Das Barbarakraut, auch Winterkresse genannt, ist eine robuste Wildpflanze mit würzigem Geschmack, die in Europa heimisch ist und sowohl als Wildkraut als auch in der Küche Verwendung findet.


Name (Deutsch): Barbarakraut, Winterkresse 

Botanischer Name: Barbarea vulgaris 

Gattung: Barbarea 

Pflanzenfamilie: Kreuzblütler (Brassicaceae) 

Name im Volksmund: Barbarakresse, Winterkresse, Rauhe Kresse 

Wie viele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3–5 Unterarten, je nach Quelle 


Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich Kulturpflanze 

Kulturart: Wildpflanze, Wiesenpflanze, Würzkraut 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Frühling bis Herbst 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Verträgt kühle Temperaturen gut, wächst bevorzugt an feuchten, nährstoffreichen Standorten 

Bemerkung: Mehrjährig, überwintert gut, bildet dichte Bestände 

Bester Fundort in der Natur: Uferbereiche, feuchte Wiesen, Ruderalflächen 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Wildkräutern und Gemüsearten; kann Schädlinge abschrecken 


Blütenbeschreibung: Kleine, gelbe, vierzählige Kreuzblüten, in dichten Trauben 

Blattbeschreibung: Gefiedert, rau behaart, würzig im Geschmack 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, leicht behaarter Stängel, 30–80 cm hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche, braune Samen in Schoten 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Würzig, leicht senfig 

Geschmack der Pflanze: Würzig, scharf, senfartig 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Abwehr durch Senföle, fördert Nützlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühjahr bis Sommer 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 15–20 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Wildkrautbeet, naturnaher Garten 

Idealer Boden: Feucht, nährstoffreich, humos 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Regelmäßig, feucht halten 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Mäßig, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Würzkraut, Wildpflanze, Wiesenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Senföle (Glucosinolate), Flavonoide, Vitamin C 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, antiseptisch, entzündungshemmend 

Verabreichung: Essen, Tee, Umschläge 


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Junge Blätter und Triebe, Blüten 

Giftig: Nein  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Kreuzblütler, z.B. Gartenkresse (Capsella), die jedoch milder sind 


Verwendung in der Küche: Salate, Suppen, Würzkraut, als Senfersatz 

Beste Haltbarmachung: Frisch oder getrocknet 

Lagerung der Pflanze: Kühl und dunkel 

Das beste Rezept: Barbarakresse-Salat mit Nüssen und Zitrone 

Die beste Speise: Frischer Wildkräutersalat 

Das beste Getränk: Kräutertee aus Barbarakraut 

Die beste Beilage: Zu deftigen Fleischgerichten 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Barbarea vulgaris subsp. vulgaris 

2.     Barbarea vulgaris subsp. arcuata 

3.     Barbarea vulgaris subsp. stricta 

4.     Barbarea intermedia 

5.     Barbarea orthoceras 

6.     Barbarea rupicola 

7.     Barbarea verna 

8.     Barbarea leptophylla 

9.     Barbarea lyrata 

10. Barbarea praecox 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Barbarea vulgaris subsp. vulgaris 

-      Barbarea vulgaris subsp. arcuata 

-      Barbarea verna 


Drei seltenste Unterarten: 

-      Barbarea rupicola 

-      Barbarea leptophylla 

-      Barbarea praecox 


Guter Nachbar: Salat, Spinat, andere Wildkräuter 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe entziehen 

Beste Mischkulturen: Kräuter, Wildpflanzen, Gemüse mit ähnlichen Standortansprüchen 


Quellennachweis: 

-      Mein schöner Garten 

-      FloraWeb (BfN) 

-      Heilpflanzenlexikon 

-      Wikipedia 

-      Pflanzen-lexikon.com