Der Muskatnussbaum (Myristica fragrans) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Muskatnussgewächse (Myristicaceae) und gehört zu den Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta).
Der Gehalt an ätherischem Öl der Muskatnüsse liegt zwischen 5 und 13 Prozent. Wichtige Inhaltsstoffe der Samenhülle (Macis) sind 22 bis 35 Prozent fettes Öl, Harze, Lignane und der Farbstoff Lycopen.
In Muskatnüssen sind neben etwa 40 Prozent fettem Öl (mit dem Triglycerid der Myristinsäure als Hauptbestandteil) auch etwa 25 Prozent Stärke sowie Harze enthalten. Das fette Öl wird wegen seiner butterartigen Konsistenz auch als Muskatbutter bezeichnet.[2]
Durch Auspressen von Muskatnüssen gewinnt man die sogenannte Muskatnussbutter. Es handelt sich dabei um ein halbfestes, rotbraun gefärbtes fettes Öl mit intensivem Geruch und Geschmack nach Muskatnuss.
Es besteht vorwiegend aus Triglyceriden mit Myristinsäure als dominierender Fettsäure, darüber hinaus enthält es etwa 10 bis 15 Prozent ätherisches Öl. Der Muskatnussbaum ist ein immergrüner tropischer Baum, bekannt für seine aromatischen Samen und das daraus gewonnene Gewürz Muskatnuss.
Er ist eine bedeutende Kulturpflanze in der Gewürzindustrie.
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Name (Deutsch): Muskatnussbaum
Botanischer Name: Myristica fragrans
Gattung: Myristica
Pflanzenfamilie: Muskatnussgewächse (Myristicaceae)
Name im Volksmund: Muskatnuss, Muskatbaum
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine natürlichen Unterarten in Europa, da tropische Herkunft und nur kultiviert
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Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gewürzpflanze / Gehölz
Klimazone: Tropisch, in Europa nur als Kübelpflanze oder im Gewächshaus
Erntezeitraum: Hauptsächlich im Spätsommer bis Herbst
Zehrer Art: Mittel Zehrer
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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Benötigt frostfreie, feuchte Bedingungen; Samen (Muskatnuss) enthält Myristicin, in großen Mengen toxisch
Bemerkung: Immergrüner Baum, bis zu 15 m hoch, zweihäusig (männlich und weiblich auf separaten Pflanzen)
Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich in den Molukken (Indonesien), heute weltweit tropisch kultiviert
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Schatten spendenden Bäumen; keine bekannten negativen Effekte
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Blütenbeschreibung: Kleine, gelblich-grüne Blüten, getrenntgeschlechtlich (zweihäusig), in Rispen
Blattbeschreibung: Große, glänzende, elliptische bis lanzettliche Blätter, dunkelgrün
Stamm-/Stielbeschreibung: Glatter bis leicht rauer Stamm, grau-braune Rinde
Samenbeschreibung: Samen umgeben von rotem Arillus (Macis), Samen selbst hart und braun, Muskatnuss genannt
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
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Geruch der Pflanze: Aromatisch, würzig
Geschmack der Pflanze: Würzig, warm, leicht süßlich-bitter
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (bis zu 50 Jahre und mehr)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Pflanze enthält ätherische Öle mit insektiziden Eigenschaften
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 4–8 Wochen
Keimtemperatur: 25–30 °C
Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 24 Stunden in warmem Wasser einweichen
Keimfähigkeit in Jahren: 1–2 Jahre
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Aussaatzeitraum: Frühling bis Sommer
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 2–3 m
Abstand zur nächsten Pflanze: 5–7 m
Samen pro Pflanzloch: 1
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Bevorzugte Beet Art: Gut drainierte, humusreiche Böden oder Kübel mit tropischem Substrat
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 (leicht sauer bis neutral)
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Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig, keine pralle Mittagssonne bevorzugt
Düngereinsatz: Regelmäßig während Wachstumsperiode
Empfohlener Dünger: Organischer Dünger für tropische Gehölze
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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
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Krautzuordnung: Gewürzpflanze / Gehölz / Obstbaum
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherische Öle (Myristicin, Safrol), Lignane, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, schmerzlindernd, antibakteriell, entzündungshemmend
Verabreichung: Gewürz in Speisen, Tinkturen, Öl, Tee
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Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Samen (Muskatnuss), roter Arillus (Macis)
Giftig: Ja, bei übermäßigem Verzehr
Welche giftigen Teile: Samen enthalten Myristicin, in großen Mengen toxisch
Verwechslungsgefahr mit: Keine bedeutende Verwechslungsgefahr, aber Muskatnuss sollte nicht mit anderen Samen verwechselt werden
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Verwendung in der Küche: Gewürz für Backwaren, Fleisch, Suppen, Saucen, Getränke (z.B. Eierlikör)
Beste Haltbarmachung: Getrocknet, luftdicht, dunkel lagern
Lagerung der Pflanze: Getrocknete Samen in luftdichten Behältern
Das beste Rezept: Muskatnuss in Kartoffelgratin
Die beste Speise: Würzige Kürbissuppe mit Muskat
Das beste Getränk: Gewürzter Eierlikör
Die beste Beilage: Cremige Kartoffelgerichte
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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
· Keine natürlichen Unterarten in Europa
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3 häufig vorkommende Unterarten:
o Nicht zutreffend
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3 seltene Unterarten:
o Nicht zutreffend
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Guter Nachbar: Schatten spendende Bäume, Kakaobäume, Kaffee
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe entziehen
Beste Mischkulturen: Kombination mit tropischen Gehölzen und Schattenbäumen
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Quellennachweis:
- "Flora of Tropical Asia"
- "Gewürzpflanzen" von Uwe Seidel
- Wissenschaftliche Artikel zu Myristica fragrans
- Tropische Pflanzenhandbücher