keine Unterarten; viele Sorten der Kartoffel, Bamberger Hörnchen ist eine Sorte 


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Gemüse 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juli bis September (je nach Pflanzzeit und Witterung) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Braucht lockeren, gut durchlässigen Boden; keine Staunässe; resistent gegen einige Krankheiten, aber anfällig für Krautfäule 

Bemerkung: Alte, robuste Sorte mit festkochenden, gelben Knollen und feinem Aroma 

Bester Fundort in der Natur: Kultiviert, traditionell in der Region Bamberg (Franken) 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Bohnen, Kohl, Zwiebeln; unterstützt Mischkultur 


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis blassviolette Blüten mit gelben Staubgefäßen 

Blattbeschreibung: Gefiedert, dunkelgrün, leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Krautige, aufrechte Stängel 

Samenbeschreibung: Keine Samenbildung bei Kulturpflanzen; Vermehrung über Knollen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Typisch kartoffelig 

Geschmack der Pflanze: Kartoffeltypisch, nussig und aromatisch (Knollen) 

Lebenszeitspanne: Einjährig (Kulturpflanze) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Förderung von Nützlingen, Fruchtwechsel, resistente Sorte hilft 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–20 Tage (bei Pflanzkartoffeln) 

Keimtemperatur: 12–18 °C 

Keimvorbereitung: Vorkeimen empfohlen (Licht, Wärme) 

Keimfähigkeit in Jahren: Knollenlagerung 6–8 Monate 


Aussaatzeitraum: März bis April (Pflanzung der Knollen) 

Aussaat Tiefe: 8–12 cm 

Abstand in der Reihe: 30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 60 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1 (Knolle) 


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Kartoffelbeet 

Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig, nährstoffreich 

pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 

Gießverhalten: Regelmäßig, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Organisch und mineralisch, ausgewogen 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Volldünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Ja (zum Schutz der Knollen vor Licht) 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Gemüse, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Nein 

Wirkstoffe: Stärke, Vitamine, Mineralstoffe 

Anwendungsbereiche: Ernährung 

Verabreichung: Essen 


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Knollen 

Giftig: Nein (grüne Teile enthalten Solanin, sollten nicht gegessen werden) 

Welche giftigen Teile: Grüne Knollen und oberirdische Pflanzenteile 

Verwechslungsgefahr mit: Keine, da Kartoffel gut bekannt 


Verwendung in der Küche: Festkochend, ideal für Salate, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln 

Beste Haltbarmachung: Kühl, dunkel, luftig lagern 

Lagerung der Pflanze: Dunkel, kühl, trocken 

Das beste Rezept: Bamberger Hörnchen Kartoffelsalat 

Die beste Speise: Kartoffelsalat, Bratkartoffeln 

Das beste Getränk: Nicht anwendbar 

Die beste Beilage: Fleischgerichte, Salate 


10 Unterarten/Sorten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

Bamberger Hörnchen ist eine Sorte, keine Unterarten. Andere Kartoffelsorten in Europa: 

1.     Sieglinde – Solanum tuberosum 'Sieglinde' 

2.     Nicola – Solanum tuberosum 'Nicola' 

3.     Charlotte – Solanum tuberosum 'Charlotte' 

4.     Annabelle – Solanum tuberosum 'Annabelle' 

5.     La Ratte – Solanum tuberosum 'La Ratte' 

6.     Belana – Solanum tuberosum 'Belana' 

7.     Cilena – Solanum tuberosum 'Cilena' 

8.     Marabel – Solanum tuberosum 'Marabel' 

9.     Linda – Solanum tuberosum 'Linda' 

10. Adretta – Solanum tuberosum 'Adretta' 


Drei häufig vorkommende Sorten: 

  • -      Sieglinde 
  • -      Nicola 
  • -      Charlotte 

Drei seltenste Sorten: 

  • -      La Ratte 
  • -      Bamberger Hörnchen 
  • -      Annabelle 

Guter Nachbar: Bohnen, Kohl, Zwiebeln 

Schlechter Nachbar: Tomaten, Paprika, Auberginen (verursachen ähnliche Krankheiten) 

Beste Mischkulturen: Hülsenfrüchte, Kräuter, Zwiebeln 


Quellennachweis: 

  • -      Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) 
  • -      Mein schöner Garten 
  • -      Kartoffel-Museum Bamberg 
  • -      Wikipedia 
  • -      Landwirtschaftskammern