Das behaarte Schaumkraut ist eine kleine, zarte Wildpflanze, die häufig in Gärten, auf Wiesen und an Ruderalstellen wächst. Sie ist für ihren würzigen Geschmack bekannt und wird gerne als Wildgemüse genutzt.
Name (Deutsch): Behaartes Schaumkraut
Botanischer Name: Behaartes Schaumkraut
Gattung: Cardamine
Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Name im Volksmund: Haariges Schaumkraut, Garten-Schaumkraut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten
Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich als Kulturpflanze in Wildkräutergärten
Kulturart: Wildkraut / Wiesenpflanze
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: März bis Mai
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Schnellwachsend, kann sich stark aussäen und als Unkraut erscheinen
Bemerkung: Einjährig bis zweijährig, bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden
Bester Fundort in der Natur: Gärten, Felder, Wege, Ruderalstellen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Gemüse, fördert Biodiversität
Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis blassrosa vierzählige Blüten in lockeren Trauben
Blattbeschreibung: Gefiederte, tief eingeschnittene Blätter, behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Dünne, behaarte Stängel, bis 30 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, längliche Schoten mit zahlreichen winzigen Samen
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Würzig, senfartig
Geschmack der Pflanze: Würzig-scharf, senfartig
Lebenszeitspanne: Einjährig bis zweijährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge durch Blütenangebot, kann als Gründüngung dienen
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 5–10 Tage
Keimtemperatur: 10–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (März bis April)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 10–15 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 15–20 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Lockerer, feuchter Gartenboden
Idealer Boden: Nährstoffreich, feucht, humos
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig
Düngereinsatz: Gering, meist nicht erforderlich
Empfohlener Dünger: Kompost bei Bedarf
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildkraut, Würzkraut, Wiesenpflanze, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Senfölglykoside, Vitamin C, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, entzündungshemmend, schleimlösend
Verabreichung: Essen, Umschläge, Tee
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Blätter, junge Triebe, Blüten
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Cardamine-Arten, z.B. Acker-Schaumkraut (Cardamine flexuosa)
Verwendung in der Küche: Salate, Wildkräuterquiche, Suppen, als Würzkraut
Beste Haltbarmachung: Frisch verwenden, kurz blanchieren und einfrieren möglich
Lagerung der Pflanze: Kühl und feucht
Das beste Rezept: Wildkräutersalat mit Schaumkraut
Die beste Speise: Frischer Wildkräutersalat oder Kräuterquiche
Das beste Getränk: Kräutertee mit Schaumkraut
Die beste Beilage: Frisches Brot, leichte Gemüsegerichte
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
· Keine offiziell anerkannten Unterarten bekannt
Drei häufig vorkommende Unterarten:
· Nicht definiert
Drei seltenste Unterarten:
· Nicht definiert
Guter Nachbar: Salat, Radieschen, Spinat, Kräuter
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen wie Kohl
Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Salat und Wurzelgemüse zur Schädlingsabwehr
Quellennachweis:
- FloraWeb (Bundesamt für Naturschutz)
- Pflanzenlexikon von Botanik im Bild
- Wildkräuter-Ratgeber
- Fachliteratur zur Wildkräuterküche
- Wikipedia: Cardamine hirsuta