Hänge-Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Hänge-Rosmarin ist eine aromatische, vielseitige Pflanze, die mit ihrem duftenden Laub und den dekorativen herabhängenden Trieben sowohl in der Küche als auch im Garten Freude bereitet. 🌿✨

Hänge-Rosmarin ist eine attraktive, aromatische Kräuterpflanze, die oft als Zier- und Küchenkraut kultiviert wird


Name (Deutsch): Hänge-Rosmarin 

Botanischer Name: Rosmarinus officinalis 

Gattung:

·         Rosmarinus (wird inzwischen oft in Salvia eingeordnet, Salvia rosmarinus) 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Rosmarin, Echter Rosmarin, Hänge-Rosmarin 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa:

·         Ca. 3-5 Unterarten bzw. Varietäten, je nach taxonomischer Auffassung 


Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Kräuter / Gehölz 

Klimazone:

-      Mediterrane bis gemäßigte Zone (Winterschutz empfohlen in kälteren Regionen) 

Erntezeitraum: Ganzjährig, Hauptsaison Frühling bis Herbst 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Verträgt keine Staunässe, benötigt gut durchlässigen Boden und viel Sonne; frostempfindlich, Winterschutz in kalten Regionen 

Bemerkung:

-      Hänge-Rosmarin zeichnet sich durch herabhängende Triebe aus, ideal für Ampeln und Kübelkultur 

Bester Fundort in der Natur: Mittelmeerraum, steinige, trockene Böden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit Lavendel, Thymian, Salbei; vertreibt Schädlinge durch ätherische Öle 


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, blaue bis violette Lippenblüten, oft im Frühling und Sommer 

Blattbeschreibung: Nadelförmig, dunkelgrün, lederartig, aromatisch 

Stamm-/Stielbeschreibung: Holzige, verzweigte Stängel, leicht verholzt 

Samenbeschreibung:

-      Kleine, braune Samen in vierteiligen Klausenfrüchten 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd, ausladendes Wurzelsystem 


Geruch der Pflanze: Intensiv aromatisch, kampferartig bis harzig 

Geschmack der Pflanze: Würzig, herb, leicht bitter 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, mehrjähriger Halbstrauch 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf Blattläuse, Weiße Fliegen 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14-21 Tage 

Keimtemperatur: 20-25 °C optimal 

Keimvorbereitung:

-      Keine spezielle Vorbereitung nötig, Saatgut frisch verwenden 

Keimfähigkeit in Jahren: 1-2 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 30-40 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40-50 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Kübel, Ampel 

Idealer Boden: Trocken, sandig, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 


Gießverhalten: Mäßig, trockenheitsverträglich, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Gering, gelegentlich organisch 

Empfohlener Dünger: Kompost, Kräuterdünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Würzkraut / Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe:

-      Ätherische Öle (Rosmarinol, Cineol, Kampfer), Flavonoide, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche:

-      Verdauungsfördernd, durchblutungsfördernd, antioxidativ, konzentrationsfördernd 

Verabreichung:

-      Trinken (Tee), essen (Gewürz), cremen (ätherisches Öl), Umschläge 


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Blätter und junge Triebe 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Anderen Lippenblütlern wie Salbei oder Thymian, aber gering 


Verwendung in der Küche:

-      Würzkraut für Fleisch, Fisch, Gemüse, Backwaren, Marinaden 

Beste Haltbarmachung: Trocknen, Einfrieren, Öl ansetzen 

Lagerung der Pflanze: Trocken, dunkel, luftdicht 


Das beste Rezept: Rosmarin-Kartoffeln 

Die beste Speise: Gegrilltes mit Rosmarin 

Das beste Getränk: Rosmarin-Tee 

Die beste Beilage: Mediterranes Gemüse 


10 Unterarten/Varietäten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

-      Rosmarinus officinalis var. prostratus (kriechender Rosmarin) 

-      Rosmarinus officinalis var. officinalis (aufrechter Rosmarin) 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Hanging Rope' (Hänge-Rosmarin) 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Tuscan Blue' 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Arp' 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Blue Spires' 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Salem' 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Miss Jessopp’s Upright' 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Hill Hardy' 

-      Rosmarinus officinalis var. 'Corsican Blue' 


Drei häufig vorkommende Varietäten: 

-      var. officinalis 

-      var. prostratus 

-      var. 'Hanging Rope' 


Drei seltene Varietäten: 

-      var. 'Salem' 

-      var. 'Hill Hardy' 

-      var. 'Corsican Blue' 


Guter Nachbar: Lavendel, Thymian, Salbei, Bohnen 

Schlechter Nachbar:

-      Basilikum (kann durch unterschiedliche Wasserbedürfnisse stören) 

Beste Mischkulturen:

-      Kräutergärten mit mediterranen Pflanzen, Mischkultur mit Bohnen und Tomaten 


Quellennachweis: 

-      Flora Europaea 

-      Deutsche Gesellschaft für Gartenbauwissenschaft 

-      Fachliteratur Kräuteranbau 

-      Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) 

-      Saatgutkataloge und Sortenbeschreibungen