Die Arnika ist eine bekannte Heilpflanze mit leuchtend gelben Blüten, die vor allem in Bergwiesen und lichten Wäldern Europas wächst. Sie wird traditionell in der Naturheilkunde genutzt und ist ökologisch bedeutend für naturnahe Lebensräume.
Name (Deutsch): Arnika
Botanischer Name: Arnica montana
Gattung: Arnica
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Name im Volksmund: Bergwohlverleih, Bergblume, Wundkraut
Wie viele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2–3 Unterarten (je nach Quelle)
Anbauordnung: Wildpflanze, Heilpflanze, gelegentlich Kulturpflanze
Kulturart: Wiesenpflanze, Heilpflanze
Klimazone: Gemäßigte bis subalpine Zone
Erntezeitraum: Juni bis August (Blütezeit)
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Empfindlich gegenüber Überdüngung und Bodenverdichtung; streng geschützt in vielen Regionen
Bemerkung: Mehrjährige Pflanze mit kräftigem Rhizom; wächst bevorzugt auf nährstoffarmen, sauren Böden
Bester Fundort in der Natur: Bergwiesen, lichte Nadelwälder, Moor- und Heidegebiete
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Heidekraut, Glockenblumen, Enzian; keine negativen Effekte bekannt
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Blütenbeschreibung: Große, leuchtend gelbe, korbförmige Blütenköpfe mit Zungen- und Röhrenblüten
Blattbeschreibung: Oval bis lanzettlich, behaart, gegenständig oder wechselständig
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, behaarter Stängel, meist 20–60 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, behaarte Samen mit Pappus (Flughaaren)
Art der Wurzler: Rhizom- und flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Würzig, leicht balsamisch
Geschmack der Pflanze: Bitter, aromatisch
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Feinde, keine spezielle Bekämpfung notwendig
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 10–30 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung, frische Samen keimen besser
Keimfähigkeit in Jahren: 1–2 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling bis Frühsommer
Aussaat Tiefe: Sehr flach, nur leicht mit Erde bedeckt
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Naturgarten, Heilpflanzengarten, naturnahe Wiesen
Idealer Boden: Nährstoffarm, sandig bis lehmig, sauer bis neutral
pH-Wert des Bodens: 4,5–6,5
Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Nicht empfohlen, da nährstoffarm bevorzugt
Empfohlener Dünger: Nicht düngen oder nur sehr sparsam mit organischem Material
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Heilpflanze, Wiesenpflanze, Wildpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Sesquiterpenlactone (Helenalin), Flavonoide, ätherische Öle
Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, schmerzlindernd, bei Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen
Verabreichung: Umschläge, Salben, Tinkturen, äußerlich; innerlich nur unter ärztlicher Aufsicht
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Ja (bei innerlicher Einnahme in größeren Mengen)
Welche giftigen Teile: Ganze Pflanze, besonders Blüten und Blätter
Verwechslungsgefahr mit: Gelbem Sonnenhut (Rudbeckia), anderen gelben Korbblütlern, die weniger giftig sind
Verwendung in der Küche: Nicht geeignet
Beste Haltbarmachung: Getrocknet in lichtgeschützter Verpackung
Lagerung der Pflanze: Kühl, trocken, dunkel
Das beste Rezept: Nicht für Speisen geeignet
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Arnica montana subsp. montana
2. Arnica montana subsp. atlantica
3. Arnica montana subsp. alpina (selten)
4. Arnica montana subsp. cernua
5. Arnica montana subsp. tomentosa
(weitere Unterarten sind selten und regional unterschiedlich)
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Arnica montana subsp. montana
- Arnica montana subsp. atlantica
- Arnica montana subsp. cernua
Drei seltenste Unterarten:
- Arnica montana subsp. alpina
- Arnica montana subsp. tomentosa
- Weitere seltene regionale Varietäten
Guter Nachbar: Heidekraut, Glockenblume, Enzian, andere kalkarme Standortpflanzen
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe entziehen
Beste Mischkulturen: Naturgarten mit kalkarmen, nährstoffarmen Pflanzen
Quellennachweis:
- Bundesamt für Naturschutz (BfN)
- Mein schöner Garten
- Heilpflanzenlexikon
- FloraWeb (BfN)
- Wikipedia