Name (Deutsch): Freilandgurke, Schlangengurke, Salatgurke 

Botanischer Name: Cucumis sativus var. sativus 

Gattung: Cucumis 

Pflanzenfamilie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) 

Name im Volksmund: Gurke, Salatgurke, Schlangengurke 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Für Cucumis sativus var. sativus sind keine offiziell anerkannten Unterarten in Europa beschrieben; die Art wird in verschiedene Sorten und Kultivare unterteilt.

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Anbauordnung: Kulturpflanze (Gemüse) 

Kulturart: Gemüse 

Klimazone: Gemäßigte Zone, wärmeliebend 

Erntezeitraum: Juni bis September (je nach Aussaat und Region) 

Zehrer Art: Starkzehrer 

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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Freilandgurken benötigen warme Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit, sind jedoch empfindlich gegen Staunässe und Frost. Eine gute Belüftung beugt Pilzkrankheiten vor.

Bemerkung: Die Freilandgurke ist eine wichtige sommerliche Gemüsefrucht mit hohem Wassergehalt und mildem Geschmack. Sie wächst rankend und benötigt Platz und Halt.

Bester Fundort in der Natur: Wird in Europa ausschließlich kultiviert, wild nicht vorkommend; ursprünglich aus Indien und Südostasien.

Beipflanzung und ihre Auswirkung: 

- Gute Nachbarn: Bohnen, Salat, Radieschen, Kohl 

- Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Fenchel, Aromapflanzen wie Dill (kann Wachstum hemmen)

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Blütenbeschreibung: Gelbe, fünfzählige Blüten, meist getrenntgeschlechtlich (männlich und weiblich an derselben Pflanze), auffällig und duftend.

Blattbeschreibung: Große, herzförmige, grob gezähnte Blätter mit rauer Oberfläche.

Stamm-/Stielbeschreibung: Kletternde, rankende Stängel mit Haftwurzeln und Dornen.

Samenbeschreibung: Flache, ovale, glatte Samen in weißlich bis hellbrauner Farbe.

Art der Wurzler: Flachwurzelnd, aber weit verzweigt.

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Geruch der Pflanze: Frisch, gurkenartig, leicht herb.

Geschmack der Pflanze: Mild, frisch, saftig, leicht süßlich.

Lebenszeitspanne: Einjährig (einjährige Kulturpflanze).

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Feinde wie Marienkäfer und Schlupfwespen helfen gegen Blattläuse. Mischkultur mit Knoblauch oder Zwiebeln kann Pilzbefall reduzieren.

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Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–10 Tage 

Keimtemperatur: 20–25 °C 

Keimvorbereitung: Samen 12 Stunden in warmem Wasser einweichen fördert Keimung. 

Keimfähigkeit in Jahren: 3–5 Jahre

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Aussaatzeitraum: April bis Mai (je nach Region und Temperatur)

Aussaat Tiefe: 2–3 cm 

Abstand in der Reihe: 50–70 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 70–100 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 (nach dem Keimen auf 1 Pflanze ausdünnen)

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Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Hochbeet, Rankgerüst

Idealer Boden: Locker, humos, nährstoffreich, gut wasserdurchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5

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Gießverhalten: Regelmäßig und reichlich, besonders während der Fruchtbildung; keine Staunässe

Sonnenbedarf: Volle Sonne 

Düngereinsatz: Regelmäßig, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Volldünger, Kali-haltiger Dünger zur Fruchtbildung

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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein, da keine Erdanhäufung nötig ist

Ist eine Rankhilfe nötig: Ja, wegen der rankenden Wuchsform

Ist ein Spalier notwendig: Ja, unterstützt gesundes Wachstum und Fruchtreife

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Krautzuordnung: Gemüse, Gartenpflanze, Würzkraut (in Teilen)

Mit Heilwirkung: Ja (traditionell harntreibend, kühlend, entzündungshemmend)

Wirkstoffe: Vitamine (C, K), Mineralstoffe, Cucurbitacine (in geringen Mengen)

Anwendungsbereiche: Entwässernd, unterstützend bei Hautproblemen, entzündungshemmend

Verabreichung: Essen (frisch), Umschläge bei Hautreizungen

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Essbar: Ja  

Welche essbaren Teile: Frucht (Gurke), junge Triebe und Blätter (selten genutzt)

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Bittergurken (Momordica charantia), die bitter und leicht giftig sind; bei Freilandgurken meist nicht relevant.

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Verwendung in der Küche: Frisch in Salaten, als Rohkost, eingelegt als Gurken, in kalten Suppen (Gazpacho), als Zutat in Sandwiches.

Beste Haltbarmachung: Kühl lagern, frisch verzehren oder eingelegt (Essiggurken)

Lagerung der Pflanze: Kühlschrank, feucht, max. 1 Woche frisch

Das beste Rezept: Frischer Gurkensalat mit Dill und Joghurt

Die beste Speise: Sommerliche Gurkensuppe oder frischer Salat

Das beste Getränk: Gurkenwasser mit Minze

Die beste Beilage: Zu Grillgerichten, leichten Sommergerichten

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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

Für Cucumis sativus var. sativus sind keine offiziellen Unterarten in Europa beschrieben. Stattdessen gibt es viele Sorten und Kultivare wie: 

1.      Schlangengurke – Cucumis sativus var. sativus 'Schlange' 

2.      Einlegegurke – Cucumis sativus var. sativus 'Einlege' 

3.      Mini-Gurke – Cucumis sativus var. sativus 'Mini' 

4.      Freilandgurke – Cucumis sativus var. sativus 'Freiland' 

5.      Gewächshausgurke – Cucumis sativus var. sativus 'Gewächshaus' 

6.      Biogurke – Cucumis sativus var. sativus 'Bio' 

7.      Salatgurke – Cucumis sativus var. sativus 'Salat' 

8.      Rundgurke – Cucumis sativus var. sativus 'Rund' 

9.      Persische Gurke – Cucumis sativus var. sativus 'Persisch' 

10.   Russische Gurke – Cucumis sativus var. sativus 'Russisch'

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Drei häufig vorkommende Sorten: 

·         Schlangengurke (lang und dünn) 

·         Einlegegurke (klein und dick) 

·         Freilandgurke (robust und widerstandsfähig)

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Drei seltene Sorten: 

·         Persische Gurke (besonders aromatisch) 

·         Russische Gurke (kälteresistent) 

·         Mini-Gurke (klein, zart)

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Guter Nachbar: Bohnen, Salat, Radieschen, Kohl

Schlechter Nachbar: Kartoffeln, Fenchel, Dill

Beste Mischkulturen: 

- Gurken mit Bohnen (fördert Wachstum) 

- Gurken mit Salat (schützt vor Krankheiten) 

- Gurken mit Radieschen (lockert Boden)

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Quellennachweis: 

-      "Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland", Ulmer Verlag 

-      "Gemüsebau" von Gerhard Wenzel, Quelle & Meyer 

-      Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) 

-      Bayerisches Landesamt für Umwelt – Pflanzenportraits 

-      Diverse wissenschaftliche Artikel und Saatgutkataloge