Die Anemonen sind eine vielfältige Gattung von meist farbenprächtigen, zarten Blütenpflanzen, die in Europa sowohl wild als auch als Zierpflanzen in Gärten verbreitet sind. Sie sind bekannt für ihre frühjahrs- oder sommerblühenden Arten und ihre Bedeutung in naturnahen und gestalteten Grünflächen.
Name (Deutsch): Anemone, Windröschen
Botanischer Name: Anemone (Gattung)
Gattung: Anemone
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Name im Volksmund: Windröschen, Buschwindröschen (für einzelne Arten)
Wie viele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 30 Arten und zahlreiche Unterarten und Varietäten (je nach Quelle)
Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze, Zierpflanze
Kulturart: Blume, Waldpflanze, Wiesenpflanze
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Je nach Art, meist Frühling bis Frühsommer
Zehrer Art: Schwach bis Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Viele Arten sind giftig; Standortansprüche variieren stark je nach Art (Wald- oder Wiesenstandorte bevorzugt)
Bemerkung: Einige Arten sind Frühblüher, andere blühen im Sommer; Knollen- oder rhizombildend
Bester Fundort in der Natur: Laubwälder, Waldränder, Wiesen, Gebirge in Europa
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Farnen, Bärlauch, anderen Schattenpflanzen; keine negativen Effekte bekannt
Blütenbeschreibung: Einzelne bis mehrfach stehende Blüten, meist radförmig mit 5–8 Kronblättern, Farben von Weiß, Rosa, Rot, Blau bis Violett
Blattbeschreibung: Vielgestaltig, meist gefiedert oder gelappt, grün
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechte, meist unverzweigte Stängel, glatt oder leicht behaart
Samenbeschreibung: Kleine, schwarze bis braune Samen mit Federhaaren zur Verbreitung
Art der Wurzler: Knollen- oder rhizombildend (je nach Art)
Geruch der Pflanze: Meist geruchlos oder leicht herb
Geschmack der Pflanze: Nicht essbar, meist bitter und giftig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Feinde wie Schlupfwespen und Nützlinge können helfen; keine spezielle Schädlingsbekämpfung nötig
Keimer Art: Dunkelkeimer oder Lichtkeimer, abhängig von Art
Keimdauer: 2–4 Wochen, teils mit Kältekeimung
Keimtemperatur: 10–18 °C
Keimvorbereitung: Kältebehandlung (Stratifizierung) oft empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–4 Jahre
Aussaatzeitraum: Herbst oder Frühjahr, je nach Art
Aussaat Tiefe: Flach bis 1 cm, Samen nicht zu tief bedecken
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Halbschattige bis schattige Staudenbeete, Waldgarten
Idealer Boden: Humoser, durchlässiger, leicht saurer bis neutraler Boden
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0
Gießverhalten: Mäßig feucht, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Halbschattig bis schattig
Düngereinsatz: Leicht bis mäßig, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Blume, Wildpflanze, Waldpflanze, Wiesenpflanze, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja, traditionell genutzt, aber Vorsicht wegen Giftigkeit
Wirkstoffe: Protoanemonin, Saponine, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Traditionelle äußerliche Anwendungen bei Rheuma, Gelenkschmerzen (nur äußerlich)
Verabreichung: Umschläge, Salben (nicht innerlich)
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Ja
Welche giftigen Teile: Ganze Pflanze, besonders Blätter und Wurzeln
Verwechslungsgefahr mit: Anderen Ranunculaceae-Arten, teilweise mit Anemonella, Hahnenfußarten
Verwendung in der Küche: Nicht geeignet
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Zierpflanze – frisch oder getrocknet für Heilzwecke
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten/Arten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Buschwindröschen – Anemone nemorosa
2. Wald-Anemone – Anemone sylvestris
3. Alpen-Anemone – Anemone alpina
4. Küchenschelle – Anemone pulsatilla
5. Herbst-Anemone – Anemone hupehensis
6. Gelbe Anemone – Anemone ranunculoides
7. Acker-Windröschen – Anemone arvensis
8. Trauben-Anemone – Anemone multifida
9. Wald-Windröschen – Anemone nemorosa subsp. nemorosa
10. Busch-Windröschen – Anemone nemorosa subsp. multifida
Drei häufig vorkommende Unterarten/Arten:
- Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
- Gelbe Anemone (Anemone ranunculoides)
- Küchenschelle (Anemone pulsatilla)
Drei seltenste Unterarten/Arten:
- Alpen-Anemone (Anemone alpina)
- Herbst-Anemone (Anemone hupehensis)
- Trauben-Anemone (Anemone multifida)
Guter Nachbar: Farne, Bärlauch, Hostas, andere Schattenstauden
Schlechter Nachbar: Starkwüchsige, konkurrenzstarke Pflanzen, die Schatten nehmen
Beste Mischkulturen: Waldgarten mit Farnen, Bärlauch, Maiglöckchen, Funkien
Quellennachweis:
- FloraWeb (BfN)
- Mein schöner Garten
- Botanikus.de
- Pflanzen-lexikon.com
- Wikipedia (Anemone)