Der Safran-Krokus ist der echte Lieferant des Safrans, der durch Trocknen und Mahlen der großen roten Narben gewonnen wird. In früheren Jahrhunderten hatte diese in Südeuropa und in England kultivierte Pflanze sehr große Bedeutung für die Herstellung von Arzneimitteln, Kosmetika und als Farb- und Gewürzstoff für Nahrungsmittel. In der heutigen Zeit sind die Verwendungsmöglichkeiten sehr gering geworden, doch in Spanien gibt es noch immer größere Kulturen. Diese schöne Krokusart wird 8 cm hoch, besitzt hell- bis kräftigblauviolette Blüten mit dunklen Venen und dunkelrotem Schlund. 

Jahrhunderte lange Kultur- und Verbesserungsarbeiten haben dazu geführt, dass die roten Narben in der Blüte übergroßes Format angenommen haben, so dass sie aus der Knospe und aus der Blüte herausragen. Zur gleichen Zeit wie die Blüte erscheinen auch die schmalen Blätter im September bis Oktober. Die Knollen sollte man nach einigen Jahren neu versetzen. Bei Trockenheit verlangen sie reichliche Bewässerung.

Die Ernte der Safranfäden ist eine mühevolle, zeitaufwendige Arbeit. Es sind 150.000 Blüten notwendig, um 1kg Safran zu erzeugen. Die zarten Blüten werden, am besten morgens, vorsichtig gepflückt. Sie müssen sofort weiterverarbeitet werden, damit die Safranfäden nicht ihren Geschmack verlieren. Die Blütennarben, also die roten Safranfäden, löst man vorsichtig aus der Blüte heraus. Die frischen Safranfäden kann man durch Rösten haltbar machen.


Name (Deutsch): Safrankrokus 

Botanischer Name: Crocus sativus 

Gattung: Crocus 

Pflanzenfamilie: Schwertliliengewächse (Iridaceae) 

Name im Volksmund: Safran, Echter Safrankrokus 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine anerkannten Unterarten; Crocus sativus ist eine kultivierte Art, vermutlich aus Crocus cartwrightianus entstanden 


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Zwiebelgewächs, Gewürzpflanze, Zierpflanze 

Klimazone: Mediterrane bis gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Herbst (September bis Oktober, Blütezeit) 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Sehr arbeitsintensive Ernte (Stempelfäden von Hand sammeln), empfindlich gegen Staunässe 

Bemerkung: Sterile Pflanze, wird vegetativ über Tochterzwiebeln vermehrt 

Bester Fundort in der Natur: Kultiviert, keine wildwachsenden Bestände in Europa 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit mediterranen Kräutern und Blumen, keine Konkurrenz um Wasser 


Blütenbeschreibung: Große, purpurviolette Blüten mit drei auffälligen roten Narben (Stempelfäden) 

Blattbeschreibung: Schmale, grasartige, dunkelgrüne Blätter mit silbrigem Mittelstreifen 

Stamm-/Stielbeschreibung: Kurz, unterirdische Zwiebel als Speicherorgan 

Samenbeschreibung: Samen selten genutzt, da Pflanze steril; Vermehrung über Tochterzwiebeln 

Art der Wurzler: Zwiebelgewächs mit flachen Wurzeln 


Geruch der Pflanze: Mild, blumig 

Geschmack der Pflanze: Aromatisch, bitter-süßlich (Safran) 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig (Zwiebelpflanze) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Empfindlich gegen Pilzkrankheiten, gute Belüftung und trockene Böden wichtig 


Keimer Art: Lichtkeimer (für Samen, selten genutzt) 

Keimdauer: 2 bis 4 Wochen (bei Samen) 

Keimtemperatur: 15 bis 20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: Samen selten genutzt, daher wenig bekannt 


Aussaatzeitraum: Herbst (für Samen), Zwiebeln im Spätsommer pflanzen 

Aussaat Tiefe: 8 bis 12 cm (Zwiebeln) 

Abstand in der Reihe: 10 bis 15 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 10 bis 15 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1 Zwiebel pro Pflanzloch 


Bevorzugte Beet Art: Lockeres, gut drainiertes Beet 

Idealer Boden: Leicht sandig, kalkhaltig, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0 bis 8,0 (neutral bis alkalisch) 

Gießverhalten: Sparsam, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Gering bis mittel 

Empfohlener Dünger: Organischer Dünger, Kompost im Frühjahr 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Gewürzpflanze, Zierpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Safranal, Crocin, Picrocrocin 

Anwendungsbereiche: Stimmungsaufheller, Verdauungsförderung, Antioxidans, Entzündungshemmend 

Verabreichung: Trinken (Tee), Essen (Gewürz), Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Stempelfäden (Narben) 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Crocus-Arten, die aber meist keine roten Stempelfäden haben 


Verwendung in der Küche: Gewürz für Reisgerichte, Süßspeisen, Saucen 

Beste Haltbarmachung: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht 

Lagerung der Pflanze: Getrocknete Stempelfäden in dunklen Behältern 

Das beste Rezept: Safranrisotto 

Die beste Speise: Paella, Safranrisotto 

Das beste Getränk: Safrantee 

Die beste Beilage: Fisch- und Geflügelgerichte 


10 Unterarten/Arten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1. Safrankrokus – Crocus sativus 

2. Wildkrokus – Crocus vernus 

3. Herbstkrokus – Colchicum autumnale (kein echter Krokus, aber oft verwechselt) 

4. Frühlings-Krokus – Crocus flavus 

5. Elfenkrokus – Crocus tommasinianus 

6. Spätblühender Krokus – Crocus speciosus 

7. Schneekrokus – Crocus chrysanthus 

8. Goldkrokus – Crocus aureus 

9. Zwergkrokus – Crocus minimus 

10. Italienischer Krokus – Crocus neapolitanus 


Drei häufig vorkommende Arten davon: 

-      Crocus sativus (Safrankrokus) 

-      Crocus vernus (Wildkrokus) 

-      Crocus tommasinianus (Elfenkrokus) 


Drei seltenst vorkommende Arten davon: 

-      Crocus minimus (Zwergkrokus) 

-      Crocus neapolitanus (Italienischer Krokus) 

-      Crocus aureus (Goldkrokus) 


Guter Nachbar: Mediterrane Kräuter, Narzissen, Tulpen 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten werfen 

Beste Mischkulturen: Frühjahrsblüher und trockenheitsverträgliche Kräuter 


Quellennachweis: 

  • -      Wikipedia: Crocus sativus 
  • -      pflanzen-der-welt.de 
  • -      krautundrueben.de 
  • -      heilpflanzen-welt.de 
  • -      gartenjournal.net