Name (Deutsch): Echter Oregano, Wilder Majoran
Botanischer Name: Origanum vulgare
Gattung: Origanum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Name im Volksmund: Wilder Majoran, Dost, Bergmajoran
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 10-15 Unterarten und Varietäten
Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze, Zierpflanze
Kulturart: Kräuter
Klimazone: Gemäßigte bis mediterrane Zone
Erntezeitraum: Juni bis September
Zehrer Art: Mittelzehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt sonnige, trockene und gut durchlässige Böden; keine Staunässe verträglich
Bemerkung: Aromatischer, mehrjähriger Halbstrauch, bienenfreundlich
Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, sonnige Hänge, lichte Wälder, mediterrane Regionen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Tomaten, Paprika und Bohnen; fördern Wachstum und Schädlingsabwehr
Blütenbeschreibung: Kleine, rosafarbene bis violette Lippenblüten in dichten Scheinähren
Blattbeschreibung: Oval bis lanzettlich, graugrün, aromatisch
Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter, verzweigter Halbstrauch, 30–80 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, rundlich
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Würzig, aromatisch, leicht scharf
Geschmack der Pflanze: Würzig, kräftig aromatisch
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf Blattläuse und andere Schädlinge
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 10–20 Tage
Keimtemperatur: 18–22 °C
Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 12–24 Stunden in Wasser einweichen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Mai
Aussaat Tiefe: 0,3–0,5 cm
Abstand in der Reihe: 30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten
Idealer Boden: Locker, kalkhaltig, gut durchlässig, nährstoffarm bis mäßig
pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5
Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Sparsam
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger in kleinen Mengen
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze, Wildkraut
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherische Öle (Carvacrol, Thymol, Pinen), Flavonoide, Gerbstoffe
Anwendungsbereiche: Antibakteriell, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, schleimlösend
Verabreichung: Trinken (Tee), essen, cremen, Tinkturen
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Blätter, Blüten
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Wilder Majoran (*Origanum majorana*, milder im Geschmack)
Verwendung in der Küche: Würzen von Pizza, Pasta, Fleisch, Gemüse, Salaten
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig und luftig
Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht
Das beste Rezept: Klassische Pizza Margherita mit frischem Oregano
Die beste Speise: Tomatensauce mit Oregano
Das beste Getränk: Oregano-Tee
Die beste Beilage: Mediterranes Gemüse mit Oregano
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Echter Oregano – *Origanum vulgare* subsp. *vulgare*
2. Berg-Oregano – *Origanum vulgare* subsp. *hirtum*
3. Wilder Majoran – *Origanum majorana* (nahe Verwandte Art)
4. Spanischer Oregano – *Origanum vulgare* var. *grandiflorum*
5. Italienischer Oregano – *Origanum vulgare* subsp. *hirtum*
6. Kriechender Oregano – *Origanum vulgare* var. *prostratum*
7. Ungarischer Oregano – *Origanum vulgare* subsp. *viridulum*
8. Türkischer Oregano – *Origanum vulgare* subsp. *viridulum*
9. Balkan-Oregano – *Origanum vulgare* subsp. *glandulosum*
10. Schmalblättriger Oregano – *Origanum vulgare* var. *thyrsoides*
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Echter Oregano (*Origanum vulgare* subsp. *vulgare*)
- Berg-Oregano (*Origanum vulgare* subsp. *hirtum*)
- Wilder Majoran (*Origanum majorana*)
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Spanischer Oregano (*Origanum vulgare* var. *grandiflorum*)
- Balkan-Oregano (*Origanum vulgare* subsp. *glandulosum*)
- Schmalblättriger Oregano (*Origanum vulgare* var. *thyrsoides*)
Guter Nachbar: Tomaten, Paprika, Bohnen (fördern Wachstum und Schädlingsabwehr)
Schlechter Nachbar: Fenchel (hemmt Oregano)
Beste Mischkulturen: Oregano mit Tomaten, Paprika, Bohnen, Gurken
Quellennachweis:
- "Origanum vulgare" in Flora Europaea
- Universität Hohenheim: Oregano Anbau und Pflege
- Kräuterlexikon Stiftung Warentest
- Diverse botanische Fachquellen und Gartenratgeber