Der Blaustern (Gattung Scilla) ist ein charmanter Frühlingsbote, der mit seinen blauen Blüten Farbe in naturnahe Gärten bringt. Seine Pflege ist unkompliziert, doch wegen seiner Giftigkeit sollte er mit Bedacht gepflanzt werden. 💙🌿

 

Der Blaustern ist eine Gruppe attraktiver Zwiebelpflanzen, die vor allem im Frühling mit ihren leuchtend blauen Blüten begeistern. Hier die ausführliche Übersicht:


Name (Deutsch): Blaustern 

Botanischer Name: Scilla spp. 

Gattung: Scilla 

Pflanzenfamilie: Spargelgewächse (Asparagaceae), früher Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae) 

Name im Volksmund: Blaustern, Frühlings-Blaustern, Trauben-Blaustern (je nach Art) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 15–20 Arten, je nach Quelle


Anbauordnung: Zierpflanze, Wildpflanze 

Kulturart: Blume / Wildpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Nicht geerntet, Blütezeit im Frühling (März bis Mai) 

Zehrer Art: Schwach Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Alle Pflanzenteile sind giftig; Vorsicht bei Haustieren und Kindern 

Bemerkung: Zwiebelpflanze, mehrjährig, bildet dichte Horste; beliebt für naturnahe Gärten und Steingärten 

Bester Fundort in der Natur: Laubwälder, Waldränder, Wiesen, felsige Standorte 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Frühblühern wie Schneeglöckchen, Krokussen, Narzissen; fördert Biodiversität


Blütenbeschreibung: Glockenförmige, meist blaue bis violette Blüten, in trauben- oder rispenartigen Blütenständen 

Blattbeschreibung: Schmale, lanzettliche, meist grundständig angeordnete Blätter, grün 

Stamm-/Stielbeschreibung: Blütentrieb aufrecht, unverzweigt, glatt 

Samenbeschreibung: Kleine, schwarze bis braune Samen in Kapseln 

Art der Wurzler: Zwiebel- bzw. Knollenwurzler (flach wurzelnd)


Geruch der Pflanze: Kaum wahrnehmbar 

Geschmack der Pflanze: Nicht essbar, bitter und giftig 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine spezielle Wirkung, aber durch frühe Blüte wichtig für erste Insekten


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 2–4 Wochen 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: Herbst oder zeitiges Frühjahr (je nach Art) 

Aussaat Tiefe: 1–2 cm 

Abstand in der Reihe: 10–15 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 10–20 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–3


Bevorzugte Beet Art: Steingarten, naturnaher Garten, durchlässiger Boden 

Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 


Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig 

Düngereinsatz: Kaum nötig, gelegentlich organischer Dünger 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger sparsam


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Zierpflanze, Wildpflanze, Frühblüher 

Mit Heilwirkung: Nein 

Wirkstoffe: Alkaloide (giftig) 

Anwendungsbereiche: Keine medizinische Nutzung, giftig 

Verabreichung: Nicht empfohlen


Essbar: Nein  

Welche essbaren Teile: Keine 

Giftig: Ja 

Welche giftigen Teile: Alle Pflanzenteile, besonders Zwiebeln 

Verwechslungsgefahr mit: Blaustern kann mit anderen kleinen blauen Frühblühern verwechselt werden, z.B. Scilla siberica vs. Chionodoxa


Verwendung in der Küche: Nicht geeignet 

Beste Haltbarmachung: Nicht anwendbar 

Lagerung der Pflanze: Zwiebeln kühl, trocken lagern, wenn ausgegraben 

Das beste Rezept: Nicht anwendbar 

Die beste Speise: Nicht anwendbar 

Das beste Getränk: Nicht anwendbar 

Die beste Beilage: Nicht anwendbar


10 Arten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Frühlings-Blaustern – Scilla siberica 

2.     Trauben-Blaustern – Scilla hispanica (Syn. Scilla peruviana) 

3.     Scilla bifolia 

4.     Scilla autumnalis 

5.     Scilla lilio-hyacinthus 

6.     Scilla verna 

7.     Scilla bifolia subsp. bicolor 

8.     Scilla italica 

9.     Scilla melaina 

10. Scilla numidica


Drei häufig vorkommende Arten: 

-      Scilla siberica (Frühlings-Blaustern) 

-      Scilla bifolia 

-      Scilla verna


Drei seltene Arten: 

-      Scilla melaina 

-      Scilla numidica 

-      Scilla italica


Guter Nachbar: Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen, Primeln 

Schlechter Nachbar: Pflanzen mit hoher Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe, z.B. schnell wachsende Stauden 

Beste Mischkulturen: Frühblüher-Mischpflanzungen, naturnahe Staudenbeete


Quellennachweis: 

-      Flora Europaea 

-      Pflanzen-Deutschland 

-      Wikipedia: Scilla 

-      Naturgarten-Ratgeber 

-      Botanische Fachliteratur zu Asparagaceae