Die Hagebutte ist eine äußerst nahrhafte und vielseitige Pflanze, die sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten bietet. Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt, zusammen mit ihren entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften, macht sie zu einem wertvollen Nahrungsmittel für die Gesundheit.
Ob als Tee, in Marmeladen oder als Öl in der Hautpflege, die Hagebutte bietet eine breite Palette von Vorteilen. Sie ist nicht nur schmackhaft, sondern auch einfach zu ernten und zuzubereiten, was sie zu einer idealen Ergänzung für jede Küche und Hausapotheke macht.
Insgesamt stellt die Hagebutte eine wunderbare Möglichkeit dar, die Gesundheit zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Name (Deutsch): Hagebutte, Hundsrose
Botanischer Name: Rosa canina
Gattung: Rosa
Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)
Name im Volksmund: Hagebutte, Hundsrose, Wildrose
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 7-10 Unterarten und Varietäten, je nach regionaler Flora
Anbauordnung: Kulturpflanze (Wildpflanze, Zierpflanze)
Kulturart: Gehölz / Wildpflanze
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: September bis November
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Anspruchslos, bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte; sehr widerstandsfähig
Bemerkung: Häufige Wildrose mit essbaren Früchten, wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Insekten
Bester Fundort in der Natur: Hecken, Waldränder, Wegränder, trockene Standorte
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Fördert Biodiversität, gute Nachbarn sind Wildkräuter und andere Wildgehölze
Was sind die besten Mischkulturen: Wildkräuter, Beerensträucher, Gehölze
Blütenbeschreibung: Helle, rosa bis weiße, fünfzählige Blüten mit angenehmem Duft
Blattbeschreibung: Gefiederte Blätter mit 5-7 länglichen, gezähnten Blättchen, grün
Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter, dorniger Stamm und Zweige
Samenbeschreibung: Kleine, harte Samen in den Hagebuttenfrüchten
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
Geruch der Pflanze: Blumig, leicht süßlich
Geschmack der Pflanze: Fruchtig, herb-säuerlich (Hagebutten)
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Bietet Lebensraum für Nützlinge, natürliche Schädlingsabwehr durch Dornigkeit
Keimer Art: Lichtkeimer mit Kältekeimung (Stratifizierung nötig)
Keimdauer: 60–90 Tage (nach Kälteeinwirkung)
Keimtemperatur: 5–10 °C (für Stratifikation), danach 15–20 °C
Keimvorbereitung: Kältebehandlung (Stratifizierung) über 8–12 Wochen empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Herbst (mit Stratifikation) oder Frühjahr nach Kältebehandlung
Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm
Abstand in der Reihe: 50–70 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 70–100 cm
Samen pro Pflanzloch: 2–3
Bevorzugte Beet Art: Wildgehölz, Heckenpflanzung, naturnahe Gärten
Idealer Boden: Sandig-lehmig, gut durchlässig, nährstoffreich
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Mäßig, trockenheitsverträglich
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Gering, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildfrucht, Heilpflanze, Zierpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Vitamin C, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle
Anwendungsbereiche: Immunstärkend, entzündungshemmend, bei Erkältungen, Hautproblemen
Verabreichung: Trinken (Tee), essen, cremen, Umschläge, Tinkturen
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Hagebuttenfrüchte, Blüten (selten)
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Wildrosenarten, die jedoch meist ähnliche Früchte tragen
Verwendung in der Küche: Herstellung von Hagebuttentee, Marmeladen, Gelees, Sirupen und Saucen
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, dunkel und luftig
Lagerung der Pflanze: Trocken, kühl, lichtgeschützt
Das beste Rezept: Hagebuttenmarmelade
Die beste Speise: Hagebuttenmarmelade oder -kompott
Das beste Getränk: Hagebuttentee
Die beste Beilage: Leichte Süßspeisen und Frühstück
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Hagebutte – *Rosa canina*
2. Hundsrose – *Rosa canina* var. *canina*
3. Scharlachrose – *Rosa gallica*
4. Heckenrose – *Rosa corymbifera*
5. Kartoffelrose – *Rosa rugosa*
6. Apfelrose – *Rosa villosa*
7. Moschusrose – *Rosa moschata*
8. Ackerrose – *Rosa arvensis*
9. Moosrose – *Rosa centifolia*
10. Weinrose – *Rosa rubiginosa*
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- - Hagebutte (*Rosa canina*)
- - Scharlachrose (*Rosa gallica*)
- - Heckenrose (*Rosa corymbifera*)
Drei selten vorkommende Unterarten:
- - Moschusrose (*Rosa moschata*)
- - Weinrose (*Rosa rubiginosa*)
- - Apfelrose (*Rosa villosa*)
Guter Nachbar: Beerensträucher, Wildkräuter, andere Wildgehölze
Schlechter Nachbar: Starkwüchsige Gehölze, die Hagebutte überwuchern könnten
Was sind die besten Mischkulturen: Wildgehölze, Beerensträucher, Kräuter zur Förderung der Biodiversität
Quellennachweis:
- - „Pflanzenportrait: Hagebutte“ – Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
- - „Wildpflanzen und Heilkräuter“ – Ulmer Verlag
- - „Flora Europaea“ – Royal Botanic Gardens, Kew
- - Diverse Garten- und Kräuterführer