Die Ackerwolfsmilch ist eine einjährige, häufig vorkommende Wildpflanze, die vor allem als Unkraut in Äckern und Gärten bekannt ist. Sie besitzt einen charakteristischen weißen Milchsaft, der giftig ist, und zeigt kleine gelbgrüne Blüten. 


Name (Deutsch): Ackerwolfsmilch 

Botanischer Name: Euphorbia helioscopia 

Gattung: Euphorbia 

Pflanzenfamilie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) 

Name im Volksmund: Acker-Wolfsmilch, Sonnen-Wolfsmilch 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2 Unterarten 


Anbauordnung: Wildpflanze, Unkraut in Kulturflächen 

Kulturart: Wiesenpflanze / Unkraut 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: April bis September 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Milchsaft ist giftig und kann Hautreizungen verursachen 

Bemerkung: Einjährig, mit verzweigtem Stängel und typisch milchigem Saft 

Bester Fundort in der Natur: Äcker, Ruderalflächen, Wegränder, Gärten 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich mit vielen Pflanzen, kann aber Kulturpflanzen konkurrenzieren 


Blütenbeschreibung: Kleine, gelbgrüne, unscheinbare Blüten in Trugdolden (Cyathien) 

Blattbeschreibung: Lanzettlich bis oval, meist gezähnt, grün 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, verzweigter Stängel, 20–50 cm hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, dreikantige Samen mit rauer Oberfläche 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd


Geruch der Pflanze: Schwach, kaum wahrnehmbar 

Geschmack der Pflanze: Bitter und reizend (aufgrund des Milchsafts) 

Lebenszeitspanne: Einjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine bekannte spezifische Wirkung 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: Nicht relevant (Wildpflanze) 

Abstand zur nächsten Pflanze: Nicht relevant 

Samen pro Pflanzloch: Nicht relevant 


Bevorzugte Beet Art: Ruderalflächen, Äcker, Gärten 

Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig feucht 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Nicht relevant 

Empfohlener Dünger: Nicht relevant


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 

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Krautzuordnung: Wildkraut, Unkraut 

Mit Heilwirkung: Ja (traditionell, aber giftig und vorsichtig zu verwenden) 

Wirkstoffe: Diterpen-Euphorbone, Latex, Giftstoffe 

Anwendungsbereiche: Äußerlich bei Warzen, rheumatischen Beschwerden (nur unter ärztlicher Aufsicht) 

Verabreichung: Cremes, Umschläge (keine innerliche Anwendung empfohlen)


Essbar: Nein

Welche essbaren Teile: Keine 

Giftig: Ja 

Welche giftigen Teile: Ganze Pflanze, besonders Milchsaft 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Euphorbia-Arten, z.B. Garten-Wolfsmilch (Euphorbia peplus) 


Verwendung in der Küche: Nicht verwendet 

Beste Haltbarmachung: Nicht relevant 

Lagerung der Pflanze: Nicht relevant 

Das beste Rezept: Nicht anwendbar 

Die beste Speise: Nicht anwendbar 

Das beste Getränk: Nicht anwendbar 

Die beste Beilage: Nicht anwendbar 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.   Ackerwolfsmilch – Euphorbia helioscopia subsp. helioscopia 

2.   Euphorbia helioscopia subsp. nebrodensis 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Euphorbia helioscopia subsp. helioscopia 

-      Euphorbia helioscopia subsp. nebrodensis 

-      Keine weiteren häufigen Unterarten bekannt 


Drei selten vorkommende Unterarten: 

-      Keine weiteren seltenen Unterarten bekannt 


Guter Nachbar: Pflanzen mit dichter Bodenbedeckung zur Unkrautunterdrückung 

Schlechter Nachbar: Schwachwüchsige Jungpflanzen 

Beste Mischkulturen: Fruchtfolge und Zwischenfrüchte zur Unkrautkontrolle 


Quellennachweis: 

-      Floraweb (Bayerisches Landesamt für Umwelt) 

-      BiolFlor – Datenbank zur biologisch-ökologischen Charakterisierung der Gefäßpflanzen Deutschlands 

-      Flora Europaea 

-      Diverse pflanzenheilkundliche Fachliteratur