Die Gattung der Brandkräuter umfasst mindestens 100 Arten, zu der sowohl Stauden als auch Halbsträucher gehören. Die Gattung der Brandkräuter (Phlomis) umfasst mindestens 100 Arten, zu der sowohl Stauden als auch Halbsträucher gehören.

Ursprünglich stammen die Lippenblütler (Lamiaceae) aus einem Gebiet, das sich von Südosteuropa bis nach Zentralasien und China erstreckt, aber auch in unseren Breiten sind sie ausgesprochen winterhart. Brandkräuter stehen zwar am liebsten an vollsonnigen Standorten im Beet, aber auch Halbschatten vertragen sie gut.

An den Boden stellen sie ebenfalls keine hohen Ansprüche, er sollte jedoch durchlässig und nicht zu nährstoffarm sein. Als Gartenpflanzen werden vor allem drei Arten verwendet: Das Syrische Brandkraut (Phlomis russeliana), das Samos-Brandkraut (Phlomis samia) und das Knollen-Brandkraut (Phlomis tuberosa).

Im Juni und Juli zeigen die Stauden ihre markanten Blütenquirle, die stängelumfassend in regelmäßigen Etagen auf Höhe der gegenständigen Blattansätze erscheinen. Die Quirle bestehen aus zahlreichen Lippenblüten, die je nach Art rosa, weinrot oder gelb blühen. Je zwei schlanke, herzförmige Blätter wachsen aus der Unterseite der Blütenquirle. Sind sie im unteren Bereich der Pflanze noch recht groß und auffällig, werden sie nach oben hin immer kleiner.

Wegen ihrer filzigen Behaarung und den teils runzeligen Blättern hat die Pflanze auch ohne Blüten einen hohen Zierwert. Während das Syrische Brandkraut und das Samos-Brandkraut nur etwa 90 Zentimeter hoch werden, kann das Knollen-Brandkraut eine stattliche Größe von 150 Zentimeter erreichen.

Die horstig wachsenden Pflanzen bilden mit der Zeit ein ausgedehntes Wurzelsysteme und große Knollen aus, breiten sich aber eher langsam aus. Das Syrische Brandkraut hingegen kann durch Selbstaussaat größere Flächen erobern.

Zudem ist es mit seinen trockenen Samenständen eine der schönsten Strukturstauden im winterlichen Beet. Brandkraut ist eine robuste, pflegeleichte Pflanze, die mit ihren attraktiven Blüten und ihrer Trockenheitsverträglichkeit mediterrane Gärten bereichert.

Sie bietet ökologische Vorteile durch Förderung von Nützlingen und hat traditionelle Heilwirkungen. Brandkraut (Phlomis) ist eine attraktive, robuste Pflanzengattung, die vor allem durch ihre markanten Blütenstände und ihre Anpassung an trockene Standorte besticht. Hier die ausführliche Übersicht: 🌿💛


Name (Deutsch): Brandkraut 

Botanischer Name: Phlomis spp. 

Gattung: Phlomis 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Brandkraut, Wollkraut 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 10 Arten, je nach Quelle; keine klassischen Unterarten, sondern Artenvielfalt innerhalb der Gattung


Anbauordnung: Zierpflanze, Wildpflanze 

Kulturart: Blume / Staude 

Klimazone: Gemäßigte bis mediterrane Zone 

Erntezeitraum: Blütezeit Mai bis Juli 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Verträgt Trockenheit gut, benötigt gut durchlässigen Boden; Frostempfindlich je nach Art 

Bemerkung: Mehrjährige, ausdauernde Stauden mit behaarten Blättern; beliebt in Steingärten und trockenen Beeten 

Bester Fundort in der Natur: Mediterrane Regionen, trockene Wiesen, steinige Hänge

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen trockenheitsliebenden Stauden wie Lavendel, Salbei, Thymian; fördert Biodiversität


Blütenbeschreibung: Lippenförmige Blüten, meist gelb, manchmal rosa oder weiß, in dichten, zylindrischen oder kugeligen Ähren 

Blattbeschreibung: Groß, oval bis lanzettlich, dicht behaart, graugrün bis grün 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechte, verzweigte Stängel, behaart 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, rundlich bis oval 

Art der Wurzler: Flach- bis tiefwurzelnd


Geruch der Pflanze: Schwach, aromatisch 

Geschmack der Pflanze: Nicht typisch genutzt zum Essen, leicht bitter bis aromatisch bei einigen Arten 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Lockt Nützlinge an, resistent gegen viele Schädlinge


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14–30 Tage 

Keimtemperatur: 18–22 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 30–40 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2


Bevorzugte Beet Art: Steingarten, trockenes Beet, mediterraner Garten 

Idealer Boden: Locker, gut durchlässig, kalkhaltig bis neutral 

pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5 


Gießverhalten: Trockenheitsverträglich, mäßig gießen 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Wenig, gelegentlich organisch 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Langzeitdünger sparsam


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Zierpflanze, Wildpflanze, Staude 

Mit Heilwirkung: Ja, traditionell in der Volksmedizin 

Wirkstoffe: Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide 

Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, wundheilend, schleimlösend 

Verabreichung: Umschläge, Tees, Tinkturen


Essbar: Nein (nicht als Lebensmittel genutzt) 

Welche essbaren Teile: Keine 

Giftig: Nein  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Keine bedeutende Verwechslungsgefahr


Verwendung in der Küche: Nicht gebräuchlich 

Beste Haltbarmachung: Nicht relevant 

Lagerung der Pflanze: Nicht relevant 

Das beste Rezept: Nicht anwendbar 

Die beste Speise: Nicht anwendbar 

Das beste Getränk: Nicht anwendbar 

Die beste Beilage: Nicht anwendbar


10 Arten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

    • 1.     Brandkraut – Phlomis russeliana 
    • 2.     Wolliges Brandkraut – Phlomis lanata 
    • 3.     Phlomis fruticosa 
    • 4.     Phlomis tuberosa 
    • 5.     Phlomis lycia 
    • 6.     Phlomis italica 
    • 7.     Phlomis herba-venti 
    • 8.     Phlomis viscosa 
    • 9.     Phlomis lychnitis 
    • 10. Phlomis pungens

---

Drei häufig vorkommende Arten: 

  • -      Phlomis russeliana 
  • -      Phlomis fruticosa 
  • -      Phlomis tuberosa

Drei seltene Arten: 

  • -      Phlomis lanata 
  • -      Phlomis lycia 
  • -      Phlomis italica

Guter Nachbar: Lavendel, Salbei, Thymian, Rosmarin 

Schlechter Nachbar: Pflanzen mit hohem Wasserbedarf 

Beste Mischkulturen: Mediterrane Stauden- und Kräutermischungen


Quellennachweis: 

  • -      Flora Europaea 
  • -      Pflanzen-Deutschland 
  • -      Gartenratgeber 
  • -      Fachliteratur Lamiaceae 
  • -      Wikipedia: Phlomis