Das Acker-Hellerkraut ist eine einjährige Wildpflanze, die vor allem als Unkraut in Äckern und Ruderalflächen vorkommt. Es bevorzugt nährstoffreiche, lockere Böden und kann sich schnell ausbreiten. Die Pflanze ist vor allem wegen ihrer Samen bekannt, die als Ölquelle genutzt werden können.
Name (Deutsch): Acker-Hellerkraut
Botanischer Name: Thlaspi arvense
Gattung: Thlaspi
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Name im Volksmund: Hellerkraut, Acker-Hellerkraut, Feld-Hellerkraut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten
Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich als Unkraut in Kulturflächen
Kulturart: Wiesenpflanze / Wildkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juli bis September (Samenreife)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Kann als Unkraut in Getreide- und Hackfruchtkulturen problematisch sein
Bemerkung: Einjährig, bildet flache Pfahlwurzeln, Samen enthalten Öl
Bester Fundort in der Natur: Äcker, Ruderalflächen, Wegränder, nährstoffreiche Böden
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Keine spezifischen positiven Effekte bekannt, wächst oft konkurrierend zu Kulturpflanzen
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Blütenbeschreibung: Kleine, weiße, vierzählige Kreuzblüten in dichten Trauben
Blattbeschreibung: Grundblätter meist rosettenartig, länglich-lanzettlich, Stängelblätter schmal, ganzrandig
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, meist unverzweigter Stängel, 20–60 cm hoch
Samenbeschreibung: Flache, runde, silbrig glänzende Schoten mit mehreren Samen
Art der Wurzler: Flachwurzelnd mit Pfahlwurzel
Geruch der Pflanze: Schwach, leicht senfartig
Geschmack der Pflanze: Senfartig, scharf (typisch für Kreuzblütler)
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine bekannte spezifische Wirkung, aber als Unkraut Teil der natürlichen Flora
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 10–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5–1 cm
Abstand in der Reihe: 10–15 cm (bei Kultivierung)
Abstand zur nächsten Pflanze: 15–20 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Wildkrautflächen, Ruderalflächen
Idealer Boden: Nährstoffreich, locker, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Nicht erforderlich
Empfohlener Dünger: Nicht relevant
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildkraut, Wiesenpflanze, Unkraut
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Glucosinolate, ätherische Öle
Anwendungsbereiche: Keine gesicherte medizinische Anwendung
Verabreichung: Nicht empfohlen
Essbar: Nein (Samen können verarbeitet werden, aber Pflanze selbst nicht)
Welche e-Teile: Samen (in der Ölgewinnung)
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Anderen Kreuzblütlern wie Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
Verwendung in der Küche: Samen werden in der Ölproduktion genutzt, Pflanze selbst nicht verwendet
Beste Haltbarmachung: Samen trocken lagern
Lagerung der Pflanze: Nicht relevant
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Keine offiziell anerkannten Unterarten von Thlaspi arvense in Europa
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Nichtzutreffend
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Nichtzutreffend
Guter Nachbar: Kulturen mit guter Bodenbedeckung zur Unkrautunterdrückung
Schlechter Nachbar: Getreide und Hackfrüchte (starke Konkurrenz)
Beste Mischkulturen: Fruchtfolgen mit Zwischenfrüchten zur Reduktion von Unkraut
Quellennachweis:
- Floraweb (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
- BiolFlor – Datenbank zur biologisch-ökologischen Charakterisierung der Gefäßpflanzen Deutschlands
- Flora Europaea
- Diverse agrarwissenschaftliche Publikationen zu Unkräutern in Kulturpflanzen