Die Alpen-Waldrebe ist eine attraktive, robuste Kletterpflanze, die mit ihren zarten, glockenförmigen Blüten besonders in alpinen und subalpinen Regionen Europas geschätzt wird.
Name (Deutsch): Alpen-Waldrebe
Botanischer Name: Clematis alpina
Gattung: Clematis
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Name im Volksmund: Alpen-Clematis, Alpen-Waldrebe
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3-5 Unterarten, je nach Quelle und taxonomischer Auffassung
Anbauordnung: Zierpflanze, Kulturpflanze
Kulturart: Blühgehölz / Kletterpflanze
Klimazone: Gemäßigte bis subalpine Zone
Erntezeitraum: Nicht relevant (Zierpflanze, keine Ernte)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Verträgt keine Staunässe, empfindlich gegenüber Spätfrösten; Schnitt nach der Blüte fördert Neuaustrieb
Bemerkung: Winterhart, blüht früh im Jahr (April bis Mai), bevorzugt kühle Wurzelbereiche
Bester Fundort in der Natur: Alpenregionen, subalpine Wälder und felsige Hänge
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit schattenverträglichen Stauden und Farnen; schützt Wurzelbereich durch Bodendecker vor Austrocknung
Blütenbeschreibung: Glockenförmige, meist blaue, violette oder weiße Blüten, 3–5 cm groß, einzeln oder in kleinen Trauben
Blattbeschreibung: Gefiedert, meist dreiteilig, dunkelgrün, leicht behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Holzige, kletternde Triebe, dünn, flexibel mit Haftwurzeln oder windend
Samenbeschreibung: Fedrige, behaarte Samen, die durch Wind verbreitet werden
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
Geruch der Pflanze: Neutral bis leicht herb
Geschmack der Pflanze: Nicht essbar, leicht bitter und giftig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (über 20 Jahre)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Resistenz gegen viele Schädlinge; bei Befall von Blattläusen Einsatz von Nützlingen empfohlen
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 3–6 Wochen
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Kaltstratifizierung (2-3 Monate) fördert Keimung
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Herbst oder Frühjahr nach Kaltstratifizierung
Aussaat Tiefe: Oberflächlich, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 50–70 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 1–2 m
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Halbschattiges Beet, Waldgarten, Steingarten
Idealer Boden: Humusreich, durchlässig, leicht sauer bis neutral
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0
Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Halbschattig bis schattig, kühle Wurzeln bevorzugt
Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Ja, schützt Wurzeln vor Austrocknung
Ist eine Rankhilfe nötig: Ja
Ist ein Spalier notwendig: Ja
Krautzuordnung: Gartenpflanze, Blühgehölz, Zierpflanze
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Keine bekannte medizinische Nutzung
Anwendungsbereiche: Nicht relevant
Verabreichung: Nicht relevant
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Ja
Welche giftigen Teile: Alle Pflanzenteile, besonders Samen und Rinde (reizend)
Verwechslungsgefahr mit: Andere Clematis-Arten, die aber meist ähnliche Merkmale besitzen
Verwendung in der Küche: Nicht geeignet
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Nicht relevant
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Clematis alpina subsp. alpina
2. Clematis alpina subsp. juliana
3. Clematis alpina subsp. austroalpina
4. Clematis alpina subsp. chamissonis
5. Clematis alpina subsp. macropetala
6. Clematis alpina subsp. sarplaninica
7. Clematis alpina subsp. cinerascens
8. Clematis alpina subsp. subnivalis
9. Clematis alpina subsp. balcanica
10. Clematis alpina subsp. petraea
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Clematis alpina subsp. alpina
- Clematis alpina subsp. juliana
- Clematis alpina subsp. austroalpina
Drei seltene Unterarten:
- Clematis alpina subsp. sarplaninica
- Clematis alpina subsp. subnivalis
- Clematis alpina subsp. balcanica
Guter Nachbar: Farne, Astilben, Hosta, andere schattenverträgliche Stauden
Schlechter Nachbar: Starkwüchsige, konkurrenzstarke Pflanzen, die die Rankhilfe dominieren
Beste Mischkulturen: Waldstauden und schattenliebende Kräuter, Bodendecker zur Wurzelschattenpflege
Quellennachweis:
- Flora Europaea
- Botanische Fachliteratur zu Clematis
- Gartenbaulexika und alpine Pflanzenführer
- Wissenschaftliche Publikationen zu alpinen Kletterpflanzen