Chinakohl nennt man auch Pekingkohl, Selleriekohl oder Japankohl. Seine Farbe ist weiß bis blassgrün, die äußeren Blätter sind oft kräftig grün. Er ist geadert wie Wirsing und kann auf vielfältigste Weise zubereitet werden. Unter anderem kann man ihn auch sehr gut roh im Salat verwenden.
Die Haupterntezeit liegt im Oktober, er lässt sich jedoch auch hervorragend kühl und dunkel einlagern, so dass man bis zum Frühjahr von ihm essen kann. Da er wenige Senföle beinhaltet, ist er mild im Geschmack und sehr knackig.
Chinakohl ist berühmt für seine lange Haltbarkeit. Wenn Sie das gesunde Wintergemüse nach der Ernte richtig lagern, bleibt es bis zum Januar knackig und kann über Monate frisch zubereitet werden. Kein Wunder also, dass die Nutzpflanze aus China, die seit dem 19. Jahrhundert auch in Europa angekommen ist, von unserem Speisezettel nicht mehr wegzudenken ist.
Vor allem, weil sich Chinakohl für einen Kohl verblüffend anspruchslos in der Kultur zeigt und auch von Anfängern erfolgreich im Gemüsegarten angebaut werden kann.
Chinakohl ist ein beliebtes, mild-würziges Blattgemüse, das vor allem in der asiatischen und europäischen Küche geschätzt wird. Hier die ausführliche Übersicht:
Name (Deutsch): Chinakohl
Botanischer Name: Brassica rapa subsp. pekinensis
Gattung: Brassica
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Name im Volksmund: Pekinger Kohl, Chinesischer Kohl, Napa-Kohl
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Brassica rapa hat mehrere Unterarten; subsp. pekinensis ist eine davon, insgesamt ca. 5–7 Unterarten in Europa
Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gemüse
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juli bis November (je nach Aussaat)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Empfindlich gegenüber Hitze und Trockenheit; benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit und kühle Temperaturen für guten Wuchs
Bemerkung: Schnellwachsend, bildet dichte, längliche Köpfe mit zarten Blättern
Bester Fundort in der Natur: Kultiviert, Wildformen von Brassica rapa in Europa und Asien
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Sellerie, Zwiebeln, Gurken; fördert Mischkultur durch Schädlingsabwehr
Blütenbeschreibung: Kleine gelbe Blüten in Trauben, typisch für Kreuzblütler
Blattbeschreibung: Groß, länglich, hellgrün bis gelblich, leicht gewellt, saftig
Stamm-/Stielbeschreibung: Kurz, fleischig, grün
Samenbeschreibung: Kleine, runde, braune bis gelbliche Samen
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach, frisch-kohlartig
Geschmack der Pflanze: Mild, leicht süßlich, wenig bitter
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Förderung von Nützlingen, Fruchtfolge, Bekämpfung von Kohlweißling und Blattläusen
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 5–10 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 3–5 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Juli (für Sommer- und Herbsternte)
Aussaat Tiefe: 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 30–40 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Mischkulturbeet
Idealer Boden: Locker, humusreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0
Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Mäßig, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Gemüsedünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Gemüse, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Vitamin C, Folsäure, Glucosinolate, Ballaststoffe
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, antioxidativ, immunstärkend
Verabreichung: Essen
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Blätter, Kopf
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Anderer Kohlarten, z.B. Weißkohl, Pak Choi
Verwendung in der Küche: Salate, Wokgerichte, Suppen, Eintöpfe, Fermentation (Kimchi)
Beste Haltbarmachung: Kühl lagern, kurze Haltbarkeit
Lagerung der Pflanze: Kühlschrank, 0–4 °C, feucht
Das beste Rezept: Kimchi (fermentierter Chinakohl)
Die beste Speise: Gedünsteter Chinakohl mit Sesam
Das beste Getränk: Nicht üblich
Die beste Beilage: Zu asiatischen Gerichten, Reis
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
Brassica rapa umfasst mehrere Unterarten, darunter:
1. Brassica rapa subsp. pekinensis (Chinakohl)
2. Brassica rapa subsp. rapa (Steckrübe)
3. Brassica rapa subsp. sylvestris (Wildform)
4. Brassica rapa subsp. oleifera (Raps)
5. Brassica rapa subsp. chinensis (Pak Choi)
6. Brassica rapa subsp. parachinensis
7. Brassica rapa subsp. nipposinica
8. Brassica rapa subsp. trilocularis
9. Brassica rapa subsp. dichotoma
10. Brassica rapa subsp. campestris
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Brassica rapa subsp. pekinensis
- Brassica rapa subsp. rapa
- Brassica rapa subsp. chinensis
Drei seltene Unterarten:
- Brassica rapa subsp. parachinensis
- Brassica rapa subsp. nipposinica
- Brassica rapa subsp. trilocularis
Guter Nachbar: Sellerie, Zwiebeln, Gurken
Schlechter Nachbar: Erdbeeren, Tomaten (Wachstumshemmung)
Beste Mischkulturen: Kombination mit Sellerie, Zwiebeln, Salat
Quellennachweis:
- - Flora Europaea, Royal Botanic Gardens Kew
- - Fachliteratur zu Brassica rapa
- - Diverse Gartenbücher und Gemüseanbau-Ratgeber
- - Bundesamt für Naturschutz (BfN)