Borretsch ist eine wertvolle Pflanze, die mit ihrem frischen Geschmack, den hübschen Blüten und ihrer Wirkung als Nützlingsmagnet sowohl in der Küche als auch im Garten begeistert.
Borretsch ist eine aromatische, bienenfreundliche Pflanze mit vielfältigen kulinarischen und heilkundlichen Anwendungen. Hier die umfassende Übersicht: 🌿💙
Name (Deutsch): Borretsch
Botanischer Name: Borago officinalis
Gattung: Borago
Pflanzenfamilie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Name im Volksmund: Gurkenkraut, Borretschkraut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine anerkannten Unterarten, meist als monotypische Art betrachtet
Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze
Kulturart: Gemüse / Kräuter / Wildkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Mai bis September
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Enthält geringe Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden, daher in größeren Mengen nicht dauerhaft konsumieren
Bemerkung: Ein- bis zweijährige krautige Pflanze mit blauen, sternförmigen Blüten; sehr bienenfreundlich
Bester Fundort in der Natur: Ruderalflächen, Gärten, sonnige bis halbschattige Standorte
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Fördert Bestäuber, wirkt positiv auf Nachbarpflanzen wie Tomaten und Gurken
Blütenbeschreibung: Sternförmige, leuchtend blaue Blüten mit schwarzem Zentrum, 2–3 cm groß
Blattbeschreibung: Große, raue, behaarte Blätter, grün, leicht gurkenartig duftend
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, behaarter Stängel
Samenbeschreibung: Kleine, braune bis schwarze Samen, länglich
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Frisch, gurkenartig
Geschmack der Pflanze: Frisch, gurkenähnlich, leicht salzig
Lebenszeitspanne: Ein- bis zweijährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Lockt Nützlinge und Bestäuber an, fördert Biodiversität
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Juni (direkt ins Freiland oder vorziehen)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Gemüsebeet, Wildblumenbeet
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Mäßig feucht halten, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Mäßig, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Küchen- und Wildkräuter, Gartenpflanze, Wiesenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Schleimstoffe, Saponine, Flavonoide, Pyrrolizidinalkaloide (in geringen Mengen)
Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, harntreibend, beruhigend
Verabreichung: Tee, Tinkturen, Umschläge, frische Blätter essen
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Junge Blätter, Blüten
Giftig: In großen Mengen wegen Pyrrolizidinalkaloiden bedenklich
Welche giftigen Teile: Alle Pflanzenteile enthalten geringe Mengen Pyrrolizidinalkaloide
Verwechslungsgefahr mit: Keine bedeutende Verwechslungsgefahr
Verwendung in der Küche: Salate, Suppen, Kräuterquark, Garnitur, Getränke (z.B. Borretschlimonade)
Beste Haltbarmachung: Frisch verwenden oder trocknen
Lagerung der Pflanze: Kühl und dunkel lagern
Das beste Rezept: Borretsch-Joghurt-Dip
Die beste Speise: Frischer Borretsch-Salat mit Zitrone
Das beste Getränk: Borretschlimonade oder Borretschtee
Die beste Beilage: Leichte Fischgerichte, Salate
10 Unterarten oder Varietäten in Europa:
· Borretsch wird meist als monotypische Art ohne Unterarten geführt, daher keine anerkannten Unterarten.
Drei häufig vorkommende Varietäten:
· Nicht relevant, da keine Unterarten anerkannt
Drei seltene Varietäten:
· Nicht vorhanden
Guter Nachbar: Tomaten, Gurken, Erdbeeren (fördert Wachstum und Schädlingsabwehr)
Schlechter Nachbar: Keine bekannt
Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Nachtschattengewächsen und Salat
Quellennachweis:
- Wikipedia: Borago officinalis
- Heilpflanzenlexika
- Gartenratgeber Kräuter
- Pflanzen-Deutschland
- Ökologie- und Kräuterportale