Ahorne (Acer) auch Fächer-Ahorn

Der Fächer-Ahorn ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ahorne (Acer) in der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Der Fächer-Ahorn kam ursprünglich in Japan, Korea und China vor. Viele Sorten werden als Zierpflanzen verwendet.


Name (Deutsch): Ahorn
Botanischer Name: Acer
Gattung: Acer
Pflanzenfamilie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Name im Volksmund: Ahorn, Maßholder

Wieviele Unterarten in Europa: In Europa kommen etwa 10–15 Unterarten des Ahorns natürlich vor.


Anbauordnung: Waldbaum, Ziergehölz, Forstpflanze
Kulturart: Gehölz, Waldpflanze, Zierpflanze

Klimazone:

-      Gemäßigte Klimazonen (Mitteleuropa, Nord-, West-, Südosteuropa bis Kleinasien)

Erntezeitraum:

-      Kein klassischer Erntezeitraum (Blätter und junge Triebe können im Frühjahr geerntet werden)

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Winterhart und anpassungsfähig; benötigt je nach Art unterschiedliche Standorte (frische bis feuchte Böden im Halbschatten).

Bemerkung:

-      Eine der häufigsten Baumgattungen in Mitteleuropa; wird forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt.

Bester Fundort in der Natur:

-      Laub- und Mischwälder, Auenwälder, Waldränder.

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit anderen Laubbäumen wie Eichen, Buchen und Linden; Beipflanzungen sollten ähnliche Standortansprüche (Boden, Licht) haben.


Blütenbeschreibung:

-      Unscheinbare, gelblich-grüne Blüten, die je nach Art von März bis Mai in traubigen oder rispigen Blütenständen erscheinen.

Blattbeschreibung:

-      Gegenständig angeordnete, handförmig gelappte Blätter (meist 3–5 Lappen) mit gezacktem Blattrand; die Blattform variiert je nach Art.

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Gerader Stamm mit glatter bis rissiger Rinde; junge Triebe sind oft grünlich und glatt.

Samenbeschreibung:

-      Propellerartig geflügelte Doppel-Samara („Nasenzwicker“), die sich bei Reife vom Baum lösen und mit dem Wind verbreitet werden.

Art der Wurzler: Tiefreichendes Herzwurzelsystem.


Geruch der Pflanze:

-      Frische Blätter und junge Triebe duften leicht aromatisch, aber nicht intensiv.

Geschmack der Pflanze:

-      Junge Blätter und Triebe schmecken leicht nussig bis herb.

Lebenszeitspanne: Ahornbäume können je nach Art mehrere hundert Jahre alt werden.

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Relativ robust gegen Schädlinge; kann von Blattläusen, Ahornwicklern oder Mehltau befallen werden. Natürliche Gegenspieler wie Vögel und Nützlinge fördern die Schädlingsbekämpfung.


Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 2–8 Wochen, abhängig von Art und Bedingungen.
Keimtemperatur: 15–20 °C (optimal).
Keimvorbereitung:

-      Frische Samen keimen ohne Vorbehandlung; bei älteren Samen kann eine Stratifikation (Kältebehandlung) die Keimfähigkeit verbessern.

Keimfähigkeit in Jahren: Bei trockener Lagerung 1–2 Jahre.


Aussaatzeitraum:

-      Herbst (direkt nach der Samenreife, Oktober/November) oder Frühjahr.

Aussaat Tiefe:

-      Samen werden nur leicht auf die Erde gedrückt (Lichtkeimer).

Abstand in der Reihe: 2–5 Meter (je nach Art und Nutzung).
Abstand zur nächsten Pflanze: 2–5 Meter (je nach Art und Nutzung).
Samen pro Pflanzloch: 1–2 Samen (nicht alle keimen).


Bevorzugte Beet Art:

-      Ahorn wird nicht als Beetpflanze kultiviert, sondern als Baum oder Strauch.

Idealer Boden: Tiefgründig, nährstoffreich, frisch bis feucht.
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 (neutral bis leicht alkalisch).


Gießverhalten:

-      Jungpflanzen benötigen regelmäßige Wassergaben; ausgewachsene Bäume kommen meist mit natürlichem Niederschlag aus.

Sonnenbedarf: Sonnig bis halbschattig (je nach Art).

Düngereinsatz:

-      Bei Bedarf im Frühjahr mit Kompost oder organischem Langzeitdünger.

Empfohlener Dünger: Organischer Laubbaumdünger oder Kompost.


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein (nicht üblich).
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein (Ahorn ist ein Baum).
Ist ein Spalier notwendig: Nein.


Krautzuordnung: Baum
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamin C.
Anwendungsbereiche:

-      Junge Blätter und Triebe werden in der traditionellen Medizin bei Entzündungen und zur Stärkung des Immunsystems verwendet.

Verabreichung: Essen (Blätter, junge Triebe).


Essbar: Ja

Welche essbaren Teile:

-      Junge Blätter, Triebe und Samen (nach Rösten).

Giftig:

-      Nein (roh sind die Samen jedoch leicht giftig, da sie Blausäureglykoside enthalten können).

Welche giftigen Teile: Roh enthalten die Samen Blausäureglykoside.
Verwechslungsgefahr mit:

-      Andere Ahornarten, insbesondere Spitz-Ahorn (Acer platanoides) und Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus).


Verwendung in der Küche:

-      Junge Blätter und Triebe als Salat oder Gemüse; Samen geröstet als Kaffeeersatz.

Beste Haltbarmachung: Trocknen, Einfrieren oder Fermentieren.
Lagerung der Pflanze:

-      Frische Blätter und Triebe sollten kühl und dunkel gelagert und innerhalb weniger Tage verbraucht werden


Das beste Rezept:

-      Ahornblätter-Salat mit essbaren Blüten und einem Dressing aus Zitrone und Olivenöl.

Die beste Speise: Ahornblätter-Salat mit jungem Gemüse.
Das beste Getränk:

-      Ahornblätter-Tee aus frischen oder getrockneten Blättern.

Die beste Beilage: Junge Ahorntriebe als Beilage zu Fisch oder Wild.


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

-      Berg-Ahorn – Acer pseudoplatanus

-      Spitz-Ahorn – Acer platanoides

-      Feld-Ahorn – Acer campestre

-      Eschen-Ahorn – Acer negundo

-      Silber-Ahorn – Acer saccharinum

-      Französischer Ahorn – Acer monspessulanum

-      Italienischer Ahorn – Acer opalus

-      Tataren-Ahorn – Acer tataricum

-      Schnee-Ahorn – Acer niveum

-      Grau-Ahorn – Acer × borzii (Hybride)


Drei häufig vorkommende Unterarten:

-      Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)

-      Spitz-Ahorn (Acer platanoides)

-      Feld-Ahorn (Acer campestre)


Drei seltenste vorkommende Unterarten:

-      Schnee-Ahorn (Acer niveum)

-      Grau-Ahorn (Acer × borzii)

-      Italienischer Ahorn (Acer opalus)


Drei älteste Unterarten:

-      Feld-Ahorn (Acer campestre)

-      Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)

-      Spitz-Ahorn (Acer platanoides) (bereits in der Tertiärzeit verbreitet)


Guter Nachbar: Eiche, Buche, Linde, Haselnuss.
Schlechter Nachbar:

-      Konkurrenz durch andere schnellwüchsige Gehölze wie Pappeln oder Weiden.

Beste Mischkulturen:

-      Ahorn verträgt sich gut mit anderen Laubbäumen wie Eichen, Buchen und Linden; in der Forstwirtschaft wird er oft in Mischwäldern gepflanzt.


Quellennachweis:
Die Angaben basieren auf den recherchierten Quellen.

-      de.wikipedia.org 

-      www.unifr.ch 

-      www.rote-liste-zentrum.de 

-      www.biologie-schule.de 

-      www.ahornwelt.de 

-      wiki.wisseninklusiv.de 

-      www.pflanzen-vielfalt.net 

-      www.baumkunde.de 

-      naturpark-detektive.de 

-      naturblick.museumfuernaturkunde.berlin 

-      www.bonsai-fachforum.de.