Der Sauerampfer (Oxalis acetosella), auch bekannt als Wald-Sauerampfer, ist eine weit verbreitete Pflanze, die vor allem in waldigen und schattigen Regionen zu finden ist. Hier ist eine detaillierte Beschreibung der Pflanze, ihrer Verwendungsmöglichkeiten, der verschiedenen Arten und möglicher Verwechslungsgefahren:

Vorsichtsmaßnahmen: Da der Kleine Sauerampfer hohe Mengen an Oxalsäure enthält, sollte er nicht in großen Mengen konsumiert werden. Oxalsäure kann bei übermäßigem Verzehr zu gesundheitlichen Problemen führen, insbesondere bei Menschen mit Nierenproblemen oder einer Neigung zu Nierensteinen. Bei Unsicherheiten oder der Verwendung in medizinischen Anwendungen ist es ratsam, sich an einen Experten oder Kräuterkundigen zu wenden.


Name (Deutsch): Sauerampfer, Wald-Sauerampfer 

Botanischer Name: Oxalis acetosella 

Gattung: Oxalis 

Pflanzenfamilie: Sauerkleegewächse (Oxalidaceae) 

Name im Volksmund: Wald-Sauerampfer, Kleiner Sauerampfer, Sauerklee 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2-3 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Wildpflanze, Kulturpflanze (Waldpflanze) 

Kulturart: Waldpflanze, Wildkraut 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: März bis Juni 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt schattige, feuchte, humose Böden; empfindlich gegenüber Trockenheit und direkter Sonne 

Bemerkung: Bekannt für den säuerlichen Geschmack durch Oxalsäure; Vorsicht bei übermäßigem Verzehr wegen Oxalsäuregehalt 

Bester Fundort in der Natur: Feuchte Laubwälder, schattige Waldböden, moosige Stellen 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen schattenverträglichen Pflanzen; fördert Bodengesundheit 


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis blassrosa Blüten mit fünf Kronblättern, oft mit feinen violetten Adern, Blütezeit April bis Juni 

Blattbeschreibung: Drei herzförmige, grüne Blättchen pro Blattstiel, klappbar bei Dunkelheit oder Berührung 

Stamm-/Stielbeschreibung: Kurze, dünne Stängel, meist bodennah wachsend 

Samenbeschreibung: Kleine, kugelige Samen in Kapselfrüchten, die bei Reife aufspringen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd mit Rhizomen 


Geruch der Pflanze: Schwach, leicht säuerlich 

Geschmack der Pflanze: Sauer, erfrischend, durch Oxalsäure geprägt 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Schädlingsresistenz, keine bekannten Schädlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–21 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühjahr oder Herbst 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 15–20 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Schattenbeet, Waldgarten, Wildkrautbeet 

Idealer Boden: Humos, feucht, gut durchlässig, leicht sauer bis neutral 

pH-Wert des Bodens: 5,0–7,0 

Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Halbschatten bis Schatten 

Düngereinsatz: Sehr gering, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, Blattmulch 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildkraut, Waldpflanze, Würzkraut 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Oxalsäure, Flavonoide, Vitamin C, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, leicht harntreibend, bei Hauterkrankungen (äußerlich) 

Verabreichung: Tee, Umschläge, frischer Verzehr in kleinen Mengen 


Essbar: Ja (in Maßen wegen Oxalsäure) 

Welche e-Teile: Blätter, junge Triebe 

Giftig: Nein (bei übermäßigem Verzehr kann Oxalsäure schädlich sein) 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Kleiner Sauerklee (Oxalis spp.), der ähnlich aussieht und ebenfalls essbar ist; Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist selten 


Verwendung in der Küche: Salate, Suppen, Kräuterquark, als säuerliche Würze 

Beste Haltbarmachung: Frisch verwenden oder kurz einfrieren 

Lagerung der Pflanze: Kühl, feucht, kurzzeitig lagerfähig 

Das beste Rezept: Sauerampfer-Salat mit frischen Kräutern und Zitrone 

Die beste Speise: Frische Wildkräutersalate mit Sauerampfer 

Das beste Getränk: Sauerampfer-Tee (aus frischen oder getrockneten Blättern) 

Die beste Beilage: Passt gut zu Fisch- und Geflügelgerichten 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Wald-Sauerampfer – Oxalis acetosella subsp. acetosella 

2.     Oxalis acetosella subsp. bulbifera 

3.     Oxalis acetosella var. alpina 

4.     Oxalis acetosella var. montana 

5.     Oxalis acetosella var. grandis 

6.     Oxalis acetosella var. lactea 

7.     Oxalis acetosella var. minor 

8.     Oxalis acetosella var. purpurea 

9.     Oxalis acetosella var. rubra 

10. Oxalis acetosella var. viridis 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

  • -      Oxalis acetosella subsp. acetosella 
  • -      Oxalis acetosella subsp. bulbifera 
  • -      Oxalis acetosella var. alpina 

Drei selten vorkommende Unterarten: 

  • -      Oxalis acetosella var. purpurea 
  • -      Oxalis acetosella var. rubra 
  • -      Oxalis acetosella var. viridis 

Guter Nachbar: Farne, Bärlauch, Waldmeister (schattenverträgliche Pflanzen) 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Bodenressourcen stark beanspruchen 

Beste Mischkulturen: Waldgarten mit anderen schattenliebenden Kräutern und Stauden 


Quellennachweis: 

-      Botanische Fachliteratur, Wildkräuterführer, Heilpflanzenlexika, europäische Flora-Datenbanken