Der Baumspinat ist eine sich rasch ausbreitende Gemüsepflanze, die wie Spinat zubereitet werden kann. So pflanzen und pflegen Sie Chenopodium giganteum richtig.
Der Baumspinat (Chenopodium giganteum), auch unter den Bezeichnungen Spinatbaum oder Riesengänsefuß bekannt, ist ein Gemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae). Er wird vor allem in Indien, dem Himalaya und Nepal, woher die Pflanze auch stammt, als Blattgemüse genutzt. Ebenfalls als Baumspinat bezeichnet wird zuweilen der Wilde Buchweizen (Fagopyrum cymosum).
Der Baumspinat ist eine auffällige, mehrjährige Gemüsepflanze mit dekorativ roten bis purpurfarbenen Blättern, die als Blattgemüse ähnlich wie Spinat verwendet wird. Er wächst buschig bis strauchartig und ist eine robuste Kulturpflanze.
Name (Deutsch): Baumspinat
Botanischer Name: Chenopodium giganteum
Gattung: Chenopodium
Pflanzenfamilie: Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae)
Name im Volksmund: Roter Gänsefuß, Purpurspinat
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten, Art wird einheitlich geführt
Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gemüse
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juni bis Oktober
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Enthält Oxalsäure, daher in großen Mengen nur in Maßen verzehren
Bemerkung: Mehrjährig, kann bis zu 2 Meter hoch werden, dekorative rote Blattfarbe
Bester Fundort in der Natur: Kulturland, Gärten
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Gemüsesorten, fördert Bodenlockerung
Blütenbeschreibung: Kleine, grünlich-weiße Blüten in dichten Rispen, unscheinbar
Blattbeschreibung: Große, breit-lanzettliche, purpurrote bis rote Blätter, leicht behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, kräftiger Stängel, purpurrot gefärbt
Samenbeschreibung: Kleine, dunkelbraune bis schwarze Samen, rundlich, glatt
Art der Wurzler: Flach- bis tiefwurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach erdig
Geschmack der Pflanze: Mild, leicht nussig, ähnlich Spinat
Lebenszeitspanne: Mehrjährig (2-3 Jahre)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Robuste Pflanze, wenig anfällig, Förderung von Nützlingen empfohlen
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühjahr (April bis Mai)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1 cm
Abstand in der Reihe: 30–40 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, gut durchlässiger Boden
Idealer Boden: Nährstoffreich, humos, locker
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Regelmäßig mäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Organisch, mäßig
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Gemüse, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Nein (hauptsächlich Nährstofflieferant)
Wirkstoffe: Vitamine (A, C), Mineralstoffe, Oxalsäure
Anwendungsbereiche: Ernährung
Verabreichung: Essen
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Junge Blätter und Triebe
Giftig: Nein (bei übermäßigem Verzehr wegen Oxalsäure Vorsicht)
Welche giftigen Teile: Keine toxischen Teile, aber Oxalsäure in Blättern
Verwechslungsgefahr mit: Anderen Chenopodium-Arten (z.B. Gänsefuß), die teilweise wildwachsend sind
Verwendung in der Küche: Wie Spinat gekocht oder gedünstet, Salate aus jungen Blättern
Beste Haltbarmachung: Frisch verzehren, Blanchieren und Einfrieren möglich
Lagerung der Pflanze: Kühl und feucht
Das beste Rezept: Gedünsteter Baumspinat mit Knoblauch und Zwiebeln
Die beste Speise: Spinatgemüse mit Kartoffeln
Das beste Getränk: Nicht relevant
Die beste Beilage: Kartoffeln, Reis
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Keine offiziell anerkannten Unterarten, Art wird als eigenständig geführt
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Nicht definiert
Drei seltenste Unterarten:
- Nicht definiert
Guter Nachbar: Tomaten, Bohnen, Kräuter wie Basilikum
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen wie Kohl, da Konkurrenz um Nährstoffe
Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Hülsenfrüchten und Kräutern zur Förderung Bodenfruchtbarkeit
Quellennachweis:
- - Kulturpflanzenlexikon
- - Pflanzen-Informationssysteme (z.B. Infoflora, FloraWeb)
- - Gartenbau-Fachliteratur
- - Ökologische Gemüseanbau-Ratgeber
- - Wikipedia: Chenopodium giganteum