Die Blaue Kartoffel, auch bekannt als Violette Kartoffel oder Lila Kartoffel, ist eine alte Gemüsesorte, die zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) gehört. Diese Kartoffelsorte ist für ihre auffällige blaue bis violette Schale und das meist lila gefärbte Fleisch bekannt.

 

Die blaue Kartoffel hat eine lange Geschichte, die bis zu den Ureinwohnern Perus zurückreicht, wo sie seit Jahrhunderten kultiviert wird. Heute wird sie weltweit geschätzt, nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorteile.

 

Die blaue Kartoffel ist eine faszinierende alte Gemüsesorte, die nicht nur durch ihre auffällige Farbe, sondern auch durch ihren einzigartigen Geschmack und ihre gesundheitlichen Vorteile besticht. Ihre vielseitige Verwendung in der Küche macht sie zu einer geschätzten Zutat in vielen Gerichten, und ihr Anbau ist für Hobbygärtner und Landwirte gleichermaßen lohnenswert.

 

Durch die Erhaltung und den Anbau historischer Sorten wie der blauen Kartoffel tragen wir zur Bewahrung der kulinarischen Vielfalt und der biologischen Diversität in der Landwirtschaft bei.

 

Die Blaue Kartoffel ist eine spannende Alternative zu herkömmlichen Sorten, die durch ihre Farbe und ihren Gehalt an Antioxidantien besticht. Sie verbindet kulinarischen Genuss mit gesundheitlichen Vorteilen und bereichert den nachhaltigen Garten. 🥔💙


Name (Deutsch): Blaue Kartoffel 

Botanischer Name: Solanum tuberosum (verschiedene Sorten mit blauer Färbung) 

Gattung: Solanum 

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae) 

Name im Volksmund: Blaue Kartoffel, Blaue Schweden, Blaue Anneliese (je nach Sorte) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Kartoffel hat keine klassischen Unterarten, aber zahlreiche Sorten; blaue Sorten sind Zuchtsorten, keine wildwachsenden Unterarten


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Gemüse 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: August bis Oktober 

Zehrer Art: Mittel- bis Starkzehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Kartoffeln sind anfällig für Kraut- und Knollenfäule; regelmäßige Fruchtfolge und gute Bodenpflege sind wichtig 

Bemerkung: Blaue Kartoffeln enthalten Anthocyane, die antioxidativ wirken und die blaue Farbe verursachen 

Bester Fundort in der Natur: Kulturpflanze, nicht wild wachsend 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Bohnen, Kohl, Mais; schlechte Nachbarn sind Tomaten, Gurken, Fenchel


Blütenbeschreibung: Sternförmige Blüten in Weiß, Violett oder Blau mit gelben Staubblättern 

Blattbeschreibung: Gefiederte, dunkelgrüne Blätter, oft etwas behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Krautige, aufrechte Stängel, grün bis leicht rötlich 

Samenbeschreibung: Kartoffel bildet kleine Samen in Beeren, aber Vermehrung erfolgt meist vegetativ über Knollen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd mit Knollenbildung


Geruch der Pflanze: Typisch nach Kartoffel, leicht erdig 

Geschmack der Pflanze: Die Knollen haben einen nussigen, leicht süßlichen Geschmack mit erdiger Note 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, wird aber meist als einjährige Kultur angebaut 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fruchtfolge, Mischkultur, Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern und Schlupfwespen


Keimer Art: Dunkelkeimer (Knollen treiben im Dunkeln aus) 

Keimdauer: 2–4 Wochen (abhängig von Temperatur) 

Keimtemperatur: 10–20 °C 

Keimvorbereitung: Vorkeimen empfohlen (Chitting), um frühe Triebe zu fördern 

Keimfähigkeit in Jahren: 1–2 Jahre (Knollenlagerung)


Aussaatzeitraum: Pflanzung von vorgekeimten Knollen im März bis April 

Aussaat Tiefe: 8–12 cm 

Abstand in der Reihe: 30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 50 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1 Knolle oder Stück mit mindestens einem Auge


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, gut durchlüftet, nährstoffreich 

Idealer Boden: Locker, humusreich, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 


Gießverhalten: Regelmäßig, gleichmäßig feucht halten, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Starkzehrer, regelmäßige Düngung erforderlich 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Volldünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Ja, fördert Knollenbildung und schützt vor Licht 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Gemüse, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Nein (Kartoffeln sind Nahrungsmittel, keine Heilpflanze) 

Wirkstoffe: Anthocyane (in blauen Sorten), Stärke, Vitamine 

Anwendungsbereiche: Ernährung, antioxidative Wirkung durch Anthocyane 

Verabreichung: Essen


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Knollen 

Giftig: Ja, oberirdische Pflanzenteile enthalten Solanin (giftig) 

Welche giftigen Teile: Blätter, Stängel, unreife grüne Knollen 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Kartoffelsorten (keine gefährliche Verwechslung, aber grüne Knollen vermeiden)


Verwendung in der Küche: Gekocht, gebacken, gebraten, als Salat, Püree, Chips 

Beste Haltbarmachung: Kühl, dunkel, luftig lagern (5–10 °C) 

Lagerung der Pflanze: Dunkel, kühl, trocken 

Das beste Rezept: Blaue Kartoffeln mit Rosmarin und Knoblauch aus dem Ofen 

Die beste Speise: Ofenkartoffeln oder Kartoffelsalat mit blauen Kartoffeln 

Das beste Getränk: Nicht relevant 

Die beste Beilage: Fleisch- und Fischgerichte, Salate


10 Unterarten/Sorten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

Kartoffeln haben keine Unterarten, sondern viele Sorten. Hier 10 blaue oder violette Sorten: 

1.     Blaue Anneliese (Solanum tuberosum 'Blaue Anneliese') 

2.     Vitelotte (Solanum tuberosum 'Vitelotte') 

3.     Blaue Schweden (Solanum tuberosum 'Blaue Schweden') 

4.     Purple Majesty (Solanum tuberosum 'Purple Majesty') 

5.     Blue Congo (Solanum tuberosum 'Blue Congo') 

6.     Blue Belle (Solanum tuberosum 'Blue Belle') 

7.     All Blue (Solanum tuberosum 'All Blue') 

8.     Adirondack Blue (Solanum tuberosum 'Adirondack Blue') 

9.     Russian Blue (Solanum tuberosum 'Russian Blue') 

10. Blue Viking (Solanum tuberosum 'Blue Viking')


Drei häufig vorkommende Sorten: 

  • -      Blaue Anneliese 
  • -      Vitelotte 
  • -      Blaue Schweden

Drei seltene Sorten: 

  • - Russian Blue 
  • - Blue Viking 
  • - Blue Belle

Guter Nachbar: Bohnen, Kohl, Mais, Mais, Salat 

Schlechter Nachbar: Tomaten, Gurken, Fenchel, Kartoffeln unter sich (Fruchtfolge beachten)  

Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Bohnen, Mais und Kohl


Quellennachweis: 

  • -      Wikipedia: Solanum tuberosum 
  • -      Gartenlexikon, Saatgutbanken 
  • -      Kartoffelbau Ratgeber 
  • -      Ökologie- und Gartenportale