Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica)

Der Grünkohl ist ein robustes, mehrjähriges Gemüse, das vor allem in kühlen Klimazonen gedeiht und als klassisches Wintergemüse in Europa gilt. Er zeichnet sich durch seine krausen, dunkelgrünen Blätter aus, die nach Frost milder und süßer schmecken. Grünkohl ist nährstoffreich, besonders an Vitaminen und Ballaststoffen, und wird sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde geschätzt. 


Name (Deutsch): Grünkohl 

Botanischer Name: Brassica oleracea var. sabellica 

Gattung: Brassica 

Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) 

Name im Volksmund: Krauskohl, Palmkohl, Winterkohl 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa:

  • Brassica oleracea umfasst mehrere Varietäten (Kulturformen), darunter Grünkohl als eine davon; genaue Unterarten des Grünkohls sind nicht klar abgegrenzt, aber insgesamt ca. 10 Varietäten der Art in Europa 

Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Gemüse 

Klimazone: Gemäßigte Zone (kalt- bis gemäßigtes Klima) 

Erntezeitraum: Oktober bis Februar/März 

Zehrer Art: Starkzehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Frost verbessert den Geschmack, Pflanze benötigt nährstoffreichen Boden und ausreichend Wasser 

Bemerkung:

-      Reich an Vitamin C, K, Ballaststoffen; traditionelles Wintergemüse 

Bester Fundort in der Natur:

-      Ursprünglich wild an Küsten des Mittelmeerraums, heute kultiviert in ganz Europa 

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Gute Nachbarn sind Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie (Schädlingsabwehr); schlechte Nachbarn sind Erdbeeren, Tomaten (Krankheitsanfälligkeit, Konkurrenz) 


Blütenbeschreibung:

-      Gelbe, vierzählige Blüten in Trauben, typisch für Kreuzblütengewächse 

Blattbeschreibung:

-      Große, krause, dunkelgrüne, dicke Blätter mit stark gekräuseltem Rand 

Stamm-/Stielbeschreibung: Robuste, aufrechte Stängel 

Samenbeschreibung: Kleine, braune, runde Samen (2-3 mm) 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Typischer Kohlgeruch, leicht schwefelig 

Geschmack der Pflanze: Herb, nach Frost milder und süßer 

Lebenszeitspanne:

-      Zweijährig (wird meist als einjährige Pflanze kultiviert) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Förderung von Nützlingen (Marienkäfer gegen Blattläuse), Mischkultur mit Zwiebeln und Ringelblumen 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7-14 Tage 

Keimtemperatur: 15-20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2-3 Jahre 


Aussaatzeitraum:

-      März bis Mai (Freiland), August bis September (Herbsternte) 

Aussaat Tiefe: 0,5 bis 1 cm 

Abstand in der Reihe: 30-40 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 50-70 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2-3, später ausdünnen 


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet 

Idealer Boden: Nährstoffreich, humos, gut durchlässig, feucht 

pH-Wert des Bodens: 6,0 bis 7,5 


Gießverhalten: Regelmäßig feucht halten, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Organisch oder mineralisch, regelmäßig 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Volldünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Gemüse 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Vitamin C, K, A, Folsäure, Ballaststoffe, Glucosinolate 

Anwendungsbereiche:

-      Ernährung, Immunsystemstärkung, antioxidative Wirkung 

Verabreichung: Essen (roh oder gekocht) 


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Blätter 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Andere Kohlsorten, aber meist gut unterscheidbar 


Verwendung in der Küche:

-      Suppen, Eintöpfe, Smoothies, gedünstet oder gekocht 

Beste Haltbarmachung: Blanchieren und Einfrieren, Trocknen 

Lagerung der Pflanze: Kühl (0-4 °C), feucht im Gemüsefach 


Das beste Rezept: Grünkohlsuppe mit Mettwurst 

Die beste Speise:

-      Grünkohl mit Pinkel (traditionelles norddeutsches Gericht) 

Das beste Getränk: Grünkohl-Smoothie 

Die beste Beilage: Pellkartoffeln, Kassler 


10 Unterarten/Varietäten von Brassica oleracea in Europa (deutscher und botanischer Name): 

-      Weißkohl – Brassica oleracea var. capitata 

-      Rotkohl – Brassica oleracea var. capitata f. rubra 

-      Wirsing – Brassica oleracea var. sabauda 

-      Rosenkohl – Brassica oleracea var. gemmifera 

-      Kohlrabi – Brassica oleracea var. gongylodes 

-      Grünkohl – Brassica oleracea var. sabellica 

-      Palmkohl – Brassica oleracea var. palmifolia 

-      Meerrettichkohl – Brassica oleracea var. ramosa 

-      Stängelkohl – Brassica oleracea var. medullosa 

-      Zuckerhut – Brassica oleracea var. viridis 


Drei häufig vorkommende Unterarten davon: 

-      Weißkohl 

-      Rotkohl 

-      Wirsing 


Drei seltenste Unterarten davon: 

-      Meerrettichkohl 

-      Stängelkohl 

-      Zuckerhut 


Guter Nachbar: Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie, Ringelblumen 

Schlechter Nachbar: Erdbeeren, Tomaten, Kartoffeln 

Beste Mischkulturen: Zwiebeln, Knoblauch, Salate, Spinat 


Quellennachweis: 

-      https://de.wikipedia.org/wiki/Grünkohl 

-      https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/gruenkohl 

-      https://www.bund.net/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/gemuese/kohl/ 

-      https://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Brassica+oleracea