Die Rote Bete ist ein vielseitiges Wurzelgemüse, das sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde geschätzt wird. Sie ist robust und gedeiht gut in gemäßigten Klimazonen.
Name (Deutsch): Rote Bete
Botanischer Name: Beta vulgaris
Gattung: Beta
Pflanzenfamilie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), früher Chenopodiaceae
Name im Volksmund: Rote Rübe, Rande, Blutrote Bete
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Beta vulgaris umfasst mehrere Unterarten, darunter Kulturformen; etwa 3-5 Unterarten bzw. Varietäten sind gebräuchlich
Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gemüse
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juli bis Oktober
Zehrer Art: Mittel- bis Starkzehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Oxalsäuregehalt in Blättern und Wurzeln, bei empfindlichen Personen in großen Mengen mit Vorsicht genießen
Bemerkung: Ein- bis zweijährig, Wurzelgemüse mit essbaren Blättern, vielseitig verwendbar
Bester Fundort in der Natur: Kulturland, Gemüsebeete, Gärten
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Zwiebeln, Salat und Kohl; kann Blattläuse anziehen, daher Mischkultur mit Kräutern empfohlen
Blütenbeschreibung: Kleine, grünlich-weiße bis rosa Blüten in dichten Rispen
Blattbeschreibung: Große, herzförmige bis lanzettliche Blätter, grün bis rot gefärbt
Stamm-/Stielbeschreibung: Kurz, stängellos oder mit kurzem Stiel
Samenbeschreibung: Kleine, kugelige Samen, schwarz bis dunkelbraun
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach erdig
Geschmack der Pflanze: Wurzel süßlich-erdig, Blätter leicht herb
Lebenszeitspanne: Ein- bis zweijährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Förderung von Nützlingen, Mischkultur, Fruchtfolge
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 3–4 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Juni
Aussaat Tiefe: 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, gut durchlässig und nährstoffreich
Idealer Boden: Tiefgründig, locker, humos
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0
Gießverhalten: Regelmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Organisch, stickstoffbetont
Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Gemüse, Heilpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Betalaine (rote Farbstoffe), Folsäure, Vitamin C, Oxalsäure
Anwendungsbereiche: Blutreinigung, Entzündungshemmung, Verdauungsfördernd
Verabreichung: Essen, trinken (Saft, Tee), Umschläge
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Wurzel, Blätter
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine, jedoch Oxalsäure in hohen Mengen problematisch
Verwechslungsgefahr mit: Mangold (Beta vulgaris var. cicla), rote Rüben anderer Sorten
Verwendung in der Küche: Gekocht, roh, als Saft, Salat, Suppe
Beste Haltbarmachung: Kühl lagern, Einmachen, Fermentieren
Lagerung der Pflanze: Kühl, dunkel, feucht
Das beste Rezept: Rote-Bete-Suppe (Borschtsch)
Die beste Speise: Gebratene oder gekochte Rote Bete mit Kräutern
Das beste Getränk: Rote-Bete-Saft
Die beste Beilage: Kartoffeln, Ziegenkäse
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Rote Bete – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva
2. Mangold – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. cicla
3. Zuckerrübe – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. altissima
4. Futterrübe – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. rapacea
5. Rote Bete, Rund – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva
6. Rote Bete, Lang – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva
7. Weißer Mangold – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. cicla
8. Gelber Mangold – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. cicla
9. Blattmangold – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. cicla
10. Rote Bete, Blutrote – Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva
Drei häufig vorkommende Unterarten:
· Rote Bete (var. conditiva)
· Mangold (var. cicla)
· Zuckerrübe (var. altissima)
Drei seltene Unterarten:
· Futterrübe (var. rapacea)
· bestimmte regionale Mangoldsorten
· spezielle alte Rübensorten
Guter Nachbar: Zwiebeln, Knoblauch, Salat, Kohl
Schlechter Nachbar: Fenchel, Kartoffeln (wegen Nährstoffkonkurrenz)
Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Zwiebeln und Salat zur Schädlingsabwehr
Quellennachweis:
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
- Pflanzenlexikon von Botanik im Bild
- Gemüseanbau-Ratgeber von Bioland und Demeter
- Flora Europaea
- Wikipedia: Beta vulgaris