Waldmeister (Galium odoratum) ist eine aromatische Wildpflanze, die häufig in schattigen, feuchten Wäldern vorkommt.

Vorsicht Waldmeister sollte in Maßen konsumiert werden, da hohe Mengen von Cumarin gesundheitliche Probleme verursachen können. Es wird empfohlen, ihn nicht regelmäßig oder in großen Mengen zu verwenden.


Name (Deutsch): Waldmeister 

Botanischer Name: Galium odoratum 

Gattung: Galium 

Pflanzenfamilie: Rötegewächse (Rubiaceae) 

Name im Volksmund: Maiblume, Waldmeisterkraut, Waldmeisterwurz 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze (Wald- und Zierpflanze) 

Kulturart: Waldpflanze, Heil- und Würzkraut 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: April bis Juni (vor der Blüte) 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt schattige, humose und kalkhaltige Böden; nicht zu trocken und keine direkte Sonne 

Bemerkung: Bekannt für seinen charakteristischen Duft (Cumarin), der beim Trocknen intensiver wird 

Bester Fundort in der Natur: Laubwälder, schattige Waldränder, humusreiche Böden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen schattenliebenden Pflanzen, fördert Bodengesundheit 


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße, sternförmige Blüten in lockeren Dolden 

Blattbeschreibung: Schmale, lanzettliche Blätter, meist in Kränzen von 6-8 Blättern angeordnet 

Stamm-/Stielbeschreibung: Schlanker, vierkantiger Stängel, kletternd oder kriechend 

Samenbeschreibung: Kleine, braune, klebrige Samen mit Härchen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd, Ausläufer bildend 


Geruch der Pflanze: Süßlich-würzig, cumarinartig (duftet nach Heu) 

Geschmack der Pflanze: Aromatisch, leicht süßlich 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Schädlingsabwehr durch Cumarin, fördert Nützlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14–28 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung, Samen frisch aussäen oder stratifizieren 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühjahr oder Herbst 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 20–25 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 25–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Schattenbeet, Waldgarten, Kräuterbeet 

Idealer Boden: Humusreich, feucht, kalkhaltig, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Halbschatten bis Schatten 

Düngereinsatz: Gering bis moderat, bevorzugt organisch 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Waldkräuter, Würz- und Heilpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Cumarin, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle 

Anwendungsbereiche: Beruhigend, harntreibend, blutreinigend, verdauungsfördernd 

Verabreichung: Tee, Umschläge, Tinkturen 


Essbar: Ja (in Maßen) 

Welche e-Teile: Blätter und Blüten 

Giftig: Ja (in größeren Mengen wegen Cumarin) 

Welche g-Teile: Übermäßiger Verzehr kann Leber schädigen 

Verwechslungsgefahr mit: Maiglöckchen (Convallaria majalis) und Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) – giftig! 


Verwendung in der Küche: Aromatisierung von Getränken (z.B. Maibowle), Desserts, Süßspeisen 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, dunkel und trocken lagern 

Lagerung der Pflanze: Trocken, luftdicht, kühl 

Das beste Rezept: Maibowle mit frischem oder getrocknetem Waldmeister 

Die beste Speise: Waldmeisterpudding oder -sirup 

Das beste Getränk: Maibowle 

Die beste Beilage: Passt zu frischen Fruchtdesserts und süßen Speisen 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Waldmeister – Galium odoratum subsp. odoratum 

2.     Galium odoratum subsp. maximum 

3.     Galium odoratum subsp. divaricatum 

4.     Galium odoratum var. latifolium 

5.     Galium odoratum var. angustifolium 

6.     Galium odoratum var. album 

7.     Galium odoratum var. compactum 

8.     Galium odoratum var. purpurascens 

9.     Galium odoratum var. flavum 

10. Galium odoratum var. rubrum 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Galium odoratum subsp. odoratum 

-      Galium odoratum subsp. maximum 

-      Galium odoratum subsp. divaricatum 


Drei selten vorkommende Unterarten: 

-      Galium odoratum var. purpurascens 

-      Galium odoratum var. flavum 

-      Galium odoratum var. rubrum 

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Guter Nachbar: Farne, Buchen, andere schattenverträgliche Waldpflanzen 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Konkurrenz erzeugen 

Beste Mischkulturen: Waldgarten mit schattenliebenden Kräutern und Stauden (z.B. Bärlauch, Gundermann) 


Quellennachweis: 

-      Botanische Fachliteratur, Heilpflanzenführer, Wildkräuterlexika, europäische Flora-Datenbanken