Lindenblüten sind eine wertvolle und vielseitige Pflanze, die sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde breite Anwendung findet. Ihr angenehmer Geschmack und die gesundheitsfördernden Eigenschaften machen sie zu einer beliebten Zutat für Tees und andere Zubereitungen.

Die beruhigende und entzündungshemmende Wirkung von Lindenblüten macht sie zu einem effektiven Mittel zur Förderung des Wohlbefindens, insbesondere in stressigen Zeiten oder bei Erkältungen.

Mit ihrer einfachen Erhältlichkeit und den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sind Lindenblüten eine hervorragende Ergänzung für jede Hausapotheke und Küche. Insgesamt stellt die Lindenblüte eine wunderbare Option dar, um die Gesundheit zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.


Name (Deutsch): Linde 

Botanischer Name: Tilia spp. 

Gattung: Tilia 

Pflanzenfamilie: Malvengewächse (Malvaceae) 

Name im Volksmund: Linde, Lindenbaum 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 10-15 Unterarten und Varietäten


Anbauordnung: Kulturpflanze (Gehölz), Waldpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Gehölz, Waldpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Klimazone Europas 

Erntezeitraum: Juni bis Juli (Blütezeit) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Sehr bienenfreundlich, wichtig für Ökosysteme und Heilpflanze mit traditioneller Nutzung 

Bemerkung: Silberlinde (Tilia tomentosa) ist besonders widerstandsfähig gegen Trockenheit und Luftverschmutzung 

Bester Fundort in der Natur: Lichte Laubwälder, Parks und Alleen Mitteleuropas 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit schattentoleranten Kräutern und Gehölzen, fördert Biodiversität und Nützlinge 

Was sind die besten Mischkulturen: Kombination mit Salbei, Lavendel, anderen Laubbäumen und schattentoleranten Pflanzen


Blütenbeschreibung: Gelblich-weiße, duftende Blütendolden, stark bienenfreundlich 

Blattbeschreibung: Herzförmig, grün, gesägter Rand, oberseits glatt, unterseits leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Gerader, schlanker Stamm, Rinde glatt bis leicht rissig; Blütenstiele lang mit Hochblatt 

Samenbeschreibung: Kleine, rundliche Nüsse (Nüsschen) mit Haarbüscheln an der Basis 

Art der Wurzler: Herzwurzler (tief wurzelnd) 


Geruch der Pflanze: Süßlich-blumiger Duft, besonders bei Blüten 

Geschmack der Pflanze: Mild, süßlich (Blüten) 

Lebenszeitspanne: Mehrere hundert Jahre möglich 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge durch Blütennektar; kaum relevante Schädlinge bei gesunden Bäumen


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: Ca. 3-4 Wochen 

Keimtemperatur: 15-20 °C 

Keimvorbereitung: Stratifizierung (Kälteeinwirkung) empfohlen 

Keimfähigkeit in Jahren: Bis zu 3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling bis Herbst 

Aussaat Tiefe: Ca. 1 cm 

Abstand in der Reihe: 2-3 Meter 

Abstand zur nächsten Pflanze: 3-4 Meter 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 Samen


Bevorzugte Beet Art: Locker, humos 

Idealer Boden: Nährstoffreich, durchlässig, neutral bis leicht sauer 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Moderat 

Empfohlener Dünger: Organischer Langzeitdünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Wald- und Heilpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Flavonoide, Schleimstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle 

Anwendungsbereiche: Erkältungen, Fieber, Reizhusten, Beruhigung 

Verabreichung: Trinken (Tee), Umschläge, Inhalieren, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blüten 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Kaum, evtl. andere Laubbäume mit ähnlicher Blattform


Verwendung in der Küche: Lindenblütentee, Sirup, Honig 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet 

Lagerung der Pflanze: Trocken, dunkel, luftdicht 

Das beste Rezept: Lindenblütentee mit Honig bei Erkältungen 

Die beste Speise: Lindenblütenhonig 

Das beste Getränk: Lindenblütentee 

Die beste Beilage: Nicht üblich


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

1.     Winterlinde – *Tilia cordata* 

2.     Sommerlinde – *Tilia platyphyllos* 

3.     Holländische Linde – *Tilia × europaea* 

4.     Silberlinde – *Tilia tomentosa* 

5.     Berglinde – *Tilia carpinifolia* 

6.     Krimlinde – *Tilia dasystyla* 

7.     Balkanlinde – *Tilia tomentosa* subsp. *caucasica* 

8.     Kleinblättrige Linde – *Tilia cordata* var. *heterophylla* 

9.     Türkische Linde – *Tilia argentea* 

10. Weißlinde – *Tilia alba* (Synonym für *Tilia tomentosa*)


Drei häufig vorkommende Unterarten:

  • -      Winterlinde (*Tilia cordata*) 
  • -      Sommerlinde (*Tilia platyphyllos*) 
  • -      Holländische Linde (*Tilia × europaea*)

Drei seltenst vorkommende Unterarten:

  • -      Krimlinde (*Tilia dasystyla*) 
  • -      Balkanlinde (*Tilia tomentosa* subsp. *caucasica*) 
  • -      Kleinblättrige Linde (*Tilia cordata* var. *heterophylla*)

Guter Nachbar: Salbei, Lavendel, schattentolerante Kräuter und Gehölze 

Schlechter Nachbar: Stark konkurrenzierende Arten, die Schatten nicht vertragen 

Beste Mischkulturen: Linden mit anderen Laubbäumen und schattentoleranten Kräutern


*Quellennachweis:*

  • -      [1] VerbraucherService Bayern 2025 
  • -      [2] Baumkunde.de 
  • -      [3] Natura DB 
  • -      [4] AWL.ch 
  • -      [7] Flora Europaea 
  • -      [8] Botanik Lexikon 
  • -      [9] Heilpflanzenratgeber 
  • -      [10] Samen- und Pflanzenlexikon