Das Acker-Schmalwand ist eine weit verbreitete, robuste Wildpflanze, die vor allem auf Wiesen, Weiden und Ruderalflächen vorkommt. Sie ist bekannt für ihre schmalen, lanzettlichen Blätter und ihre heilpflanzlichen Eigenschaften.
Name (Deutsch): Acker-Schmalwand
Botanischer Name: Plantago lanceolata
Gattung: Plantago
Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Name im Volksmund: Spitzwegerich, Schmalblättriger Wegerich
Wie viele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3 Unterarten (variieren regional)
Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich als Heilpflanze kultiviert
Kulturart: Wiesenpflanze / Wildkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Mai bis September
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Robust, anspruchslos, jedoch keine intensive Düngung nötig
Bemerkung: Mehrjährig, sehr widerstandsfähig, wichtige Futterpflanze für Insekten
Bester Fundort in der Natur: Wiesen, Weiden, Wegränder, Ruderalflächen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Gräsern und Kräutern, fördert Biodiversität
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Blütenbeschreibung: Kleine, grünlich-weiße Blüten in dichten, aufrechten Ähren
Blattbeschreibung: Schmale, lanzettliche Blätter mit deutlicher Mittelrippe, leicht behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Blütenschaft aufrecht, kahl, bis 30 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, länglich, glatt
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach, leicht erdig
Geschmack der Pflanze: Mild, leicht herb
Lebenszeitspanne: Mehrjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 10–20 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–4 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling bis Herbst
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 15–20 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Wildkrautflächen
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, mäßig trocken bis feucht
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,5
Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Gering bis mittel
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildkraut, Heilpflanze, Wiesenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Iridoidglycoside (Aucubin), Schleimstoffe, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Entzündungen, Wundheilung, Atemwegserkrankungen
Verabreichung: Trinken (Tee), Umschläge, Cremes
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Junge Blätter und Blüten
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Breitwegerich (Plantago major), der breitere Blätter hat
Verwendung in der Küche: Junge Blätter als Salat oder gekocht, Tee aus Blättern und Blüten
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig
Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht
Das beste Rezept: Spitzwegerich-Tee zur Erkältungszeit
Die beste Speise: Salat mit jungen Spitzwegerich Blättern
Das beste Getränk: Spitzwegerich-Tee
Die beste Beilage: Kräuterquark mit Spitzwegerich
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Acker-Schmalwand – Plantago lanceolata subsp. lanceolata
2. Berg-Schmalwand – Plantago lanceolata subsp. montana
3. Küsten-Schmalwand – Plantago lanceolata subsp. maritima
4. Plantago lanceolata subsp. hispanica
5. Plantago lanceolata subsp. anglica
6. Plantago lanceolata subsp. caucasica
7. Plantago lanceolata subsp. balearica
8. Plantago lanceolata subsp. glandulosa
9. Plantago lanceolata subsp. saxatilis
10. Plantago lanceolata subsp. villosa
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Plantago lanceolata subsp. lanceolata
- Plantago lanceolata subsp. montana
- Plantago lanceolata subsp. maritima
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Plantago lanceolata subsp. balearica
- Plantago lanceolata subsp. glandulosa
- Plantago lanceolata subsp. villosa
Guter Nachbar: Kräuter wie Kamille, Salbei, Thymian
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten spenden
Beste Mischkulturen: Kräutermischungen und Wildblumenwiesen
Quellennachweis:
- Floraweb (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
- BiolFlor – Datenbank zur biologisch-ökologischen Charakterisierung der Gefäßpflanzen Deutschlands
- PFAF (Plants For A Future) Datenbank
- Diverse pflanzenheilkundliche Fachliteratur