Das Blattfenchel (Foeniculum vulgare var. azoricum) ist eine aromatische und vielseitige Kulturpflanze, die vor allem wegen ihrer essbaren, milden Fenchelknolle geschätzt wird.

 

Blattfenchel ist ein vielseitiges Gemüse und Heilpflanze, das mit seinem aromatischen Geschmack und den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen in Küche und Naturheilkunde geschätzt wird.

 

Seine Kultivierung ist mit einfachen Ansprüchen verbunden, und er ist eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten und Mischkulturen. 🌿🍽


Name (Deutsch): Blattfenchel (auch Fenchelknolle, Fenchel Azorica) 

Botanischer Name: Foeniculum vulgare var. azoricum 

Gattung: Foeniculum 

Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae) 

Name im Volksmund: Fenchel, Knollenfenchel, Azorischer Fenchel 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3-5 Unterarten bzw. Varietäten des Fenchels, var. azoricum ist die Kulturform mit Knolle


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Gemüse / Kräuter 

Klimazone: Gemäßigte bis mediterrane Zone 

Erntezeitraum: Juli bis Oktober (je nach Aussaatzeit und Standort) 

Zehrer Art: Mittel- bis Starkzehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Fenchelknolle verträgt keine Staunässe, benötigt tiefgründigen, humosen Boden 

Bemerkung: Zweijährige Pflanze, meist als einjährige Kultur angebaut; bildet eine weiße bis hellgrüne Knolle aus, die als Gemüse gegessen wird 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich mediterran, heute in Kultur und gelegentlich verwildert in milden Regionen 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Gurken, Salaten, Kohl und Sellerie; unterstützt durch Anlocken von Nützlingen


Blütenbeschreibung: Kleine gelbe Doldenblüten, typisch für Apiaceae, erscheinen im zweiten Jahr (bei zweijährigem Anbau) 

Blattbeschreibung: Fein gefiederte, farnartige Blätter, grün bis blaugrün 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, hohler Stängel, grün 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche, aromatische Doppelfrüchte (Samen) mit Anis-ähnlichem Duft 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd


Geruch der Pflanze: Frisch, aromatisch, anisartig 

Geschmack der Pflanze: Mild, süßlich-anisartig, leicht bitter im Samen 

Lebenszeitspanne: Zweijährig (kann mehrjährig sein, wird aber meist einjährig kultiviert) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Lockt Nützlinge an, z.B. Schlupfwespen, Marienkäfer; gilt als gute Begleitpflanze


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–20 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig, Samen vor Aussaat kurz wässern möglich 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: März bis Mai (für Ernte im Sommer/Herbst) 

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, gut durchlüftet, humos und tiefgründig 

Idealer Boden: Nährstoffreich, locker, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 


Gießverhalten: Regelmäßig, gleichmäßig feucht halten, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Regelmäßig, vor allem organisch (Kompost, Hornspäne) 

Empfohlener Dünger: Organischer Volldünger oder Kompost


Ist das Anhäufen von Vorteil: Ja, fördert die Knollenbildung 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Gemüse, Küchenkräuter, Würzpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (Anethol, Fenchon), Flavonoide, Bitterstoffe 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, krampflösend, schleimlösend 

Verabreichung: Essen, Tee trinken, Tinkturen, Umschläge


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Knolle, Blätter, Samen 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Fenchelarten (z.B. Wilder Fenchel), Dill (ähnliche Blattform, aber anderer Geruch)


Verwendung in der Küche: Roh und gekocht als Gemüse, Gewürz in Suppen, Salaten, Fisch- und Fleischgerichten 

Beste Haltbarmachung: Kühl lagern, vakuumverpackt oder blanchiert einfrieren 

Lagerung der Pflanze: Im Kühlschrank, in feuchtem Tuch eingewickelt 

Das beste Rezept: Fenchel-Orangen-Salat mit Olivenöl und Fenchelsamen 

Die beste Speise: Gebratener Fenchel mit Kräutern 

Das beste Getränk: Fencheltee (aus Samen) 

Die beste Beilage: Fenchelgratin oder Fenchel zu Fischgerichten


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Foeniculum vulgare var. vulgare (Wilder Fenchel) 

2.     Foeniculum vulgare var. azoricum (Blattfenchel / Knollenfenchel) 

3.     Foeniculum vulgare var. piperitum 

4.     Foeniculum vulgare var. dulce 

5.     Foeniculum vulgare var. capillaceum 

6.     Foeniculum vulgare subsp. piperitum 

7.     Foeniculum vulgare subsp. vulgare 

8.     Foeniculum vulgare subsp. gracile 

9.     Foeniculum vulgare subsp. marinum 

10. Foeniculum vulgare subsp. pallasii


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      var. vulgare (Wilder Fenchel) 

-      var. azoricum (Blattfenchel/Knollenfenchel) 

-      var. dulce


Drei seltene Unterarten: 

-      subsp. marinum 

-      subsp. pallasii 

-      var. capillaceum


Guter Nachbar: Gurken, Tomaten, Kohl, Salat (fördert Wachstum und schützt vor Schädlingen) 

Schlechter Nachbar: Dill (wegen ähnlichen Nährstoffansprüchen), Petersilie (kann Konkurrenz sein) 

Beste Mischkulturen: Mischkulturen mit Kohlgewächsen, Gurken und Sellerie


Quellennachweis: 

-      Wikipedia: Foeniculum vulgare 

-      Gärtnerpraxis, Gemüseanbau 

-      Naturgarten Ratgeber 

-      Pflanzen-Deutschland 

-      Ökologie-Seiten zu Apiaceae 

-      Diverse Garten- und Kräuterlexika