Der Echte Lorbeer (Laurus nobilis), auch Edler Lorbeer oder Gewürzlorbeer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lorbeeren (Laurus) innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae).

 

Er wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Der Echte Lorbeer ist ein immergrüner Strauch oder Baum und kann Wuchshöhen von bis zu 10 Meter erreichen. Die ledrigen, oberseits glänzenden Laubblätter duften aromatisch.

 

Die kleinen grüngelben Blüten stehen in doldigen Blütenständen zusammen. Die Beeren sind glänzend und blauschwarz.

Der Echte Lorbeer ist ein immergrüner, aromatischer Strauch oder kleiner Baum, der vor allem als Gewürz- und Heilpflanze bekannt ist.

 

Seine glänzenden Blätter sind in der Küche und Naturheilkunde sehr geschätzt.

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Name (Deutsch): Echter Lorbeer 

Botanischer Name: Laurus nobilis 

Gattung: Laurus 

Pflanzenfamilie: Lorbeergewächse (Lauraceae) 

Name im Volksmund: Lorbeer, Lorbeerbaum 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine anerkannten Unterarten in Europa 

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Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Gewürzpflanze / Gehölz 

Klimazone: Mediterran, mild-gemäßigt 

Erntezeitraum: Herbst bis Winter (Blätter ganzjährig erntebar) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 

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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Blätter vor Verwendung trocknen oder kurz anrösten für besseres Aroma; frische Blätter können leicht giftig sein 

Bemerkung: Anspruchslos, frostempfindlich bei starkem Frost, immergrün 

Bester Fundort in der Natur: Mediterrane Wälder und Küstenregionen 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit mediterranen Kräutern, verbessert Mikroklima durch Schatten 

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Blütenbeschreibung: Kleine, gelbgrüne, unauffällige Blüten, einzeln oder in Dolden, im Frühling 

Blattbeschreibung: Dunkelgrüne, glänzende, lederartige, lanzettliche Blätter mit aromatischem Duft 

Stamm-/Stielbeschreibung: Glatter, graubrauner Stamm mit verzweigtem Wuchs 

Samenbeschreibung: Schwarze, ovale Steinfrüchte (Beeren), ca. 1 cm groß 

Art der Wurzler: Flach- bis tiefwurzelnd 

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Geruch der Pflanze: Würzig, aromatisch, typisch lorbeerartig 

Geschmack der Pflanze: Würzig, bitter, aromatisch 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (bis zu 50 Jahre und mehr) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Ätherische Öle wirken abwehrend gegen einige Schädlinge 

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Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 3–4 Wochen 

Keimtemperatur: 18–22 °C 

Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat entbeeren und 24 Stunden in Wasser einweichen 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 

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Aussaatzeitraum: Frühling 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1 cm 

Abstand in der Reihe: 50–70 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 2–3 m 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 

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Bevorzugte Beet Art: Gut durchlässige, humusreiche Beete oder Kübel 

Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 (leicht sauer bis neutral) 

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Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Mäßig, während Wachstumsperiode 

Empfohlener Dünger: Organischer Volldünger oder Kräuterdünger 

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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 

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Krautzuordnung: Würzpflanze, Gewürzgehölz, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (z.B. Eugenol, Cineol), Gerbstoffe, Flavonoide 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, entzündungshemmend, antiseptisch, krampflösend 

Verabreichung: Tee, Tinkturen, Umschläge, ätherische Öle (inhalieren, cremen) 

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Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Getrocknete Blätter 

Giftig: Nein (bei bestimmungsgemäßem Gebrauch) 

Welche giftigen Teile: Frische Blätter in großen Mengen können reizend sein 

Verwechslungsgefahr mit: Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus, giftig) 

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Verwendung in der Küche: Gewürz für Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte, Marinaden 

Beste Haltbarmachung: Getrocknet, luftdicht, dunkel lagern 

Lagerung der Pflanze: Getrocknete Blätter in luftdichten Behältern 

Das beste Rezept: Lorbeer in klassischer italienischer Minestrone 

Die beste Speise: Geschmortes Rindfleisch mit Lorbeer 

Das beste Getränk: Lorbeertee 

Die beste Beilage: Mediterranes Gemüse 

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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

·         Keine anerkannten Unterarten 

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3 häufig vorkommende Unterarten:

·         Nichtzutreffend 

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3 seltene Unterarten:

·         Nichtzutreffend 

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Guter Nachbar: Rosmarin, Thymian, Salbei, Lavendel 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Konkurrenz um Nährstoffe bedeuten 

Beste Mischkulturen: Mediterrane Kräuterbeete mit Rosmarin, Thymian, Salbei 

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Quellennachweis: 

-      "Flora Europaea" 

-      "Handbuch der Heilpflanzen" von Hager 

-      Botanischer Garten Berlin-Dahlem 

-      www.pflanzen-lexikon.com 

-      "Gewürzpflanzen" von Uwe Seidel