Name (Deutsch): Rosmarin 

Botanischer Name: Rosmarinus officinalis (inzwischen oft zu *Salvia rosmarinus* gestellt) 

Gattung: Rosmarinus (bzw. Salvia) 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Rosmarin, Echter Rosmarin, Meerkraut 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3-5 Unterarten bzw. Varietäten, je nach taxonomischer Auffassung 


Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Kräuter 

Klimazone: Mediterrane bis gemäßigte Zone (in Mitteleuropa meist frostempfindlich, Kübelpflanze) 

Erntezeitraum: Ganzjährig, Hauptsaison Frühjahr bis Herbst 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittelzehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Empfindlich gegenüber Frost und Staunässe; benötigt gut durchlässigen, kalkhaltigen Boden und viel Sonne 

Bemerkung: Immergrüner Halbstrauch mit stark aromatischem Duft, sehr langlebig 

Bester Fundort in der Natur: Mediterrane Küstenregionen, sonnige, trockene Standorte auf kalkhaltigem Boden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Salbei, Thymian und Lavendel; fördern gegenseitig Schädlingsabwehr und Wachstum 


Blütenbeschreibung: Kleine, hellblaue bis violette Lippenblüten, in Ähren angeordnet 

Blattbeschreibung: Nadelartige, ledrige, dunkelgrüne Blätter mit silbrigem Unterton, aromatisch 

Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter, verzweigter Halbstrauch, bis 1,5 m hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, selten zur Vermehrung genutzt (vegetative Vermehrung bevorzugt) 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Stark aromatisch, harzig-würzig 

Geschmack der Pflanze: Würzig, leicht bitter, harzig 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart bis ca. -10 °C (je nach Sorte) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf viele Schädlinge wie Blattläuse und Mücken 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14–28 Tage (oft schwierig) 

Keimtemperatur: 20–25 °C 

Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 24 Stunden in Wasser einweichen; frische Samen verwenden 

Keimfähigkeit in Jahren: 1–2 Jahre 


Aussaatzeitraum: Februar bis April (im Haus) 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 40–50 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 50–60 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten, Kübel 

Idealer Boden: Locker, durchlässig, kalkhaltig, nährstoffarm bis mäßig 

pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5 

Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Sparsam 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger in kleinen Mengen 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (Rosmarinöl mit Cineol, Kampfer, Kampfer), Flavonoide, Bitterstoffe 

Anwendungsbereiche: Durchblutungsfördernd, antioxidativ, entzündungshemmend, konzentrationsfördernd 

Verabreichung: Essen, Tee, Tinkturen, ätherisches Öl (verdünnt), Badezusatz 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blätter, Blüten 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Lippenblütler, aber durch Geruch gut unterscheidbar 


Verwendung in der Küche: Würzen von Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Saucen, Eintöpfen 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig und luftig 

Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht 

Das beste Rezept: Rosmarinkartoffeln 

Die beste Speise: Lamm mit Rosmarin 

Das beste Getränk: Rosmarintee oder Rosmarin-Infused Water 

Die beste Beilage: Ofenkartoffeln mit Rosmarin 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Echter Rosmarin – *Rosmarinus officinalis* var. *officinalis* 

2.     Rosmarin 'Prostratus' (kriechend) – *Rosmarinus officinalis* var. *prostratus* 

3.     Rosmarin 'Tuscan Blue' – *Rosmarinus officinalis* var. *tuscanus* 

4.     Rosmarin 'Arp' – *Rosmarinus officinalis* var. *arp* 

5.     Rosmarin 'Hill Hardy' – *Rosmarinus officinalis* var. *hill hardy* 

6.     Rosmarin 'Blue Spires' – *Rosmarinus officinalis* var. *blue spires* 

7.     Rosmarin 'Salem' – *Rosmarinus officinalis* var. *salem* 

8.     Rosmarin 'Benenden Blue' – *Rosmarinus officinalis* var. *benenden blue* 

9.     Rosmarin 'Golden Rain' – *Rosmarinus officinalis* var. *aureus* 

10. Rosmarin 'Majorica Pink' – *Rosmarinus officinalis* var. *majorica pink* 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Echter Rosmarin (*Rosmarinus officinalis* var. *officinalis*) 

-      Rosmarin 'Prostratus' (kriechend) 

-      Rosmarin 'Tuscan Blue' 


Drei selten vorkommende Unterarten: 

-      Rosmarin 'Golden Rain' 

-      Rosmarin 'Majorica Pink' 

-      Rosmarin 'Salem' 


Guter Nachbar: Thymian, Salbei, Lavendel, Oregano (gemeinsame Schädlingsabwehr) 

Schlechter Nachbar: Basilikum (kann gegenseitig Wachstum hemmen) 

Beste Mischkulturen: Rosmarin mit Thymian, Salbei, Lavendel, Oregano 


Quellennachweis: 

-      "Rosmarinus officinalis" in Flora Europaea 

-      Universität Hohenheim: Rosmarin Anbau und Pflege 

-      Kräuterlexikon Stiftung Warentest 

-      Diverse botanische Fachquellen und Gartenratgeber