Breitwegerich ist eine Zeigerpflanze für stark verdichtete Böden. Spitzwegerich wächst häufig in nährstoffreichen Wiesen.
Positive Seiten: Beide Arten sind alte Heilpflanzen (v.a. Spitzwegerich), zudem sind die jungen, noch weichen Blätter roh oder gedünstet essbar.


Name (Deutsch): Wegerich, Breitwegerich 

Botanischer Name: Plantago major 

Gattung: Plantago 

Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae) 

Name im Volksmund: Breitwegerich, Großer Wegerich, Gemeiner Wegerich 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3-5 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Wildpflanze, Kulturpflanze (Heil- und Wildkraut) 

Kulturart: Wiesenpflanze, Wildkraut, Heilpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Mai bis September 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Sehr robust und anspruchslos, wächst auch auf verdichteten Böden und tritt oft als Pionierpflanze auf 

Bemerkung: Bekannt für seine heilenden Eigenschaften, vor allem bei Hautverletzungen und Entzündungen 

Bester Fundort in der Natur: Wege, Wiesen, Ruderalflächen, Gärten, Straßenränder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit vielen Pflanzen, fördert Bodengesundheit und Nützlinge 


Blütenbeschreibung: Kleine, grünlich-weiße Blüten in dichten, zylindrischen Ähren 

Blattbeschreibung: Große, breite, ovale bis eiförmige Blätter mit ausgeprägten Blattadern, grundständig 

Stamm-/Stielbeschreibung: Blütenstängel lang und schlank, blattlos 

Samenbeschreibung: Kleine, braune, längliche Samen in Kapseln 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Kaum wahrnehmbar 

Geschmack der Pflanze: Mild, leicht herb 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf einige Schädlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–21 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 3–5 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling bis Spätsommer 

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 15–20 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Wildkraut- oder Naturgartenbeet 

Idealer Boden: Nährstoffreich bis mäßig, gut durchlässig, auch verdichtet toleriert 

pH-Wert des Bodens: 5,5–7,5 

Gießverhalten: Trockenheitsverträglich, mäßig feucht bevorzugt 

Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Gering bis moderat 

Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Dünger in kleinen Mengen 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildkraut, Heilpflanze, Wiesenpflanze, Bei- und Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Iridoide 

Anwendungsbereiche: Wundheilung, Entzündungen, Husten, Verdauungsförderung 

Verabreichung: Umschläge, Auflagen, Tee, Tinkturen, äußerlich und innerlich 

Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Junge Blätter, Samen 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Spitzwegerich (Plantago lanceolata), der schmalere Blätter hat 


Verwendung in der Küche: Junge Blätter als Salat oder Spinat-Ersatz, Samen als Zusatz in Müslis und Backwaren 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig 

Lagerung der Pflanze: Trocken, dunkel, luftdicht 

Das beste Rezept: Wegerich-Tee gegen Husten und Entzündungen 

Die beste Speise: Frischer Wegerichsalat mit Kräutern 

Das beste Getränk: Wegerich-Tee 

Die beste Beilage: Kräuterquark mit Wegerichblättern 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Breitwegerich – Plantago major subsp. major 

2.     Plantago major subsp. intermedia 

3.     Plantago major subsp. japonica 

4.     Plantago major subsp. asiatica 

5.     Plantago major var. latifolia 

6.     Plantago major var. decipiens 

7.     Plantago major var. remota 

8.     Plantago major var. patagonica 

9.     Plantago major var. angustifolia 

10. Plantago major var. minor 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

  • -      Breitwegerich (Plantago major subsp. major) 
  • -      Plantago major subsp. intermedia 
  • -      Plantago major subsp. japonica 

Drei selten vorkommende Unterarten: 

  • -      Plantago major var. remota 
  • -      Plantago major var. patagonica 
  • -      Plantago major var. decipiens 

·         Guter Nachbar: Karotten, Gurken, Tomaten (fördert Wachstum und Schädlingsabwehr) 

·         Schlechter Nachbar: Keine spezifischen schlechten Nachbarn bekannt 

·         Beste Mischkulturen: Wegerich mit Gemüsepflanzen und Kräutern, die Nützlinge anziehen (z.B. Ringelblume, Kapuzinerkresse) 


Quellennachweis: 

Botanische Fachliteratur, Heilpflanzenführer, Wildkräuterlexika, Pflanzenführer Europa