Name (Deutsch): Pfefferminze
Botanischer Name: Mentha × piperita
Gattung: Mentha
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Name im Volksmund: Pfefferminze, Gartenminze
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Pfefferminze ist eine natürliche Hybride, daher keine klar definierten Unterarten; innerhalb der Gattung Mentha gibt es etwa 15-20 Arten in Europa
Anbauordnung: Kulturpflanze (Kräuter)
Kulturart: Kräuter
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juni bis September
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Ausläuferbildend und stark wachsend, breitet sich schnell aus, daher am besten in Töpfen oder abgegrenzten Beeten kultivieren
Bemerkung: Aromatische, mehrjährige Staude mit intensivem Mentholgeruch
Bester Fundort in der Natur: Feuchte Standorte an Bachufern, Wiesen, Auen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Kohl, Tomaten, Rosen; wirkt abschreckend auf Schädlinge wie Blattläuse und Ameisen
Was sind die besten Mischkulturen: Kohlgewächse, Tomaten, Rosen
Blütenbeschreibung: Kleine, violette bis rosa-lilafarbene Lippenblüten in dichten Ähren
Blattbeschreibung: Dunkelgrüne, glänzende, lanzettliche Blätter mit gezähntem Rand
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, vierkantiger Stängel, 30–90 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, selten zur Vermehrung genutzt
Art der Wurzler: Flach- bis mittelstark wurzelnd, Ausläuferbildend
Geruch der Pflanze: Frisch, stark minzig, mentholhaltig
Geschmack der Pflanze: Kühlend, scharf-minzig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf Blattläuse, Ameisen, Kohlweißlinge
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 10–20 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Mai
Aussaat Tiefe: 0,3–0,5 cm
Abstand in der Reihe: 30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40 cm
Samen pro Pflanzloch: 2–3
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, feuchte Standorte, Kübelkultur
Idealer Boden: Feucht, humusreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Regelmäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Halbschattig bis vollsonnig
Düngereinsatz: Mäßig, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Küchen- und Heilkräuter, Wildkraut
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Menthol, Menthon, ätherische Öle, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, krampflösend, kühlend, antiseptisch, bei Erkältungen und Kopfschmerzen
Verabreichung: Trinken (Tee), essen, cremen, inhalieren, Tinkturen
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Blätter, Blüten
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Minzarten wie Krauseminze (Mentha spicata), die milder schmeckt
Verwendung in der Küche: Aromatisieren von Getränken, Süßspeisen, Salaten, Saucen und Tees
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig und luftig
Lagerung der Pflanze: Trocken, dunkel, luftdicht
Das beste Rezept: Pfefferminztee mit Honig und Zitrone
Die beste Speise: Frische Salate und Desserts mit Minzgeschmack
Das beste Getränk: Frischer Pfefferminztee
Die beste Beilage: Frische Obstsalate
10 Unterarten/Arten der Gattung Mentha in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Pfefferminze – *Mentha × piperita*
2. Krauseminze – *Mentha spicata*
3. Wasserminze – *Mentha aquatica*
4. Poleiminze – *Mentha pulegium*
5. Apfelminze – *Mentha suaveolens*
6. Bergminze – *Mentha longifolia*
7. Polei-Bergminze – *Mentha gattefossei*
8. Waldminze – *Mentha nemorosa*
9. Ährenminze – *Mentha arvensis*
10. Bitterminze – *Mentha × gracilis*
Drei häufig vorkommende Arten:
- - Pfefferminze (*Mentha × piperita*)
- - Krauseminze (*Mentha spicata*)
- - Wasserminze (*Mentha aquatica*)
Drei selten vorkommende Arten:
- - Polei-Bergminze (*Mentha gattefossei*)
- - Waldminze (*Mentha nemorosa*)
- - Bitterminze (*Mentha × gracilis*)
Guter Nachbar: Kohl, Tomaten, Rosen
Schlechter Nachbar: Salat (kann durch Minze verdrängt werden)
Was sind die besten Mischkulturen: Minze mit Kohlgewächsen, Tomaten und Rosen zur Schädlingsabwehr und besseren Erträgen
Quellennachweis:
- - „Pflanzenportrait: Pfefferminze“ – Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
- - „Kräuter in Garten und Küche“ – Ulmer Verlag
- - „Flora Europaea“ – Royal Botanic Gardens, Kew
- - Diverse Kräuter- und Gartenratgeber