Name (Deutsch): Basilikum
Botanischer Name: Ocimum basilicum
Gattung: Ocimum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Name im Volksmund: Basilikum, Königskraut, Basilienkraut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 5-10 Unterarten und Varietäten, je nach Quelle
Anbauordnung: Kulturpflanze (Kräuter)
Kulturart: Kräuter
Klimazone: Gemäßigte bis subtropische Zone (in Deutschland meist als einjährige Kultur)
Erntezeitraum: Juni bis September (je nach Aussaat und Standort)
Zehrer Art: Mittelzehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Empfindlich gegenüber Kälte und Frost, benötigt sonnigen, warmen Standort und gut durchlässigen Boden
Bemerkung: Stark duftende, aromatische Pflanze, beliebt in der Küche und als Heilpflanze
Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich in tropisch-subtropischen Regionen, in Europa meist kultiviert, wild selten
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Tomaten und Paprika, da Basilikum deren Wachstum fördert und Schädlinge abwehrt
Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis rosa Blüten in ährenförmigen Blütenständen
Blattbeschreibung: Glatte, glänzende, oval-lanzettliche Blätter, grün bis violett, aromatisch
Stamm-/Stielbeschreibung: Weicher, aufrechter Stängel, meist grün oder rötlich, hohl
Samenbeschreibung: Kleine, schwarze bis dunkelbraune Samen, rundlich
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Stark aromatisch, süßlich-würzig
Geschmack der Pflanze: Aromatisch, süßlich-pfeffrig
Lebenszeitspanne: Einjährig (in Mitteleuropa)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abwehrend gegen Mücken und weiße Fliegen
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 20–25 °C
Keimvorbereitung: Samen in warmem Wasser einweichen kann Keimung fördern
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Mai (je nach Region und Temperatur)
Aussaat Tiefe: 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 20 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 25–30 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Gemüsebeet
Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig, nährstoffreich
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Regelmäßig, aber Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherische Öle (z.B. Eugenol, Linalool), Flavonoide, Gerbstoffe
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, antimikrobiell, entzündungshemmend, krampflösend
Verabreichung: Essen, Tee, Tinkturen, ätherisches Öl (verdünnt)
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Blätter, Blüten
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Lippenblütler, z.B. Minze (geruchlich gut unterscheidbar)
Verwendung in der Küche: Frisch oder getrocknet für Pesto, Salate, Tomatengerichte, Suppen, Saucen
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet oder eingefroren
Lagerung der Pflanze: Kühl, dunkel, luftdicht (getrocknet) oder frisch in feuchtem Tuch im Kühlschrank
Das beste Rezept: Klassisches Pesto alla Genovese
Die beste Speise: Pasta mit frischem Basilikum-Pesto
Das beste Getränk: Basilikum-Limonade oder Basilikum-Infused Water
Die beste Beilage: Tomaten-Mozzarella-Salat mit Basilikum
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Gewöhnliches Basilikum – *Ocimum basilicum*
- Zitronenbasilikum – *Ocimum basilicum* var. *citriodorum*
- Zimtbasilikum – *Ocimum basilicum* var. *cinnamomum*
- Thai-Basilikum – *Ocimum basilicum* var. *thyrsiflora*
- Dunkelblättriges Basilikum – *Ocimum basilicum* var. *purpurascens*
- Heiliges Basilikum (Tulsi) – *Ocimum tenuiflorum* (in Europa selten kultiviert)
- Rotes Basilikum – *Ocimum basilicum* var. *purpurascens*
- Kampferbasilikum – *Ocimum basilicum* var. *camphora*
- Großblättriges Basilikum – *Ocimum basilicum* var. *latifolium*
- Minzebasilikum – *Ocimum minimum* (kleine Varietät)
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Gewöhnliches Basilikum (*Ocimum basilicum*)
- Zitronenbasilikum (*Ocimum basilicum* var. *citriodorum*)
- Thai-Basilikum (*Ocimum basilicum* var. *thyrsiflora*)
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Kampferbasilikum (*Ocimum basilicum* var. *camphora*)
- Großblättriges Basilikum (*Ocimum basilicum* var. *latifolium*)
- Minzebasilikum (*Ocimum minimum*)
Guter Nachbar: Tomaten, Paprika, Gurken, Oregano (fördern gegenseitig Wachstum und Schädlingsabwehr)
Schlechter Nachbar: Fenchel (hemmt Wachstum), Salbei (kann Konkurrenz erzeugen)
Beste Mischkulturen: Tomaten mit Basilikum und Oregano, Paprika mit Basilikum, Gurken mit Basilikum
Quellennachweis:
- "Pflanzenportrait Basilikum", Universität Hohenheim
- "Kräuterlexikon", Stiftung Warentest
- "Basilikum - Anbau und Pflege", Bayerische Gartenakademie
- Diverse botanische Fachquellen und Kräuterbücher