Der Echte Sternanis (Illicium verum) gehört zur Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae). Es ist ein immergrüner Baum, der in tropischen Gebieten wächst, dessen reife Früchte (anisi stellati fructus) als Gewürz genutzt werden. Der Echte Sternanis wächst als immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 20 m erreichen kann. Die Laubblätter stehen dicht an den Spitzen der Zweige. Sie sind umgekehrt eiförmig bis umgekehrt lanzettlich, 5 bis 11 cm lang und 1,6 bis 4 cm breit.

 

Die Blattspitze ist spitz oder kurz zugespitzt, die Blattbasis ist keilförmig spitz, der Blattrand ist ganzrandig. Die tiefroten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die Blütenhülle besteht aus sieben bis zwölf Blütenhüllblättern. Es sind elf bis 20 Staubblätter vorhanden, acht oder neun Fruchtblätter stehen in einem Quirl und sind nicht miteinander verwachsen.

 

Die rötlich-braune Frucht besitzt einen Durchmesser von etwa 3,5 cm und besteht aus acht oder neun verholzenden Balgfrüchten. Die Samen sind braun und glänzend.[1]

 

Der Echte Sternanis ist eine immergrüne, aromatische Pflanze, die vor allem für ihre sternförmigen Früchte bekannt ist, welche in der Küche und Medizin vielseitig Verwendung finden. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien, wird aber weltweit kultiviert.

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Name (Deutsch): Echter Sternanis 

Botanischer Name: Illicium verum 

Gattung: Illicium 

Pflanzenfamilie: Sternanisgewächse (Schisandraceae) 

Name im Volksmund: Sternanis 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine natürlichen Unterarten in Europa, da die Pflanze nicht heimisch ist und hauptsächlich kultiviert wird 

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Anbauordnung: Kulturpflanze (vor allem Gewürzpflanze) 

Kulturart: Gewürzpflanze / Gehölz 

Klimazone: Subtropisch bis tropisch (in Europa meist im Gewächshaus oder als Kübelpflanze) 

Erntezeitraum: Herbst bis Winter (je nach Standort) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 

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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Früchte enthalten den Wirkstoff Anethol, der aromatisch und medizinisch genutzt wird; Samen sind essbar, aber ganze Pflanze nicht roh verzehren 

Bemerkung: Wird hauptsächlich wegen der aromatischen Früchte kultiviert, immergrüner Strauch oder kleiner Baum 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich in Südchina und Vietnam, in Europa meist Kulturen oder Gewächshäuser 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen subtropischen Gehölzen; keine bekannten negativen Effekte 

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Blütenbeschreibung: Kleine, gelblich-grüne Blüten mit vielen Blütenblättern, duften leicht aromatisch 

Blattbeschreibung: Ledrige, glänzende, dunkelgrüne Blätter, elliptisch bis lanzettlich 

Stamm-/Stielbeschreibung: Holziger, verzweigter Stamm, Rinde grau-braun 

Samenbeschreibung: Sternförmige, holzige Früchte mit 6–8 Segmenten, jedes enthält einen glatten, braunen Samen 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd 

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Geruch der Pflanze: Charakteristisch süßlich-anetholartig, intensiv aromatisch 

Geschmack der Pflanze: Süßlich-würzig, anisartig 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebiger Strauch oder kleiner Baum 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine spezifischen Schädlingsbekämpfungseigenschaften bekannt, aber Anethol wirkt antibakteriell und antifungal in Extrakten 

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Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: Ca. 3–6 Wochen 

Keimtemperatur: 20–25 °C 

Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat einige Stunden in warmem Wasser einweichen 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 

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Aussaatzeitraum: Frühling 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1 cm 

Abstand in der Reihe: 50–70 cm (bei Anzucht) 

Abstand zur nächsten Pflanze: 2–3 m (im Freiland oder Kübel) 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 

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Bevorzugte Beet Art: Gut drainierte, humusreiche Beete oder Kübel mit Substrat für subtropische Pflanzen 

Idealer Boden: Locker, humusreich, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 (leicht sauer bis neutral) 

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Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig, keine pralle Mittagssonne bevorzugt 

Düngereinsatz: Regelmäßig während der Wachstumsphase 

Empfohlener Dünger: Flüssigdünger für exotische oder mediterrane Pflanzen 

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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 

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Krautzuordnung: Gewürzpflanze / Gehölz 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Anethol, Flavonoide, ätherische Öle 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, krampflösend, schleimlösend, antibakteriell 

Verabreichung: Tee, Tinkturen, Gewürz in Speisen 

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Essbar: Ja (Früchte/Samen) 

Welche essbaren Teile: Getrocknete Früchte (Sternanis) 

Giftig: Nein (bei bestimmungsgemäßem Gebrauch) 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Japanischer Sternanis (Illicium anisatum, giftig) 

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Verwendung in der Küche: Gewürz für Süßspeisen, Gebäck, asiatische Gerichte, Liköre (z.B. Anisette) 

Beste Haltbarmachung: Getrocknet, luftdicht, dunkel lagern 

Lagerung der Pflanze: Getrocknete Früchte in luftdichten Behältern 

Das beste Rezept: Chinesische Fünf-Gewürze-Mischung mit Sternanis 

Die beste Speise: Pho-Suppe (vietnamesische Nudelsuppe) 

Das beste Getränk: Anislikör oder Sternanis-Tee 

Die beste Beilage: Asiatisches Gemüse oder Reisgerichte 

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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

·         Keine natürlichen Unterarten in Europa, da nicht heimisch und meist nur kultiviert 

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3 häufig vorkommende Unterarten:

·         Nicht zutreffend 

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3 seltene Unterarten:

·         Nicht zutreffend 

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Guter Nachbar: Andere subtropische Gehölze, Kräuter wie Ingwer, Kardamom 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe stark entziehen 

Beste Mischkulturen: Kombination mit anderen Gewürz- und Heilpflanzen in Kübelkultur oder subtropischem Garten 

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Quellennachweis: 

-      "Flora of China" (efloras.org) 

-      "Pflanzen der Welt" (Botanischer Garten Berlin) 

-      "Gewürzpflanzen" von Uwe Seidel 

-      Wissenschaftliche Artikel zu Illicium verum und Anethol