Gemüsezwiebel – Allium cepa 'Ailsa Craig'
Die Gemüsezwiebel „Ailsa Craig“ (Allium cepa 'Ailsa Craig') ist eine beliebte Zwiebelsorte, die für ihren milden Geschmack und ihre große Größe bekannt ist. Sie hat eine runde Form und eine helle, goldene Schale. Diese Sorte eignet sich gut für den Anbau im Garten und kann auch in Töpfen kultiviert werden. Die Pflanzen wachsen am besten in gut durchlässigen, nährstoffreichen Böden und benötigen volle Sonne, um optimal zu gedeihen. Die Ernte erfolgt typischerweise im späten Sommer, wenn die Zwiebeln vollständig entwickelt sind.
Name (Deutsch): Gemüsezwiebel
Botanischer Name: Allium cepa 'Ailsa Craig'
Gattung: Allium
Pflanzenfamilie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Name im Volksmund: Ailsa Craig, Speisezwiebel, Küchenzwiebel
Wieviele Unterarten in Europa:
- Ca. 10–15 Unterarten der Gattung Allium sind in Europa verbreitet, jedoch ist Allium cepa selbst eine Kulturart ohne natürliche Unterarten. Die genaue Anzahl variiert je nach taxonomischer Einordnung.
Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gemüse
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juli bis September (je nach Aussaat und Region)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze:
- Verträgt keine Staunässe; benötigt lockere, humusreiche Böden.
Bemerkung:
- Zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr die Zwiebel ausbildet und im zweiten Jahr blüht.
Bester Fundort in der Natur:
- Allium cepa kommt in der Natur nicht vor, da es sich um eine Kulturart handelt.
Beipflanzung und ihre Auswirkung:
- Verträgt sich gut mit Karotten, Erdbeeren und Kamille; fördert die gegenseitige Gesundheit.
Blütenbeschreibung:
- Kugelige, weiße bis rosafarbene Doldenblüten, die in einem Blütenstand angeordnet sind.
Blattbeschreibung:
- Hohl, röhrenförmig, blaugrün, wachsartig überzogen.
Stamm-/Stielbeschreibung:
- Kein klassischer Stamm, aber ein scheinbarer Stiel aus den Blattscheiden.
Samenbeschreibung:
- Kleine, schwarze Samen, die in den Blütenständen reifen.
Art der Wurzler: Flachwurzler
Geruch der Pflanze: Typisch zwiebelig, aromatisch
Geschmack der Pflanze:
- Scharf, aromatisch, je nach Reife milder werdend
Lebenszeitspanne:
- Zweijährig, als Kulturpflanze meist einjährig angebaut
Ökologische Schädlingsbekämpfung:
- Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern und Schlupfwespen; Mischkultur mit Karotten hilft gegen Zwiebelfliege.
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 10–20 °C
Keimvorbereitung:
- Samen können vor der Aussaat leicht angefeuchtet werden.
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum:
- März bis April (Vorkultur) oder direkt ab März/April ins Freiland
Aussaat Tiefe: 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 10–15 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2 Samen
Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Mischkulturbeet
Idealer Boden: Lockere, humusreiche, tiefgründige Böden
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Volle Sonne
Düngereinsatz:
- Mittel, organischer Dünger (z. B. Kompost) vor der Aussaat
Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne
Ist das Anhäufen von Vorteil: Ja, fördert die Bildung großer Zwiebeln
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Gemüse, Küchenkraut
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe:
- Schwefelverbindungen (z. B. Allicin), Flavonoide, Vitamine (C, B6)
Anwendungsbereiche:
- Antibakteriell, blutdrucksenkend, verdauungsfördernd
Verabreichung: Essen (roh, gekocht), Tinkturen, Umschläge
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Zwiebeln, Blätter (Frühlingszwiebeln)
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit:
- Wilde Bärlauchblätter (im Frühstadium möglich, aber Geruch und Blattoberfläche unterscheiden sich deutlich)
Verwendung in der Küche:
- Roh in Salaten, gekocht in Suppen, Eintöpfen, als Würzmittel, eingelegt
Beste Haltbarmachung:
- Trocknen, Einfrieren, Einkochen (z. B. als Zwiebelmarmelade)
Lagerung der Pflanze:
- Kühl, trocken und dunkel (z. B. in einem Netz oder Strumpf)
Das beste Rezept: Klassische Zwiebelsuppe
Die beste Speise: Zwiebelkuchen, Caramelisierte Zwiebeln
Das beste Getränk: Zwiebel-Honig-Tee (bei Erkältung)
Die beste Beilage:
- Zu Bratengerichten, als Topping für Pizza oder in Saucen
10 Unterarten der Gattung Allium in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Bärlauch – Allium ursinum
- Schalotte – Allium ascalonicum
- Knoblauch – Allium sativum
- Winterzwiebel – Allium fistulosum
- Schnittlauch – Allium schoenoprasum
- Steinzwiebel – Allium senescens
- Bergknoblauch – Allium victorialis
- Rundblättriger Lauch – Allium rotundum
- Kugelköpfiger Lauch – Allium sphaerocephalon
- Feldknoblauch – Allium oleraceum
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Winterzwiebel – Allium fistulosum
- Schnittlauch – Allium schoenoprasum
- Knoblauch – Allium sativum
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Bergknoblauch – Allium victorialis
- Rundblättriger Lauch – Allium rotundum
- Kugelköpfiger Lauch – Allium sphaerocephalon
Drei älteste Unterarten (kulturell und historisch):
- Knoblauch – Allium sativum (seit der Antike kultiviert)
- Schnittlauch – Allium schoenoprasum (seit Jahrhunderten genutzt)
- Bärlauch – Allium ursinum (wild gesammelt und genutzt)
Guter Nachbar: Karotten, Erdbeeren, Kamille
Schlechter Nachbar: Bohnen, Erbsen, Kohlarten
Beste Mischkulturen:
- Karotten (vertreibt Zwiebelfliege)
- Erdbeeren (fördern sich gegenseitig)
- Kamille (stärkt die Pflanzengesundheit)
Quellennachweis:
- Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
- Botanische Gärten und Universitäten (z. B. Freie Universität Berlin, Botanischer Garten München)
- Fachliteratur: Handbuch der Nutzpflanzen (Roth, Frank, Kormann)
- Online-Datenbanken: Plants for a Future (PFAF), FloraWeb (BfN)