Name (Deutsch): Wilde Möhre 

Botanischer Name: Daucus carota subsp. carota 

Gattung: Daucus 

Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae) 

Name im Volksmund: Wilde Karotte, Gemeine Möhre, Hasenmöhre 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3-5 Unterarten (je nach Quelle) 


Anbauordnung: Wildpflanze / Kulturpflanze (Kräuter) 

Kulturart: Gemüse / Kräuter 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juli bis Oktober (Wurzel und Samen) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt sonnige, trockene bis mäßig feuchte, durchlässige Böden; keine Staunässe; Wurzeln können holzig werden, wenn zu alt 

Bemerkung: Ursprünglicher Vorfahre der Kulturmöhre, zweijährige Pflanze, wichtig für Insekten und Nützlinge 

Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, Wegränder, Ruderalflächen, lichte Wälder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Zwiebeln, Lauch und Kräuter, die Schädlinge fernhalten und das Wachstum fördern 

Was sind die besten Mischkulturen: Kombination mit Zwiebeln, Lauch, Salat und Kräutern wie Dill oder Petersilie 


Blütenbeschreibung: 

  • -      Weiße Doldenblüten mit meist einer auffälligen dunkelroten bis violetten Blüte in der Mitte 
  • -      Blütendolden 5–10 cm breit 
  • -      Blütezeit Juni bis August 

Blattbeschreibung: 

  • -      Fein gefiedert, farnartig, dunkelgrün 
  • -      Unterste Blätter lang gestielt, oberste sitzend 

Stamm-/Stielbeschreibung: 

  • -      Aufrechter, meist behaarter Stängel, 30–100 cm hoch 
  • -      Hohl und rau 

Samenbeschreibung: 

  • -      Kleine, braune, länglich-elliptische Samen mit Borsten 
  • -      Reif im Spätsommer bis Herbst 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd, Pfahlwurzel 


Geruch der Pflanze: Würzig, aromatisch, leicht karottenartig 

Geschmack der Pflanze: Würzig, leicht süßlich, aromatisch 

Lebenszeitspanne: Zweijährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen; wirkt abschreckend auf einige Blattläuse 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14-28 Tage 

Keimtemperatur: 15-20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig, Boden leicht feucht halten 

Keimfähigkeit in Jahren: 3-5 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) oder Spätsommer (August) 

Aussaat Tiefe: 0,5-1 cm 

Abstand in der Reihe: 20-30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30-40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Kräuterbeet, naturnaher Garten 

Idealer Boden: Locker, durchlässig, nährstoffreich 

pH-Wert des Bodens: 6,0 – 7,5 

Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Gemüsedünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildkraut, Küchen- und Heilpflanze, Wiesenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle, Carotin, Flavonoide, Furanocumarine 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, harntreibend, entzündungshemmend, äußerlich bei Hautproblemen 

Verabreichung: Trinken (Tee), essen, Umschläge, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Wurzel (jung), Samen, Blätter (in Maßen) 

Giftig: Nein (Vorsicht bei Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern wie Geflecktem Schierling) 

Welche g-Teile: Keine bekannten giftigen Teile 

Verwechslungsgefahr mit: Gefleckter Schierling (Conium maculatum), Wasserschierling (Oenanthe crocata) – sehr giftig! 


Verwendung in der Küche: Junge Wurzeln roh oder gekocht, Samen als Gewürz, Blätter in Salaten oder Suppen 

Beste Haltbarmachung: Wurzeln kühl und trocken lagern; Samen luftdicht 

Lagerung der Pflanze: Kühl, trocken, lichtgeschützt 

Das beste Rezept: Wildmöhrenwurzel-Suppe oder -Püree 

Die beste Speise: Gedünstete oder gebackene junge Wurzeln 

Das beste Getränk: Wildmöhrentee (aus Samen oder Wurzel) 

Die beste Beilage: Frische Kräuter oder Salate 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

1.      Wilde Möhre – Daucus carota subsp. carota 

2.      Kulturmöhre – Daucus carota subsp. sativus 

3.      Mittelmeer-Wilde Möhre – Daucus carota subsp. maximus 

4.      Alpen-Wilde Möhre – Daucus carota subsp. alpestris 

5.      Westliche Wilde Möhre – Daucus carota subsp. gummifer 

6.      Südliche Wilde Möhre – Daucus carota subsp. halophilus 

7.      Östliche Wilde Möhre – Daucus carota subsp. brachycarpus 

8.      Kleinfrüchtige Wilde Möhre – Daucus carota subsp. tauricus 

9.      Nördliche Wilde Möhre – Daucus carota subsp. pannonicus 

10.   Küsten-Wilde Möhre – Daucus carota subsp. maritimus 


Drei häufig vorkommende Unterarten:

  • -      Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota) 
  • -      Kulturmöhre (Daucus carota subsp. sativus) 
  • -      Mittelmeer-Wilde Möhre (Daucus carota subsp. maximus) 

Drei selten vorkommende Unterarten:

  • -      Alpen-Wilde Möhre (Daucus carota subsp. alpestris) 
  • -      Küsten-Wilde Möhre (Daucus carota subsp. maritimus) 
  • -      Kleinfrüchtige Wilde Möhre (Daucus carota subsp. tauricus) 

Guter Nachbar: Zwiebeln, Lauch, Salat, Kräuter wie Dill und Petersilie 

Schlechter Nachbar: Fenchel, Sellerie (kann Wachstum hemmen) 

Beste Mischkulturen: Kombination mit Zwiebeln, Lauch, Salaten und Kräutern, um Schädlinge fernzuhalten und das Wachstum zu fördern  


Quellen: 

  • -      Flora Europaea 
  • -      Botanische Fachliteratur (z.B. „Flora von Mitteleuropa“) 
  • -      Heilpflanzenlexika 
  • -      Naturschutzbund Deutschland (NABU) 
  • Wissenschaftliche Artikel zu Daucus carota