Name (Deutsch): Gänseblümchen 

Botanischer Name: Bellis perennis 

Gattung: Bellis 

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae) 

Name im Volksmund: Gänseblümchen, Tausendschön, Wiesenmargerite 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3-5 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Wildpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Wiesenpflanze, Zierpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: März bis Oktober 

Zehrer Art: Schwachzehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt mäßig feuchte, nährstoffreiche Böden; kann sich stark ausbreiten 

Bemerkung: Mehrjährig, winterhart, häufig auf Wiesen und Rasenflächen zu finden 

Bester Fundort in der Natur: Wiesen, Wegränder, Rasenflächen, lichte Wälder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Gräser und andere Wiesenkräuter; fördert Biodiversität und Nützlinge 


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis rosa Zungenblüten mit gelbem Scheibenblütenzentrum in körbchenförmigen Blütenständen 

Blattbeschreibung: Rosettenförmig, rundlich bis eiförmig, leicht gezähnt, dunkelgrün 

Stamm-/Stielbeschreibung: Blütenschaft aufrecht, kahl oder leicht behaart, bis 15 cm hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche, braune Achänen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Schwach, leicht würzig 

Geschmack der Pflanze: Mild, leicht bitter 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–21 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling bis Herbst 

Aussaat Tiefe: 0,3–0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 10–15 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 15–20 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Wiesenbeet, Steingarten, Rasenflächen 

Idealer Boden: Locker, humos, mäßig feucht, nährstoffreich 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Sonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Schwach bis mittel 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger in kleinen Mengen 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildkraut, Wiesenpflanze, Zierpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Flavonoide, Saponine, Gerbstoffe, ätherische Öle 

Anwendungsbereiche: Wundheilung, entzündungshemmend, schleimlösend, harntreibend 

Verabreichung: Essen, Umschläge, Salben, Tee 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blätter, Blüten 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Margerite (*Leucanthemum vulgare*), die größere Blüten hat 


Verwendung in der Küche: Salate, Suppen, Kräuterquark, als essbare Dekoration 

Beste Haltbarmachung: Frisch verwenden oder vorsichtig trocknen 

Lagerung der Pflanze: Frisch im Kühlschrank oder leicht getrocknet dunkel lagern 

Das beste Rezept: Gänseblümchen-Salat 

Die beste Speise: Frischer Kräuterquark mit Gänseblümchenblättern 

Das beste Getränk: Gänseblümchen-Tee 

Die beste Beilage: Frisches Brot mit Gänseblümchenbutter 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Gewöhnliches Gänseblümchen – *Bellis perennis* subsp. *perennis* 

2.     Alpen-Gänseblümchen – *Bellis perennis* subsp. *alpina* 

3.     Zwerg-Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *nanus* 

4.     Weißes Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *alba* 

5.     Rotes Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *rubra* 

6.     Garten-Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *hortensis* 

7.     Wiesen-Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *pratensis* 

8.     Berg-Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *montana* 

9.     Sumpf-Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *palustris* 

10. Schmalblättriges Gänseblümchen – *Bellis perennis* var. *angustifolia* 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

  • -      Gewöhnliches Gänseblümchen (*Bellis perennis* subsp. *perennis*) 
  • -      Alpen-Gänseblümchen (*Bellis perennis* subsp. *alpina*) 
  • -      Zwerg-Gänseblümchen (*Bellis perennis* var. *nanus*) 

Drei selten vorkommende Unterarten: 

  • -      Sumpf-Gänseblümchen (*Bellis perennis* var. *palustris*) 
  • -      Schmalblättriges Gänseblümchen (*Bellis perennis* var. *angustifolia*) 
  • -      Rotes Gänseblümchen (*Bellis perennis* var. *rubra*) 

Guter Nachbar: Gräser, Klee, Löwenzahn (fördern Biodiversität) 

Schlechter Nachbar: Stark konkurrenzfähige Gräser können Gänseblümchen verdrängen 

Beste Mischkulturen: Gänseblümchen mit Gräsern, Klee, anderen Wildkräutern 


Quellennachweis: 

  • -      "Bellis perennis" in Flora Europaea 
  • -      Universität Hohenheim: Gänseblümchen Anbau und Pflege 
  • -      Kräuterlexikon Stiftung Warentest 
  • -      Diverse botanische Fachquellen und Wildkräuterbücher