Gartenkresse (Lepidium sativum)
Die Gartenkresse, botanisch bekannt als Lepidium sativum, ist eine schnell wachsende, einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Sie wird häufig in der Küche verwendet, um Salaten, Sandwiches und anderen Gerichten einen würzigen Geschmack zu verleihen.
Die Gartenkresse ist nicht nur lecker, sondern auch reich an Vitaminen und Mineralien, was sie zu einer gesunden Ergänzung in jeder Ernährung macht.
Name (Deutsch): Gartenkresse
Botanischer Name: Lepidium sativum
Gattung: Lepidium
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Name im Volksmund: Kresse, Gartenkresse, Pfefferkraut
Anzahl Unterarten in Europa:
- Keine klar abgegrenzten Unterarten, Lepidium sativum wird meist als Art ohne weitere Unterteilung geführt
Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gemüse, Würzkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum:
- Ganzjährig bei Anbau im Haus, Freiland von Frühjahr bis Herbst
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis:
- Schnellwüchsig, bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden; Lichtkeimer
Bemerkung:
- Sehr einfach und schnell anzubauen, ideal für Anzucht in Schalen und Beeten
Bester Fundort in der Natur:
- Ursprünglich aus Südwestasien, heute weltweit kultiviert und gelegentlich verwildert
Beipflanzung und Auswirkung:
- Verträgt sich gut mit Salat, Radieschen, Möhren; kann Schädlinge abwehren
Blütenbeschreibung:
- Kleine weiße, vierzählige Blüten in traubigen Blütenständen
Blattbeschreibung: Junge Blätter sind zart, lanzettlich bis leicht gezähnt
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechte, dünne Stängel
Samenbeschreibung: Kleine, runde, braune bis schwarze Samen
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Frisch, würzig-scharf
Geschmack der Pflanze: Scharf-pfeffrig, würzig
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung:
- Unterstützt Nützlinge, kann Blattläuse fernhalten
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 2-7 Tage
Keimtemperatur: 15-22 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 3-4 Jahre
Aussaatzeitraum:
- Ganzjährig bei Innenanbau, Frühjahr bis Herbst im Freiland
Aussaat Tiefe: Oberflächlich, Samen nur leicht mit Erde bedecken
Abstand in der Reihe: 5-10 cm (bei dichter Aussaat auch enger)
Abstand zur nächsten Pflanze: 10-15 cm
Samen pro Pflanzloch: 2-3
Bevorzugte Beet Art: Locker, humos, feucht
Idealer Boden: Nährstoffreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0 - 7,5 (neutral bis leicht sauer)
Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten
Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger
Anhäufen von Vorteil: Nein
Rankhilfe nötig: Nein
Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Gemüse, Würzkraut, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Senfölglykoside, Vitamin C, ätherische Öle
Anwendungsbereiche:
- Verdauungsfördernd, antibakteriell, schleimlösend, appetitanregend
Verabreichung: Essen, Tee, Umschläge
Essbar: Ja
Essbare Teile: Blätter, Samen
Giftig: Nein
Verwechslungsgefahr mit:
- Andere Lepidium-Arten, meist unproblematisch
Verwendung in der Küche:
- Frisch in Salaten, Sandwiches, als Würzkraut, in Suppen
Beste Haltbarmachung:
- Frisch verwenden, kurze Lagerung im Kühlschrank möglich
Lagerung der Pflanze:
- Kühl und feucht, z.B. in feuchtem Tuch im Kühlschrank
Bestes Rezept:
- Frischer Kressesalat mit Radieschen und Joghurt-Dressing
Beste Speise: Kresse-Sandwich oder Kressequark
Bestes Getränk: Kressetee (aus Samen oder Blättern)
Beste Beilage: Leichte Frühlingsgerichte, Eierspeisen, Quark
10 Unterarten in Europa (deutsch / botanisch):
- Für Lepidium sativum sind keine eigenständigen Unterarten in Europa gelistet, da die Art meist als homogen betrachtet wird.
Drei häufig vorkommende verwandte Arten:
- Lepidium campestre (Acker-Gänsekresse)
- Lepidium draba (Drüsiges Läusekraut)
- Lepidium ruderale (Schmalblättrige Kresse)
Drei seltene verwandte Arten:
- Lepidium heterophyllum
- Lepidium latifolium
- Lepidium chalepense
Guter Nachbar:
- Salat, Radieschen, Möhren (fördert Wachstum, keine starke Konkurrenz)
Schlechter Nachbar:
- Starkzehrende Pflanzen wie Tomaten oder Paprika (Konkurrenz um Nährstoffe)
Beste Mischkulturen:
- Fruchtfolge mit Blattgemüse, Wurzelgemüse und Kräutern
Quellennachweis:
- Die Angaben basieren auf botanischen Fachquellen und Gartenratgebern, insbesondere:
- Wikipedia Lepidium sativum
- PFAF Plant Database
- Gemüseanbau-Ratgeber
- Permaculture Project