Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris)
Das Hirtentäschelkraut ist eine weit verbreitete Wildpflanze, die sowohl in der Natur als auch in Gärten vorkommt. Es wird traditionell als Heilpflanze genutzt und ist wegen seiner charakteristischen herzförmigen Früchte leicht zu erkennen.
Name (Deutsch): Hirtentäschelkraut
Botanischer Name: Capsella bursa-pastoris
Gattung: Capsella
Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Name im Volksmund: Hirtenbeutel, Hirtensäcke, Täschelkraut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa:
- Ca. 3 Unterarten (je nach Quelle)
Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich Kulturpflanze
Kulturart: Wiesenpflanze, Wildkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: März bis Oktober
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze:
- Pflanze kann sich stark aussäen und gilt teilweise als Unkraut
Bemerkung: Heilpflanze mit blutstillender Wirkung
Bester Fundort in der Natur: Ruderalflächen, Wegränder, Gärten, Äcker
Beipflanzung und ihre Auswirkung:
- Verträgt sich gut mit vielen Pflanzen, keine negativen Effekte bekannt
Blütenbeschreibung:
- Kleine, weiße, vierzählige Blüten in dichten Trauben
Blattbeschreibung:
- Grundständige Blattrosette mit tief gelappten Blättern, Stängelblätter schmal
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, verzweigter Stängel, meist kahl
Samenbeschreibung:
- Kleine, dreieckige, herzförmige Schötchen (Früchte)
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach, leicht senfartig
Geschmack der Pflanze: Mild bis leicht scharf
Lebenszeitspanne: Einjährig oder zweijährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine bekannte Nutzung
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 5-10 Tage
Keimtemperatur: 15-20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2-3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling bis Sommer
Aussaat Tiefe: Oberflächlich, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 10-15 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 15-20 cm
Samen pro Pflanzloch: 1-2
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Wildkrautbeet, Ruderalflächen
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0 bis 7,5
Gießverhalten: Mäßig feucht
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Schwach bis mittel
Empfohlener Dünger: Kompost
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildkraut, Heilpflanze, Unkraut
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe
Anwendungsbereiche: Blutstillend, harntreibend, entzündungshemmend
Verabreichung: Tee, Umschläge, Tinkturen
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Junge Blätter und Triebe
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit:
- Senfarten, anderen Kreuzblütlern (meist gut unterscheidbar)
Verwendung in der Küche: Salate, Suppen, Kräuterquark
Beste Haltbarmachung: Frisch oder getrocknet
Lagerung der Pflanze: Kühl und trocken
Das beste Rezept: Hirtentäschelkraut-Salat mit Zitrone und Olivenöl
Die beste Speise: Frischer Wildkräutersalat
Das beste Getränk: Hirtentäschelkraut-Tee
Die beste Beilage: Leichte Gemüsegerichte
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Hirtentäschelkraut – Capsella bursa-pastoris subsp. bursa-pastoris
2. Capsella bursa-pastoris subsp. hispida
3. Capsella bursa-pastoris subsp. micrantha
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Capsella bursa-pastoris subsp. bursa-pastoris
- Capsella bursa-pastoris subsp. hispida
- Capsella bursa-pastoris subsp. micrantha
Drei seltenste Unterarten:
- (weitere seltene Unterarten sind botanisch weniger klar definiert)
Guter Nachbar:
- Viele Gemüse- und Kräuterarten, besonders solche mit ähnlichen Standortansprüchen
Schlechter Nachbar: Keine spezifischen negativen Nachbarn bekannt
Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Salaten, Kräutern, Gemüse
Quellennachweis:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Hirtentäschelkraut
- https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/hirtentäschelkraut
- https://www.bund.net/themen/naturschutz/pflanzen-wildpflanzen/hirtentäschelkraut/