Das Acker-Stiefmütterchen ist eine einjährige, zarte Wildpflanze aus der Familie der Veilchengewächse. Sie wächst häufig auf Äckern, an Wegrändern und in Gärten und ist durch ihre kleinen, meist blassvioletten Blüten gekennzeichnet.
Name (Deutsch): Acker-Stiefmütterchen
Botanischer Name: Viola arvensis
Gattung: Viola
Pflanzenfamilie: Veilchengewächse (Violaceae)
Name im Volksmund: Feld-Stiefmütterchen, Acker-Veilchen
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2 Unterarten
Anbauordnung: Wildpflanze
Kulturart: Wiesenpflanze / Wildkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: April bis Juli
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Keine besonderen Ansprüche, aber empfindlich gegen Bodenverdichtung
Bemerkung: Einjährig, oft mit zarten, kleinen Blüten, wichtig für Insekten
Bester Fundort in der Natur: Äcker, Ruderalflächen, Wegränder, lichte Wiesen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Getreide und anderen Ackerkulturen, fördert Biodiversität
Blütenbeschreibung: Kleine, blassviolette bis weiße Blüten mit dunkleren Adern, fünfzählig
Blattbeschreibung: Rundlich bis eiförmig, leicht behaart, mit gezähntem Rand
Stamm-/Stielbeschreibung: Schlanker, aufrechter Stängel, meist 10–30 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, ovale Samen, braun, glatt
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach, kaum wahrnehmbar
Geschmack der Pflanze: Mild, leicht süßlich
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Insektenvielfalt, keine direkte Schädlingsbekämpfung
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 10–20 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (März bis April)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 10–15 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 15–20 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Wildkrautflächen, Ackerrandbereiche, naturnaher Garten
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Mäßig feucht
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Nicht erforderlich
Empfohlener Dünger: Nicht relevant
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildkraut, Wiesenpflanze
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Keine bekannten relevanten Wirkstoffe
Anwendungsbereiche: Keine gesicherte medizinische Anwendung
Verabreichung: Nicht relevant
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Viola tricolor (Wildes Stiefmütterchen), Viola arvensis subsp. micrantha
Verwendung in der Küche: Nicht verwendet
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Nicht relevant
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Acker-Stiefmütterchen – Viola arvensis subsp. arvensis
2. Viola arvensis subsp. micrantha
3. Viola arvensis subsp. caucasica (selten)
4. Viola arvensis subsp. pseudorupestris (selten)
5. Viola arvensis subsp. bavarica (selten)
6. Viola arvensis subsp. heldreichii
7. Viola arvensis subsp. nevadensis
8. Viola arvensis subsp. pedunculata
9. Viola arvensis subsp. saponaria
10. Viola arvensis subsp. subalpina
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Viola arvensis subsp. arvensis
- Viola arvensis subsp. micrantha
- Viola arvensis subsp. heldreichii
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Viola arvensis subsp. caucasica
- Viola arvensis subsp. pseudorupestris
- Viola arvensis subsp. bavarica
Guter Nachbar: Getreide, Kräuter, andere Ackerkulturen
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten werfen
Beste Mischkulturen: Fruchtfolge mit Getreide und Kräutern
Quellennachweis:
- Floraweb (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
- BiolFlor – Datenbank zur biologisch-ökologischen Charakterisierung der Gefäßpflanzen Deutschlands
- Flora Europaea
- Diverse botanische Fachliteratur