Buschbohne (Phaseolus vulgaris (buschige Sorten))

Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus) bereiten beim Anbau meist wenig Probleme und liefern einen relativ zeitigen Ertrag. Die Hülsenfrüchte sind Schmetterlingsblütler (Faboideae) und zählen wie Stangen- und Feuerbohnen zu den Gartenbohnen, die ursprünglich aus Mittelamerika stammen. Aufgrund ihrer Herkunft sind die Bohnen sensibel, was die Wärmebedürfnisse anbelangt. Sie können erst Mitte Mai, wenn die Böden warm genug sind, ins Freiland.

Ursprünglich waren die nur 30 bis 50 Zentimeter hochwachsenden Buschbohnen Kletterpflanzen, die im 19. Jahrhundert als niedrige Bohnen gezüchtet wurden. An ihren kurzen Stängeln sitzen jeweils drei herzförmige Blätter. Ende Juni erscheinen je Stängel drei bis fünf Schmetterlingsblüten in Weiß, Gelb oder Violett. Wie bei den anderen Bohnen-Arten gibt es auch bei Buschbohnen ein großes Sortiment früher, mittlerer und später Sorten in unterschiedlichsten Formen und Farben.

Es gibt viele unterschiedliche Sorten mit interessanten Namen, Formen und Farben wie z.B. Kenia-Bohnen, Kidney-Bohnen und Borlotti-Bohnen. Manche Sorten sind eher lang und dünn, andere haben dickere Hülsen. Die Farben variieren von grün, wachsgelb, goldgelb, violett, rot oder im Fall der Borlotti-Bohnen mehrfarbig. Generell wird zwischen Buschbohnen, den Stangenbohnen sowie den Feuer- oder Prunkbohnen unterschieden. Hier konzentrieren wir uns auf die Buschbohnen. Diese haben den großen Vorteil, dass sie nicht ranken und daher kein Gerüst benötigen.

Buschbohnen sind beliebte, robuste und ertragreiche Gemüsepflanzen, die in vielen Gärten und auf Feldern in Europa angebaut werden. 🌱🍽


Name (Deutsch): Buschbohne 

Botanischer Name: Phaseolus vulgaris (buschige Sorten) 

Gattung: Phaseolus 

Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae) 

Name im Volksmund: Buschbohne, Gartenbohne 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa:

  • Keine klar definierten Unterarten, sondern zahlreiche Sorten und Varietäten

Anbauordnung: Kulturpflanze (Gemüse) 

Kulturart: Gemüse 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juni bis September 

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Benötigt lockeren, nährstoffreichen Boden und regelmäßige Wasserversorgung; frostempfindlich 

Bemerkung:

-      Kompakter Wuchs ohne Rankhilfen, ideal für kleinere Gärten 

Bester Fundort in der Natur:

-      Kultiviert, Ursprung in Mittel- und Südamerika 

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit Mais, Karotten, Kohl; fördert Schädlingsabwehr


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, weiße, rosa oder violette Schmetterlingsblüten 

Blattbeschreibung: Drei- bis fünffingerige Blätter, grün, meist glatt 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechte, buschige Stängel ohne Ranken 

Samenbeschreibung: Runde bis längliche Samen, farblich variierend 

Art der Wurzler: Flach- bis mittel-tief wurzelnd mit Knöllchenbakterien


Geruch der Pflanze: Schwach, frisch 

Geschmack der Pflanze: Mild, nussig bis leicht süßlich 

Lebenszeitspanne: Einjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Förderung von Nützlingen, Fruchtwechsel empfohlen


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 18–25 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: April bis Juni 

Aussaat Tiefe: 3–5 cm 

Abstand in der Reihe: 30–40 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, lockerer Boden 

Idealer Boden: Locker, humos, nährstoffreich 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0 


Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Mäßig, organisch und mineralisch 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Gemüse 

Mit Heilwirkung: Nein 

Wirkstoffe: Proteine, Ballaststoffe, Vitamine 

Anwendungsbereiche: Ernährung 

Verabreichung: Essen


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Junge Schoten und Samen 

Giftig:

-      Roh enthalten manche Sorten Phasin (giftig, durch Kochen zerstört) 

Welche giftigen Teile: Rohes Saatgut 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Hülsenfrüchte, unproblematisch


Verwendung in der Küche: Gedünstet, gekocht, als Salat, Eintopf 

Beste Haltbarmachung: Einfrieren, Einkochen, Trocknen 

Lagerung der Pflanze: Kühl, dunkel 


Das beste Rezept: Gedünstete Buschbohnen mit Knoblauch 

Die beste Speise: Bohneneintopf 

Das beste Getränk: Nicht üblich 

Die beste Beilage: Kartoffeln, Reis


10 häufige Sorten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

-      Buschbohne 'Neckarkönigin' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Robusta' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Cascadia' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Contender' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Provider' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Blue Lake' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Hestia' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Goldmarie' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Maxidor' – Phaseolus vulgaris 

-      Buschbohne 'Santana' – Phaseolus vulgaris


Drei häufig vorkommende Sorten: 

-      'Neckarkönigin' 

-      'Robusta' 

-      'Cascadia'


Drei seltene Sorten: 

-      'Hestia' 

-      'Maxidor' 

-      'Santana'


Guter Nachbar: Mais, Karotten, Kohl 

Schlechter Nachbar: Zwiebeln, Knoblauch, Lauch 

Beste Mischkulturen:

-      Drei-Schwestern-Anbau (Mais, Bohnen, Kürbis), Kohl, Salat


Quellennachweis: 

-      Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bohne 

-      Mein schöner Garten: https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/buschbohne 

-      Gartenjournal: https://www.gartenjournal.net/buschbohne-pflanzen-pflegen