Das Bergbohnenkraut ist ein aromatisches, mehrjähriges Kraut, das in der Küche und traditionellen Medizin geschätzt wird. Es wächst bevorzugt an sonnigen, trockenen Standorten und ist eine robuste Pflanze mit intensivem Duft.


Name (Deutsch): Bergbohnenkraut 

Botanischer Name: Satureja montana 

Gattung: Satureja 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Berg-Bohnenkraut, Winter-Bohnenkraut, Sommer-Bohnenkraut (je nach Art) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2-3 Unterarten, darunter Satureja montana subsp. montana und subsp. variegata 


Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze 

Kulturart: Kräuterpflanze / Wildkraut 

Klimazone: Gemäßigte bis mediterrane Zone 

Erntezeitraum: Juni bis September 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Empfindlich gegen Staunässe, benötigt gut drainierten Boden 

Bemerkung: Mehrjährig, verholzender Halbstrauch, aromatisch 

Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, felsige Hänge, mediterrane Gebiete 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Fördert Schädlingsabwehr, verbessert Geschmack benachbarter Pflanzen 


Blütenbeschreibung: Kleine, zweilippige, meist weiße bis rosa Blüten in endständigen Scheinquirlen 

Blattbeschreibung: Kleine, lanzettliche bis elliptische Blätter, dunkelgrün, aromatisch 

Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzende, verzweigte Stängel, grau-grün 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, länglich 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Intensiv würzig, pfeffrig 

Geschmack der Pflanze: Würzig, pfeffrig, leicht bitter 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Unterstützt Nützlinge, wirkt abschreckend auf Blattläuse und andere Schädlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–20 Tage 

Keimtemperatur: 18–22 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten, gut drainierter Boden 

Idealer Boden: Kalkhaltig, sandig-lehmig, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5 

Gießverhalten: Mäßig trocken, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Gering, gelegentlich organischer Dünger 

Empfohlener Dünger: Kompost oder Kräuterdünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Küchen- und Heilkräuter, Wildkraut 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (Carvacrol, Thymol), Flavonoide, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, krampflösend, antibakteriell 

Verabreichung: Trinken (Tee), essen, cremen, Umschläge, Tinkturen


Essbar: Ja  

Welche essbaren Teile: Blätter, Blüten 

Giftig: Nein  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Anderen Satureja-Arten, Thymian (ähnlicher Geruch) 


Verwendung in der Küche: Würzkraut für Bohnen, Fleischgerichte, Suppen, Eintöpfe 

Beste Haltbarmachung: Trocknen, luftdicht lagern 

Lagerung der Pflanze: Kühl, trocken, dunkel 

Das beste Rezept: Bohnen mit Bergbohnenkraut und Speck 

Die beste Speise: Eintöpfe und Bohnengerichte 

Das beste Getränk: Bergbohnenkraut-Tee 

Die beste Beilage: Kartoffeln, Hülsenfrüchte 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Bergbohnenkraut – Satureja montana subsp. montana 

2.     Geflecktes Bergbohnenkraut – Satureja montana subsp. variegata 

3.     Satureja montana subsp. pisidica (selten) 

4.     Satureja montana subsp. balcanica (selten) 

5.     Satureja montana subsp. gussonei (selten) 

6.     Satureja montana subsp. illyrica (selten) 

7.     Satureja montana subsp. macedonica (selten) 

8.     Satureja montana subsp. nebrodensis (selten) 

9.     Satureja montana subsp. saturejoides (selten) 

10. Satureja montana subsp. taurica (selten) 


Drei häufig vorkommende Unterarten:

·         subsp. Montana

·         subsp. Variegata

·         subsp. pisidica 


Drei seltenste Unterarten:

·         subsp. Nebrodensis

·         subsp. Macedonica

·         subsp. illyrica 


Guter Nachbar: Bohnen, Erbsen, Kohl, Tomaten 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, empfindliche Kräuter 

Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Hülsenfrüchten und Starkzehrern zur Schädlingsabwehr 


Quellennachweis: 

-      Flora Europaea 

-      Kräuterlexikon von Botanik im Bild 

-      PFAU-Verlag: Heilpflanzen der Welt 

-      Fachliteratur zur Kräuterkunde 

-      Wikipedia: Satureja montana