Die Ringelblume bereichert deine Beete nicht nur zur Dekoration, sondern auch deinen Speiseplan mir ihren essbaren, leicht salzig-bitteren Blütenblättern und deine Kräuterapotheke mit ihren Heilkräften. Ihr Gehalt an Pflanzenfarbstoffen, den Flavonoiden und Carotinen wirkt antibakteriell, schleimlösend und wundheilend. Calendula officinalis, so ihr lateinischer Name, ist eine traditionelle Bauerngartenpflanze, die in früheren Zeiten als Wetterprophet genutzt wurde. Dem Glauben nach wird das Wetter schön, wenn die Blüten am frühen Morgen geöffnet sind. Hol dir die Ringelblume auch in deinen Garten!


Name (Deutsch): Ringelblume 

Botanischer Name: Calendula officinalis 

Gattung: Calendula 

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae) 

Name im Volksmund: Ringelblume, Garten-Ringelblume, Marigold (engl.) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine natürlichen Unterarten, meist als einheitliche Art kultiviert


Anbauordnung: Kulturpflanze (Zier- und Heilpflanze) 

Kulturart: Gartenpflanze, Heilpflanze, Wildkraut 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juni bis Oktober 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt sonnige Standorte und gut durchlässige Böden; frostempfindlich 

Bemerkung: Einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, reichblühend und bienenfreundlich 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich Mittelmeerraum, heute in Gärten weltweit verbreitet 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Wirkt als Nützlingsmagnet, fördert Schädlingsabwehr im Gemüsebeet


Blütenbeschreibung: Leuchtend orange bis gelbe, große Korbblüten mit vielen Zungenblüten 

Blattbeschreibung: Graugrüne, lanzettliche Blätter, leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, verzweigter Stängel, weich behaart 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche Samen mit Haken, gut zur Vermehrung geeignet 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Mild, leicht würzig 

Geschmack der Pflanze: Milder, leicht herber Geschmack 

Lebenszeitspanne: Einjährig bis zweijährig

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen, wirkt abschreckend auf Blattläuse und andere Schädlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 

Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Kräuterbeet, Zierbeet 

Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, gut drainiert 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Mäßig, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Gemüsedünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Heilpflanze, Gartenkraut, Wildkraut 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Flavonoide, ätherische Öle, Carotinoide, Saponine 

Anwendungsbereiche: Wundheilung, entzündungshemmend, Hautpflege, antibakteriell 

Verabreichung: Trinken (Tee), cremen, Umschläge, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blüten, junge Blätter 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Gelber Korbblütler (z. B. Calendula arvensis), aber meist gut unterscheidbar 


Verwendung in der Küche: Salate, Dekoration, Kräuterbutter, Tee 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig 

Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht 

Das beste Rezept: Ringelblumentee, Ringelblumensalbe 

Die beste Speise: Frische Ringelblumenblüten im Salat 

Das beste Getränk: Ringelblumentee 

Die beste Beilage: Passt zu leichten Sommersalaten und Gemüsegerichten


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

 

  1. Ringelblume – Calendula officinalis (keine weiteren natürlichen Unterarten, aber viele Zuchtformen) 
  2. Acker-Ringelblume – Calendula arvensis 
  3. Strand-Ringelblume – Calendula maritima (selten) 
  4. Gold-Ringelblume – Calendula sulphurea (selten) 
  5. Weitere Zuchtformen mit verschiedenen Blütenfarben und -formen existieren, aber keine klar definierten Unterarten

Drei häufig vorkommende Unterarten/Zuchtformen:

-      Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) 

-      Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) 

-      Diverse Zuchtformen von Calendula officinalis (z. B. orange, gelb, gefüllt)


Drei selten vorkommende Unterarten:

-      Strand-Ringelblume (Calendula maritima) 

-      Gold-Ringelblume (Calendula sulphurea) 

-      Weitere seltene Wildformen


Guter Nachbar:

-      Tomaten, Gurken, Kohl, Salat (fördert Schädlingsabwehr) 

-      Kräuter wie Basilikum und Thymian


Schlechter Nachbar:

-      Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe stark entziehen 

-      Pflanzen, die Schatten werfen und Ringelblume überwuchern könnten


Beste Mischkulturen:

-      Gemüse wie Tomaten, Gurken, Salat 

-      Kräuter mit ähnlichen Standortansprüchen (Basilikum, Thymian, Petersilie) 

-      Blumen, die Nützlinge anlocken (z. B. Ringelblume selbst als Nützlingsmagnet)


Quellennachweis:

FloraWeb, Botanik-Fachliteratur, Kräuterlexika, Pflanzendatenbanken (z. B. Flora Europaea, Plantura, PFAF)